Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 10 (6.3.1924)
- Date
- 1924-03-06
- Page
- Seite 101 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2277379-2277464-2277473--00962-2280151- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
101 tum. nne sie der Verfasser int einzelnen in feinem Schlusiariilel miss uh ist, mnsi er -andern nberlassen. Der E.-V. muß eine rein politische Organisation sein. und bleiben. Geht er darüber hinaus, so sprengt er das elmgende Band und trägt Zwietracht in die Reihen seiner Mitglieder hinein, die unbedingt zu einem Zerfall führen müßte. Wer um den Aufbau seines Judentums besorgt ist, der mag sich ben einzelnen Vereinen anschließen, die je nach der Weltanschauung des einzelnen im orthodoxen oder liberalen, resormalori scheu ( oder indifferenten Sinne wirken. Dazu brauchen wir den C. V. nicht, für diese Seite unseres religiösen Lebens gibt es genug Betätigungskreise. Der C.-V. muß sich mit dem Bewußtsein begnügen, daß, wie der Verfasser sehr richtig meint, durch seine E x i st c n z u n dsei n e A t bei t di e P v s i t i ve W i r k u n g a u s ge l ö st lvird, daß die Abwehrkämpfer ansstehen und tätig werden, und daß dadurch der Boden für aufbauende Arbeit geschaffen, und erhalten wird. Um die Pflanzen, die auf diesem Boden wachsen sollen, kann sich Per C. B. nicht kümmern. Tenn, um das treffende Bild des Verfassers weiter beizubehalten, auf dem Boden des Judentums wachsen der Pflanzen gar viele in mannigfaltigsten Variationen, die je nach Wesensart' und Entwicklungsmöglichkeit, verschieden gepflegt und gezogen werden wollen. Wer aber als Torwächter zur G r e n z w a ch t berufen i st, d e r h a t nicht Z e i t z u m D ü n g e n it n d P s l e g -c n u n d A u f z i e h e n / d e r h a t n_u r d t e .P flicht, fein e n P o st e n n i ch t zu v e r l a s j e n , solange der Kampf tobt. Wenn später einmal auch für uns die Zeit des Friedens an bricht, dann mag auch der E.-B. seine Waffen nie der legen und zum Gärtner werden. Dr. Philipp-Lüneburg. fim der Zeitungswelt. linier der Ueberschrift: „P o m m e r s ch e r K a m p f gegen die I u d e n" finden wir in der „Deutschen Zeitung" vom 1. März (Rr. 99) folgendes Kulturdokmuent: Pommcrscher Kampf gegen die Juden. D e r „R o >1 a n d P o in m ern s". Der völkische Landesmrsschuß der Deutschnationaken Volkspartei Pommerns hat nachstehende Forderungen an die Parteileitung gesandt: 1. Die Deutschnationale Volkspartei Pommerns verpflichtet sich, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß die Juden aus sämtlichen S t a a t s st e l l e n entfernt werden, zuerst aus den höchsten Beamtenstellen und dem gesamten diplomatischen Dienst. 2. Die Partei wird mit ihrer ganzen Kraft dahin arbeiten, daß die Jude n u n t e r F r e m d e n r e ch t g e st e l l t werden. 3. Die Partei hat sich mit allen Mitteln dafür einzusetzen, daß die wirtschaftliche Vorherrschaft der Juden g e b r o ch e n w i r d , und verlangt von jedem ihrer Anhänger vollste Unterstützung in diesem Kampf. ID r i n g e u d e Warnung! Der wilde Sammler P l o n i k i treibt weiter sein Unwesen. Noch immer gibt es Ortsgruppen und Mitglieder des C. B., die diesem Manne Geld geben, statt ihn vor die Tür zu setzen. Wir warnen noch einmal eindringlich vor solchen dunklen E l c m e it t c n l 4. Von der gesamten Partei, insbesondere von der Partei- Presse, ist der Kamps gegen die g e i st i g e V e r j u d u n g von Literatur. Presse und Theater fortzuführen. Die Presse hat bei