Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 11 (13.3.1924)
- Date
- 1924-03-13
- Page
- Seite 115 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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-... 115 /lus unseren Versammlungen. Die letzten Wochen brachten eine derartige Fülle von C.-V.-V-ermi|Mttingen, daß es unmöglich ist. sie auch nur rein summarisch aufzuzählen. Besonderer Wert wurde aus V e r a n st a L t u n g e n für christliche Mitbürger gelegt, die aufzuklären das Herzstück u nser e r A r b e .i t dar stellt. Wir geben aus dem umfangreichM Berichtsmaterial wenige kurze Auszüge: Hamburg. Im überfüllten Logellhaussaat. Welckerstvaße, sprach Professor Erik Nölting (Detmold) über das „zersetze n d e Jude n - t ii m". Trotz erheblicher Störungen (stehe au anoerer Stelle dieser Nummer. D. Schrift c.) konnte die Veranstaltung unter Leitung von Justizrat Wnldstein (Altona) würdevoll und wirkungsvoll durchgeführt werden. In der Aussprache kamen Gegner und Freunde ausgiebig zu Wort. Die Hamburger Presse, die ausführliche Berichte brachte, war vollzählig erschienen. Berlin. Unter Teilnahme führender Schulpersönlichkeiten aus allen Lagern ging eine stark besuchte Aussprache unter Leitung von Herrn Jnstizrat Brodni tz, i. Vorsitzenden des C.-V., vor sich, die die Frage „S ch u l e u n d A u tise mit i s m u s" behandelte. Das einleitende Referat erstattete Studiendirektor Dr. Henning. Ferner sprachen Professor Dr. H i l de b r a n dt, Studiendirektorin Dr. Gerhardt. Kaplan F ah sei, Studienrat Dr. Frieder is z i k, Mittelschuttehrer S t e rn. Die wichtige Aussprache, die in Rede und Gegenrede fast bis Mitternacht dauerte und aus die wir noch zurückkommen, wird ans Wunsch verschiedener Teilnehmer fortgesetzt werden. Brieg. Auf Einladung unserer Ortsgruppe Briegsprach Pastor Moering (Breslau) über „Deutschtum, Christentum und Judentum". In kraftvollen Worten appellierte er an die Gefühle der Menschlichkeit und an die Vernunft, die im Verein miteinander sicherlich, wenn unser Vaterland erst wieder wirtschaftlich emporkommt, den Sieg davoutragen würden. In der Aussprache trat von gegnerischer Seilte der Geschäftsführer der Gruppe Brieg der Deutschsozialeu Partei, ein Herr Herzog, auf. Er erging sich in den uuparlamentarischsten Änwürfen gegen Juden und Judentum, die er dem „Handbuch -der Judenfrage" von Fritsch entlehnte. Nach ihm ergriff ein aus Breslau herbei geschicktes Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei, Herr Stndienasiessor Dr. Wiedersich, das Wort, um darzulegen, daß Ficht e und Wilhelm v. H u m b o l d t Antisemiten gewesen seien, und daß daher jeder Deutsche es gleichfalls sein müsse. ' Der nachfolgende Diskussionsredner Herr Rechtsanwalt Foerder aus Breslau beteuchteke die Taktik dieser beiden Herren gebührend. Der Saal war etwa zu einem Drittel mit Deutschvölkischen und HakenkreuZträgern besetzt, die zum Teil uniformiert zum Besuche der Versammlung „angetreten" waren. Dessau. Die Ortsgruppe Dessau des C. V. hatte eine Reihe bekannter Persönlichkeiten aus allen Kreisen zu einer Aussprache über die Judenfrage omgeladen, der die Deutschvölkischen rmd Deutschnationalen unter .der fadenscheinigen Ausrede fernblieben, daß sie es ablehnten, in einer mchrösfentlichen Versammlung über diese Frage zu sprechen. Der Vorsitzende, Justizrat Dr. Cohn, bedauerte das Fernbleiben der Völkischen und wies darauf hin, daß die Oefsentlichkeit der Versammlung durch die Anwesenheit der Presse sämtlicher Parteirichtungen gewährleistet fei und daß man -dev Kreis der Geladenen so gewählt habe, um ohne Radau und Störungen die wichtige Frage leidenschaftslos besprechen Zu können. Der Redner des Abends, stellv. Syndikus des C. V. Dr. Alfred Wiener (Berlin), sprach vom gesunden vaterländischen Standpunkt .aus über die Begriffe ,,u a Lion a V und „i n t e v n a i i o n a l" und eingehend über den sogenannten „jüdischen Geist". Dazu war deshalb besondere Veranlassung, weit eine geachtete geistliche Persönlichkeit Dessaus diesen als den Zerstörer deutscher Kultur und Moral öffentlich hmgesteLLL hakte. Eine wertvolle Aussprache beschloß die Versammlung, au der das gesamte auhaltische Staatsministeriuur mit dem Staatspräsidenten sowie führende