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Central-Verein-Zeitung · 1924-12-04 · 49 (4.12.1924) · p. Seite 777

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
49 (4.12.1924)
Date
1924-12-04
Page
Seite 777 (sequence 13)
Language
German
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7777 Zwei Thorarollen sind mir aus diese Weise entwendet worden, die dem Diebe sicherlich weder Nutzen noch Segen gebracht haben. Recht wohltuend wirkt im Gegensatz hierzu gewiß, daß bei unseren Feldgoitesdiensten mir des öfteren ein christlicher Kamerad mit dem nicht ungewöhnlichen Namen Lehmann begegnete, der immer unaufgefordert die Vorbereitungen zur Andacht traf und uns mit Lichten j und Leuchtern versorgte. Aus meinen Hinweis, daß wir dies doch nicht beanspruchen könnten, sagte der Biedere folgendes: Er sei religionslos, möchte aber, daß seine Kinder eine vernünftige Religion bekamen und wollte sie deshalb gern Juden werden lassen. Doch das würde vermutlich nicht gehen, weil er Schweinemäster sei! Ich habe manchen hohen Offizier kennengelernt, der von Juden und Judentum gerade im Felde eine wahrere Auffassung gewann. So war ich einst bei' einem dieser Herren eingeladen, mein Wirt füllte mit eifriger Beflissenheit die Gläser, dabei entschlüpfte ihm das Wort: „Nur keine jüdische Hast!" Er war tätlich verlegen, doch schon im nächsten Augenblick glätteten sich seine Züge, und er fuhr lächelnd fort: „Und keine evangelische Unruhe!". Er hatte also das Bestreben, den Lapsus gutzumachen, und oft genug ist das, was uns verletzt, nicht tragischer zu beiwerten. Dreizehn Monate vor Abschluß des Feldzuges war ich bei einem süddeutschen Kronprinzen zu Gast, dessen Name auch jetzt viel genannt ist. Dieser Heerführer, welcher die Geschicklichkeit! des Plauderns besonders beherrscht, erzählte mir -von seiner Reise nach Palästina und den ein Meter großen Trauben, die er dort probiert, aber sauer gefunden habe. Scheinbar unvermittelt setzte er dann hinzu: „Was wird denn nun das Ende dieses Krieges feind" Niemand, wagte zu antworten. Der Kronprinz aber fuhr fort: „Ich will -es Ihnen selbst sagen, meine Herren! Wir werden soviel Steuern zu bezahlen haben, daß es raucht." Ist das nicht vielleicht auch ein Beleg dafür, daß man sich, lange bevor das Dolchstoßmärchen erfunden war, auch in den führenden Kreisen nicht mehr viel von einem glücklichen W- Muß des Krieges versprach. Einen Zustand halber Auslösung fanden unsere letzten großen Andachten im Herbst 1918 vor. Die Soldaten, welche sich auszuruhen und zu beten gedachten, kamen tatsächlich vom Regen in die Traufe. Wir mußten oft genug unsere Andacht unterbrechen, und keiner konnte froher sein als ich, wenn schließlich alles -glatt ging und die Beter nicht an der Stätte ihrer Andacht Opfer der Kämpfe wurden. Hiermit seien zunächst diese Erinnerungen beschlossen! Mich bestärken sie in «der lieber zeug uv g, daß im Heere, bei den Vorgesetzten und — das will mehr sagen — bei den Soldaten kein judensti übliches Gefühl sich geregt hat. Mit List und Tücke hat man vom bequemen Erschöpfte Nerven ihre Kräftigung und Wrederaufftischung. Für alle Vorgänge und alles harmonische ZusanMienarbeiten der Organe 'im menschlichen Körper sind die Nerven von der allergrößten Bedeutung. Arbeit wie Genuß, die doch beide das Menschenleben! regieren und gestalten, verlangen Kraft und Leistung der Nerv-eNl. Frische des Geistes und des Körpers, Wohlbefinden- und Lei.stnngKfähji-gkei't, ein frohes Gemüt, selbst ein guter Appetit — das alles sind Folge und Aeußerung wahrhaft gesunder Nerven. Ihre Gesundheit aber hängt eng zusammen mit der Ernährung des Körpers. ^NervengesundH eit ist letzten- Endes die Lösung eines Ernährmn'gsigeheimnisses. Quälende Sorgen, körperliche und geistige Ueberanstren'Fung, Schlaflosigkeit und manch anderer Kunrmer des irdischen Lebens reizen und eriichöpfen die Nerven vor der Zeit. Nervöse Beschwerden aller Art stellen llch ein'. Mattigkeitsgefühl, Arbeiisunlnst, Aufgeregtheit und Reizbarkeilt, ll'ppetitlosigröeiE, Verdauungsstörungen und derlei Uebel mehr folgen sich und wechsln sich ab. Baldmacht sich ihr