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Central-Verein-Zeitung · 1924-05-29 · 22 (29.5.1924) · p. Seite 327

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
3 (1924)
Issue
22 (29.5.1924)
Date
1924-05-29
Page
Seite 327 (sequence 11)
Language
German
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Antworten. Nach Karlsruhe. Die „Aeitschirift des Jungdcutschen Ordens" in Kassel greift die Firma G e b r. Himmelsbach A. G. in Freiburg wegen einer Lieferung an die Franzosen heftig an und schreibt: „C s e n t z i e h t f i ch unserer Kenntnis, ob obige Firma jüdisch ist, der N cm« d er Firma aber und das folgende Handeln läßt die Vermutung als äußerst wahrscheinlich aufkommen." — Ohne zu prüfen, ob dev Tatbestand der Wahrheit entspricht und ohne zu der Frage der rechtlichen und moralischen Zulässigkeit eines solchen Vertrages, irgendwie Stellung zu nehmen, stellen wir hiermit fest, daß weder die Familie Himmelsb« ch , noch die D i r e k t o r e n der A. G. Hi-mmelsbach Juden sind oder jemals waren. Soviel uns bekannt, sind sogar einige Junioren der Firma sehr aktive Parteigänger der d e u ts ch n a t i o n a l e n P o litt!. E. A., Krefeld. Sie verweisen uns auf eine Notiz in der „Bodenreform", in der sich Adolf Damaschke, der bekannte Bodenreformer, gegen die Behauptung des in Innsbruck erschienen Buches „Die Unschuld dev Jenseitigen" wehren muß, „er stamme aus Damaskus und sei nun getauft". Er führt aus, daß er.väterlicherseits von einer Ansiedlerfamilie stamme, die-W lange in Thorn war, mütterlicherseits von einer alten märkischen Bauern- und Schisftrfamilie im Kloster L e h n i n. Den Namen D a m a s ch k e erklärt er als „der kleine Thomas", sprachlich weiter entwickelt, Thomaschke, Tamaschke, Damaschke. Nach Berlin. Besten Dank für die Zusendung des leider jetzt französischen Straßburger Blattes, aus dem die nachstehende „E r k l ü r u n g", kurz nach dem Ende des Wahlkampfes, aufmerksame Leser finden dürfte: In einem Flugblatt des Bas-Rhin, das in der „Freien Presse" hergestellt wurde, und dessen Urheber unschwer zu erkennen ist, unterschiebt man mir eine antisemitische Haltung in Wahlversammlungen. Diese Unterschiebung, die eine gemeine Verleumdung und ein perfides Wahlmanöver darstellt, setze ich den schärfsten Protest entgegen. Das plumpe Manöver, das lediglich auf konfessionelle Verhetzung hinzielt, wird übrigens, wie mir aus meinem zahlreichen israelitischen Bekanntenkreise mitgeteilt wurde, scharf verurteilt. E h a r l e s Dorffler. Dr. W. C., Berlin. Wie Sie uns mitäeilen, hatte Ihre Mutter, Frau Emilie Cohn, Breslau, Viktoriastraße 101, alle ihre sieben Söhne im Felde, von denen vier gefallen sind, einer infolge Verwundung entlassen werden mußte und fünf das Eiserne Kreuz erhielten. Wir danken Ihnen für Ihren Beitrag zu unserer Sammlung jüdischer Pflichterfüllung im Kriege. M. B., Berlin-Tewvelhos. Das Gedicht, das ein „deutschvölkischer Dichter" unter der „poetische n" Bezeichnung „Die deutsche Syphilis", in Berlin am 3. Mai in Massen verteilen ließ, ist uns nicht unbekannt. Der Ton des Gedichts bewegt sich aber in den Niederungen einer derartig ekelhaften Gemeinheit, daß wir es fast für das Erzeugnis eines durch die völkische Hetzarbeit irrsinnig Gewordenen halten möchten. L. B., Nürnberg» Die Sicherheit, mit der die „Großdeutsche Zeitung" in ihrer Folge 80 vom 7. Mai vom jüdischen Großindustriellen Otto Wolfs spricht, einem der Inhaber der bekannten Kölner Eisenfirma, darf niemand beirren. Otto Wolfs ist nach wie vor katholischer Christ und „arischer" Abstammung. — Auch der bekannte U. S. P. D.