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Central-Verein-Zeitung · 1924-05-29 · 22 (29.5.1924) · p. Seite 326

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
22 (29.5.1924)
Date
1924-05-29
Page
Seite 326 (sequence 10)
Language
German
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326 Die Ebräerfchlacht bei Ratibor. E i n e „wissenschaftliche" Wahnsinnstat eines Völkischen. Die völkische Literatur ist um ein. neues „wissenschaftliches" Werk bereichert worden, das alles bisher aus diesem Gebiet Geleistete weit in den Schatten stellt. Wir haben das in eleganter Ausstattung bei Westermann in Braunschweig erschienene Büchlein „Die Entdeckung des Paradieses" für eine ausgezeichnete Parodie aus die „wissenschastlichen" Entdeckungen eines Dinier gehalten und in dem Namen des Verfassers Franz v.-Wen drin ein irreführendes Pseudonym vermutet. Ein Blick in das Berliner Adreßbuch zeigt, daß Franz v. Bendrin ein in der Holzmarktstraße 48 wohnender P rivat gele hrter istder selbst in deutschnationalen Kreisen ein so großes Ansehen genießt, daß ihm die „Kreuzzeitung" eine halbe Spalte ihres kostbaren Raumes zur Verfügung stellt, unr seine neuen wissenschastlichen Ideen über die Kreise der Völkischen hincius in Reinkultur Gemeingut des Volkes werden zu lassen. Das Paradies des Alten Testaments ist nach Herrn v. Wendrin eine jüdische Erfindung. Die „C herubi nt" stellen eine jüdische Fäls ch u n g dar: sie sind in Wirklichkeit die germanischen „Cherusker". Doch hören wir den Verfasser, um die Tiefgründigkeit seiner völkischen Forschung in vollen Zügen genießen zu können: - „Es ist nicht wahr, daß die Ebräer (fälschlich Israeliten) bei Kanoes-Barmea in Palästinanach 4. M. 14, 43—45, und 5.^ 9)1. 2, 14 und 15, von den Amalekitern, sorrderm die ebräischen Ränberhorden find in der Doppelschlacht bei Katscher- Bauerwitz (Oberschlesien, 18 Kilometer westlich von Rati- Dor) (im Original nicht fett gedruckt. Schrift!.), und zwar von den Westgoten vernichtend geschlagen worden. Die Westgoten haben Könige aus dem Geschlechte der Amaler gehabt, darum nannte man sie die „Amalergoten" und nicht Amalekiter. (Letzterer Name ist nur eine ebräische Verstümmelung.) — Es ist nicht wahr, daß der Raub der Dabinerinnen bei Rom geschehen ist, sondern in einem norddeutschen Städtchen wurden von den niederrassigen Männern Roms und Ebräern edle Germanenfrauen und -mädchen geraubt, bevor die Germanen diese vorhistorischen Bolschewisten totgeschlagen oder herausgeworfen hatten. Der Raub ist vor vielen Jahrtausenden geschehen. Der Zeitpunkt ist mit Hilfe der schwedischen Fels urkunden astronomisch gesichert. Hat denn noch niemand gemerkt oder merken wollen, daß zum Beispiel der biblische Frauenraub der Ebräer nach Richter 'XXI, 6—25, mit dem Raub der Sabinerinnen gleich ist, wodurch di-e Ebräer und Römer, einschließlich der Franzosen, Slawen, Zigeuner usw., von gleicher niederrassiger Abstammung sich beweisen. — Es ist nicht wahr, daß Schliemann durch seine Ausgrabungen die Ruinen von „Troja" entdeckte! Die Ruinen des wirklichen- Troja sind mit Hilfe der schwedischen Felsurkunden hier in.Deutschland von mir in ihrer ganzen Ausdehnung entdeckt worden. Die sogenannte Trojabelagerung ist nicht etwa um das Jahr 1184 vor unserer Zeitrechnung, also vor 3108 Jährchen gewesen, sondern die zehnfache Zeit genügt noch nicht, die ebenfalls astronomisch gesichert ist. — Es ist nicht wahr, daß es wirklich ägyptische, babylonische, griechische, römische, peruanische oder gar ebräische beziehungsweise französische Kultur jemals gegeben hat. Alle diese Kulturen Md nachweislich von den Germanen ausgebaut, worden. Nur wrr Germanen sind die einzige kulturaus- - bauende Rasse. Sowie das germanische Blut durch Vermischung aufgezehrt war, besonders dann, wenn ebräische Horden in diese Kulturen emgebrochen sind, brachen stets alle diese hohen Kulturen für immer zusammen. — Die Germanen hatten