z e r st ö r e n d e r Einfluß a u f d >a % Aeußere geltend. Das Gesicht erhält eine nervöse Prägung!, leidende Züge, den Ausdruck des Gequältseins, die un-verwe-Echen vorzeitigen AltersnJcheinungeu. Schreibtische aus dem deutschen Krieger diese Einstellung angedichtet. Draußen ist er frei davon gewesen, und bereits heute weicht nach kurzen Jahren des Besangenseins diese unrühmliche Gesinnung. Dafür sprechen deutliche Zeichen! „Gott öer Rache" unö „Mserwähltes Volk". Was evangelische Geistliche dazu sagen. Gelegentlich der Auseinandersetzung mit Angriffen des ehemaligen Kaisers gegen das Alte Testament äußert sich Pastor Buddenberg im „Evangelisch-lutherischen Gemeindeblatt für Elberfeld, Cronenberg Ronsdors, Sonnborn" in Nr. 39 folgendermaßen über den „Gott der Ra ch e": Ist wirklich der Gott des Alton Testamentes der „zornglühende, rache schnauben de, verfluchende Judengott?" .Wir antworten: Die Offenbarung Gottes am Sinai durch Mose, den Mittler des Alten Bundes, hat begonnen mit der Of-feubaruug d-er verzehrenden Heilig?- keit Gattes, „Gott ist ein verzehrendes Feuer." Damit wur«de in dem zuchtloseni. fleischlichen Volle Israel der Grunld zu«r Furcht Gottes gelegt, lieber dem Gesetz vom Sinai steht der Segen und der Fluch Gottes, d-er Segen für den, der die Gebote Gottes hält, der Fluch über den, der die Gebote Gottes Übertritt. Gott ist der Hüter der unzerbrechlichen sittlichen Weltordnung. Wer diese Wjeltordnung zerbricht, zerschellt. Das ist die Grundlage der ält-- testamentlichen Gottesvorstellung. Sie erhebt sich mit ihrem unerbittlichen, herben sittlichen Ernst über die Gottesvorstelluugen der Heiden, bei denen die Gottheit übersinnliche Macht und Willkür ist. Der Zorn Jehovas ist die Reaktion des Heiligen gegen alle Gottlosigkeit, allen Weischesdieust, alle Ungerechtigkeit . . . Der Zorn der heidnischen Götter ist ganz authropomorph und hat Aehnlichkeit mit den Launen eines Tyrannen. Darum suchen die Heiden diesen Zorn mit Menschenopfern zu stillen. Aber« da der Zorn Jehovas eine Aeußerung seiner Heiligkeit ist, so wird .das Menschenopfer im Alten Testament als Gottes unwürdig und heidnisch abgelehnt. „Womit soll ich den Herrn versöhnen, mich bücken vor dein hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern- und jährigen Kälbern ihn versöhnen? Soll ich meinen ersten Soh-n für meine Uebertrerung geben, meines Leibes Frucht für die Sünde meiner Seele? Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig fehl vor deinem Gott." Micha 6, 6—8. Das ist nicht eine vereinzelte Stimme im Alten Testament, das ist der Grundzug der ganzen prophetischen Religion. Will man nun etwas Energisches tun, dann sollte man mit einer N e r v e n - N ä h r - und A u f s r i s ch un gsmethod e ganze Arbeit machen-, und d>as geschieht durch richtige Verwendung von« B ryo m gI z mit L-e cith-in, mm Nerven-Nahrung von denEbav größter Vollkommenheit. Biomalz mit Lecithin ist durch Deutsches R e i ch s p a t e n t 'gesetzlich -gesL)-üh-t, und feine Erfindung ermöglicht die völlige Auftmhme des Lecrthinstofse«s in die Säfte, die die Nerven ernähren, zu gleicher Zeit mit dem Einsetzen der kräftiigeudeu Wirkun-g des B-romaltzeH aus den ige'sa mten Kö r per. Ä io malz mi-t Lecithin ist «in langen St-osswechse-lver juchen in der chemischen Abteilung des Rudolf-Virchow-Kvankenhazuses sorgfältig untersucht u-nd hat sich mechxeve Jahre hindurch in. der ärztlichen Praxis belvährt. E s h a t se i n e Feuerprobe in jeder P r ü fun gübe r st a n de n und ist wissenschaftlich unanfechtbar. Es ist restloss verdaulich. Das steigende! Krastgesühl, das frischere Aus!s!eh«en, di«e A n ze-iche>n «der Ve r j ün>gu n g 'legen Zeugnis davon ah, wie tiefgreifend der Nervennährstosf aus das Wohlbefinden des ganzen Körpers zu wirken vermag. Preis einer Dose Biomalz 1,90 M., mit Le eiithin 5,— M., mit Eisen gx Mutarme und Bleichfüchtigch 2,20 M. mit Kalk extra (für Lungenb. dende) 2,50 M.. Hossmannis Blomalz-Schokolade Tafel 60 Pf. Drucksachen kostenfrei von Gebr. Patermann, Deltow^Berliu 14. DIE DEUTSCHE WERT-ZIGARETTE

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