-Politikev Blumen tritt ist trotz der Selbstverständlichkeit, mit der die „Großdeutsche Zeitung" vom ,.L. Mai dies vorträgt, weder Jude, noch jüdischer Abstammung. - E. M„ Berlin-Friedenau. In der „Deutschen Literatur-Zeitung" findet Professor Adolf v. H a r n a ck sehr beachtenswert, daß der Münchener Kirchengeschichtler, Professor Pfe ilschifter, „eine Zusammenarbeit aller christlichen Kirchen ohne Ausnahme zum Zwecke der Verwirklichung der allgemeinsten christlichen Ideale auft dem Gebiete des internationalen, des sittlichen, des wirtschaftlichen und sozialen Lebens etwa im.Sinne eines verbesserten Weltbundes für Freundschaftsarbeit durch die Kirchen" für durchaus möglich hält.' An einer derartigen internationalen Zusammenarbeit ist gewiß von einem wahrhaft nationalen Standpunkte nichts auszufetzen. Nur wenn jüdische Deutsche sich mit Juden anderer Länder zu ähnlichen Zwecken verbinden würden, würde solche Tat in völkischen Versammlungen als Vaterlandsverrat gebrandmarkt werden. ' , , 4, , O. Z., Köln. Die Notiz im Wulleschen „Deutschen Tageblatt" ist uns nicht entgangen. Sie lautet: „Der Kaiser sei bereits so sehr von dem „völkischen Gedanken durchdrungen", daß er seinen Besuchern beim Abschied ein Hakenkreuz und ein Exemplar der „Zionistischen Protokolle" zu überreichen pflege. Auch in bezug auf die völkische Bewegung habe sich ein gewisser Gegensatz zwischen dem Kaiser und dem Kronprinzen und zwischen diesem und seinem ältesten Sohne herausgebildet. Vater und Sohn des Kronprinzen feien überzeugte Anhänger der völkischen Bewegung, während der Kronprinz selber noch keinen Hauch der völkischen Idee verspürt habe." - Nach Kaiserslautern. Die Angabe in unserem Bericht über die Hauptversammlung in Nr. 18 der „C. V.-Zeitung", daß der jüdische Rechtsrat der Stadt Landau, Dr. Weiler, ausgewiesen worden sei, beruht auf einem Irrtum: Tatsächlich ist als erster Pfälzer Rechtsrat Dr. W e i l e r in Ludwigshafen a. Rhein ausgewiesen worden, weil er öffentlich gegen die Freie Pfalz-. bewegung Stellung genommen hatte. Der Ausgewiesene ist der Sohn des Groß-. Händlers Joseph Weiler in Lauda u. Meininger Oberland. In Thüringen verbreitet der Landtagsabgeordnetö Rührig in den völkischen Versammlungen immer wieder die Ansicht, daß die Reichsbahn an den jüdischen Eroßkapitalisten Morgan ausgeliefert werden soll. Abgesehen davon, daß von einer Auslieferung der Reichseisenbahn über-- Haupt nicht die Rede sein kann (als erster ist der deutsche Jude Geheimrat Arnhold gegen einen Verkauf oder eine Internationalisierung der Elsenbahn aufgetreten), ist der amerikanische Großkapitalist Morgan k-e i n J ude. Ein weiterer Kommentar ist wohl überflüssig; denn die Völkischen beachten ja Richtigstellungen, die ihnen unbequem sind, doch nicht. ilrbvanillei ärzNicti _bevorzugt“.. Zahnschmerz. Rheum a, -- Keinerlei ungünstige Nebenwirkungen auf Herz-und Geiässnerven. .Ich versuchte Ihre G U t s C t t U U g s-T 0 bl C l t C N und nahm in 51/2 Monaten 48 Pfund (amerikanisches Gewicht) ab; ohne irgendwelche nachteilige Wirkung zu bemerken. Aus freiem Antriebe, um auch meinen Mitmenschen behilflich zu sein, lasse ich Ihnen diese Zeilen zugehen", schrieb über Proleptin- Tabletten am 6. September 1922 Herr Charles Ganz in New Aork. 81 th. Street. Zahlreiche ähnliche Dankschreiben liegen bei uns zur Einsicht Grebe Laboratorium, Berlin 715** S W61. Versand durch Verfandapothcke billig im Verbrauch aromatisch und ausgiebig billig im Verbrauch iKataloge kostenlos erk*«to7Z~Go1* Gotd°a Y .w CM * CT# MM, uif. sTimoc seines herro Deutsche Grammophon-Aktiengesellschaft, Berlin SW GRAMMOPHON - SPEZIALHAUS G.m.b.H. TAUENTZIENSTRASSE 13, an der Kais er-W i lhelm- G edächtniskirche FRIEDRICHSTRASSE 189, zwischen Kronen- und Mohrenstrasse

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