nach den schwedischen Urkunden eine hochentwickelte Sprache, Schrift, hochentwickelte Astronomie — zum Teil weiter entwickelt wie heute -**- Schulen, Städte, ein riesiges Kolonialreich in Afrika, Asien, SüdmP Nordamerika, eine hyNM Peligioy, Hochseeschifsahrt, Kanäle. und Schleusen, die noch jetzt erhalten sind, usw., das alles zu einer Zeit, als es andere Völker oder Nassen überhaupt noch nicht gab." Wir stimmen dem Hauptorgan der „Bayerischen Volkspartei", dem „Bayerischen Kur i e r", vollkommen zu, der diesen Auszug unter der Ueberschrist „Völkischer Wahnsinn" mit großem Vergnügen abdruckt, wenn es der Vollständigkeit halber den Nachweis verlangt, daß die Wiege des Menschengeschlechts in Berlin gestanden hat. Mit vollem Recht fragt das Blatt, ob denn diese Ueberteu Ischen kein Gefühl dafür hätten, wie lächerlich sich unser Volkstum in der ganzen Welt durch solche Mätzchen macht. Die „Entdeckung des Paradieses" hat aber auch eine bitterernste Seite. Wenn die judenfeindliche Konzessionspolitik des offiziellen Organs der Deutschnationalen schon so weit fortgeschritten ist, daß für die albernsten völkischen Einsendungen der Redaktionspapierkorb nicht mehr in Frage kommen darf, dann wird man vielleiast schon in naher Zukunft entdecken können: aus Angst vor der völkischen Konkurrenz ist die „Kreuzzeitung" zum Paradies wahnsinniger völkischer Wissenschaftler geworden. Zichte unö üie Fuüen. Die Untersuchung „Fichte und die Juden"H, die der bekannte Chefredakteur der „Vosstschen Zeitung", Dr. I. Levy, unternommen hat, ist für jeden, der nach Gerechtigkeit strebt, besonders wichtig. Denn in dieser Untersuchung wird uachgewieseu, daß der angebliche Judenhaß F i ch t e s aus einem Märchen beruht und daß Fichte in seinem späteren Leben Urteile, die er in der Jugend gefällt, nicht nur richtiggestellt, sondern sich durch sein Verhauen, insbesondere einem jüdischen Studenten gegenüber, der wegen seines Judentums ungerecht angegriffen wurde, als ein ausgesprochener Freund der jüdischen Gemeinschaft erwiesen hat. Die. kleine Broschüre ist von überragender Bedeutung. Sie zeigt, wie j u g e n d l i ch e M e n s ch e n ohne Kenntnis des praktischen Lebens aus theoretischen Erwägungen heraus Urteile abge'ben, die das gereifte Ma n n'e s a li e r weit von sich weist. Als junger Mensch ist Fichte nicht nur ein Gegner der Iuden, sondern im selben Maße ein Gegner des Militärs und des Ade l s gewesen. Später sagt er selbst: „Wenn ein junger Mensch, der sein Vaterland aufgegeben hatte . . . von Unwillen hingerissen über die lieberer e i. b u n g en , die sich damals die Verteidiger der gesetzlosen Willkür der Mächtigen erlaubten, gleichfalls von seiner Seite ein wenig übertrieben hätte . . . wenn derselbe, seitdem zum Manne geworden, in einer reiferen, durchdachten Schrift über denselben Gegenstand a 1 l e E i n s e i t i g k e i t vermieden . . . wäre es dann billig und gerecht, jenen jugendlichen und unvollendeten Versuch des Jünglings noch immer zum Maß.stabe der politischen Grundsätze des Mannes zu gebrauchen?" Für die Verbreitung dieser wirklich guten Schrift kann nicht genug getan werden. L. H. -- '! i) Philo-Verlag, Berlin 1924. Kinder-Strumpfe Hqufr man am besten bei iHctx KSSM Leipzigenstr. <57 a. Dönhoffplatz Bekannt für gute Waren billige PrefyeF er / cum Le r / e n p ix e m e ,, er / um/ er /Toi 1 e+ “bewasisie r >B ä <1 e Kri 11 axi-t 1 ä'rw'Ä n e Ile /e ^fyßikum iß ein geheimnisvoller Duff, der gehaltvolle Schwere mit Blütenreinheit in vollendeter Form vereint. Es iß ein Genuß, Myßikum als Paifurn, als Puder, Seife oder Toilettewaffer zu gebiaudien, und es bereitet Freude, Menfchen um fidi zu haben, die von dem feinen, prickelnden Myßikum-Aroma umgeben pnd. Myßikum-Stiß für die Lippen in heller und dunkler Tönung iß die neueste Ergänzung der Myßikum-Serie. Pä u m er x e Sei er B e r -rN1 Y o i rv e w

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