Persönlichkeiten der Geistlichkeit, der Justiz, der Lehrerschaft ustv. teiluahmeu. Leer. Vor den führenden christlichen Persönlichkeiten Leer» beantwortete Landesrabblner Dr. de Haas (Oldenburg) die Frage: „Ist der Tal m u d e i n e G c l) c i m f ch v i f t Tie zahlreich Erschienenen folgten mit größter Aufmerksamkeit den sachlichen, ruhigen, wissenschaftlich eiulvandsreieu Ausführungen des Redners, der gerade durch dieses objektive Vorgehen die Schaumschlägereien gewisser deutschvölkischer „Talmudforscher" in das gebührende Licht setzen konnte. vor Tische las man anders. D a s O st i u d e n p r o b 1 e m e i n ft u n d j c tz t. Für die Presse und die Politiker einer Richtung, die gar nicht so sehr weit rechts beginnt, ist die Ostjudenfrage ein abgeschlossenes Problem. Es überrascht nach all den Erfahrungen, die man mit diesen politischen Faktoren auch in anderer Beziehung gemacht hat, dur^aus n wenn diele Prwllenckäsmw neaativ ill Sie lautet, auf eine kurze Formel gebracht: Raus mit den Ostjuden, wobei die Begründung ist, daß ihre Kulturhöhe von der der deutschen Umwelt in einem gefährlichen Maße unausgleichbar verschieden sei. Erinnerungen an die Zeiten der Ostfeldzüge des Weltkrieges, wobei mau sich der jüdischen Bewohner der Okkupations- und' Kampfgebiete in jeder Weise sehr gern bediente, sind diesen Kreisen nie angenehm g e w e f e n. Es braucht sich hierbei gar nicht einmal um den unter Ludendorffs Mitwirkung erschienenen Aufruf des Oberkommandos Ost „Zu die I i d e u tu P oile u" zu handeln. Auch der Hinweis auf einen Abfsatz des G o u v erneu r s v P n t t k a ui m e r aus dein „T a g", Nr. 11 vom 14. Januar 1916: „N och einige s z u m O st j u o e n p r v b l e in" dürste seinen Zweck erfüllen. In den Ausführungen des Herrn v. Puttkammer finden sich Sätze wie die folgenden: „Das Schlimmste von allem ist die Unsicherheit der Lage im allgemeinen. Dies würde sich mit einem Schlage bessern, wenn die Negierung heute schon mit einem festen Programm für die ZubnUt anftreke" könnte; das inan iedow. tws nnitttfdrju Ginnbcn noch nicht möglich sein, unb entzieht sich jedenfalls der öffentlichen Besprechung. Wie die Dinge liegen, haben die Juden Furcht vor den Polen und noch kein rechtes Vertrauen zur deutschen Regierung. Wie sollte auch dies feit Jahrhunderten geknechtete und geschundene Volk Vertrauen haben! Man darf nicht vergessen, daß ein unerhört grausames Schicksal die polnischen Juden zu dem gemacht hat, was sie heute sind — eine geängstigte und gequälte Masse, in der das Ringen um die Existenz vielfach auch eine unerfreuliche moralische Verwilderung hervoraerufen hat." So schrieb vor Jahren ein Mann der Rechten, in einem Blatt der Rechten. Wir haben keinen Zweifel, daß es e h r (i ch gemeint, vor allem aber realpolitisch gedacht war. Damals'glaubte man, die Ostjuden jetzt und künftig für deutsche Zwecke brauchen zu können. Jetzt verschleiern Gefühlsregungen den Blick für die Wirklichkeit. Auch heute noch könnte das starke ostjüdische Element im Osten, wenn auch nicht für deutsche politische, so doch für deutsche kulturelle unb wirtschaftliche Zwecke genutzt w e r - d e n. Die e n g l i s ch e H a n d e l s p r o P a g a n b a die Lage erkannt und arbeitet an der Gewinnung der Ostjuden für englische Interessen. Aber die Engländer sind ja nur Realpolitiker . . . Daß bei politischen Erwägungen kriminelle Elemente außerhalb jeder Reckmnng bleiben, beivn wohl kaum einer erneuten Feststellung. Die Kampffront gegen Schädlinge unseres Vaterlandes sieht uns in ihren Reihen, weil wir damit für das Vaterland und zugleich auch für das Recht eintreten. |§5 rill 1 ne / H ä ärw&jffer;To l let-tre waffe r /-B & <1 e K r i ft all e /St i -f-fc I d e r 'Ta 1 k ti m Pu d ix m / e r / e n p xx d. e r /. e r / rem e / Myßikum if? ein geheimnisvoller Duft, der gehaltvolle Schwere mit Blütenreinfieit in vollendeter Form vereint. Es ist ein Genup. Myjtikum eis Parfüm, als Puder, Seife oder Toilettewaffer zu gebrauchen, und es bereitet Freude, Menfdien um fleh zu haben, die von dem feinen, prickelnden Myßikum-Aroma umgeben find . Myßikom-Stift für die Lippen in heller und dunkler .Tönung *iff die neueste Ergänzung der Myßikum-Serie. P & r p um e r 1 e e r B i n - N e w Y o