jeder Gelegenheit auf die jüdische Abstammung der Verfasser, Schallspieler usw. hiuznweisen. Der Landesverband Pommern der Deutschnationalen Volkspartei hatte schon vorher eine Entschließung gefaßt, in der er seine Parteifreunde aussordert, n u r m i t d e\t t s ch e n V o l i § genosfen geschäftlich znverk e hren und jede wirtschaftliche Stärkung fremdrassi g er Elemente zu vermeiden. Unterzeichnet war die Entschließung von Malkewitz, Schlange-Schöningen usw. Diese Entschließung hat das Organ des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, die „C. V.-Zeitumch, auf den Plan gerufen, weil sie fürchtet, die „Geschäfte" in Pommern könnten gestört werden. Bei dieser Gelegenheit versieht sie Herrn Schlange- Schöningen mit dem schmückenden Beiwort: Der dentschn a t i o n a l - v ö l k i s ch e R o l a n d P o m nt e r n s. Herr Schlange -Schö u ingen hat inzwischen auf idem Parteitag deS Kreis- Vereins Randow der Deutschnativualen Volkspartci in Stettin über das Thema „Wir Deutschnationalen mtb die anderen" gesprochen. Er wird auch mit dieser Rede keine Freude beim Central-Verein errege n, denn er sprach v o n d e r j ü d i s ch e n A u s P o w e r u n g . u n t e r de r n n fei* Volk dahinfiecht, und sagte in biefem Zusammenhänge: „Wir stehen nicht nur vor einem Kampfe gegen Frankreich, der eines Tages mit den Waffen ausgetragen werden könnte, sondern mtcT) in einem noch viel schlimmeren Kampf des internationalen Börsenkapitals g e g e n alles, w a s b o d e n - ständig ist im deutschen Volke. Wir müssen uns entschlossen zu der Forderung bekennen, daß Deutschland wieder das LandderDents ch e n werden muß. Mit der Deutschen Volks- Partei gibt es für uns keine Gemeinschaft ntehr. Nach rechts aber brauche ich keinen Trennungsstrich zu ziehen, weil ich niemand weiß, der rechts von uns steht. Wir Deutschnationalen wollen so völkisch sein, daß wir es als das böseste Hebel der Gegenwart empfinden, daß es überhaupt zwei völkische Bewegungen gibt." Kieme Chronik. Der erste deutsche Gelehrte, der nachdem Kriege in Deutschland den. Nobel. Preis erhielt, ist der Kieler Arzt Professor M e y e r h o f. Seine wissenschaftlichen Leistungen, besonders auf dem Gebiete der Physiologie, hatten ihn schon seit Jahren in der Gelehrtenwelt auch außerhalb Deutschlands bekannt gemacht. In England hatte man ihn 1922 zn Vorträgen eingeladen, und Amerika bedachte ihn einige Monate später anläßlich einer Vortragsreise mit der Nockfeller-Stiftung. Professor Meyerhof ist der Sohn einer angesehenen Berliner jüdischen Kaufmannsfamilie. (REST) Ha ndschuhe Wei? Itiif die Waklen Aufklärungsarbeit leisten will, der versorge seine Christ liehen Freunde schon jetzt mit einwandfreiem Material: Anti-Anti» Blätter zur Abwehr.. M. 1,20 Xlicger, Vom Heimatsrecht 1er deutschen Juden.. M. 040 Se$raEl, Die deutschen Juden als Soldaten im Kriege 1914-1918. .... M. 0,40 Bulasclaow» Bolschewismus und-Judentum ... M. 0,50 l>entseher ©eist und Judenhass, eine Umfrage desYolkskraftbundes M. 0,50 Freund, Der J.tdennass. . ... . ... M. 0,80 Bloch, Kol Nidre und seine Entstehungsgeschichte ..M. 030 l.iehervnams, Zur jüdischen Moral.. M. 0,75 ticbermann, Schulchan Arucli ....M. 0,50 ©«»Idstein, Rasse und Politik.. .gebunden M. 8,— liU^ehan, Völker, Rassen. Sprachen.. gebunden M. 6.— Fishberg-, Rassenmerkmale der Juden .......... gebunden M. 6,50 Zu beziehen durch Philo Verlas und Buchhandluns G.m.b.H., Berlin SW68 Lindeastrasse 13 Fet n Sprecher- Oönhoff 3f»94 Cff&f6A LIKÖRE oKenobran