Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 4 (24.1.1924)
- Date
- 1924-01-24
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Serufsproblematik -er Juden. Z u st i m m e n d e u n d e r g ä n z ende Zu 1 ch r i f t e n. Zu den AuMhrungen m Nr. 48/49 „B e rufsprob l c in a ti £ der 3üben" von Herrn Felix A. TheilhaLer sind uns von verschiedenen Seiten zustimmendo und ergänzende Zuschriften zugegangen, aus denen wir das nachfolgende zur Kenntnis bringen: „Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Förderung =t>er Landwirtschaft, und des Gartenbaues unter den deutsche!: Juden eine außerordentlich wichtige Aufgabe bedeutet, der auch wir neben den verschiedenen auf diesem Gebiet tätigen Institutionen und Organisation!: dauernd unsere Aufmerksamkeit widmen. Insbesondere dürfte zu empfehlen sein, daß einzelne Inden oder jüdische Organisationen an der Peripherie der Wohnorte, jedenfalls nicht allzu weit entfernt, Land pachten oder laufen, um dieses mit eigener Hand, insbesondere durch die Jugend, landw-irtschaftlich zu bearbeiten. Es ist das jedenfalls ein Weg, bei welchen: ohne Wechsel des Wohnsitzes und ohne größere Kosten die Betressenden an landwirtschaftliche Arbeit gewöhnt werden und vielfach Liebe zu ihr bekommen. .An unsere Ortsgruppenvorsteher ergeht die dringende Aufforderung hi dieser Beziehung innerhalb unserer Kreise nachdrücklichst zu wirken. Des weiteren ergeht an unsere Ortsgruppenvorsteher die Bitte, die in ihrem Wirkungskreis ansässigen Landwirte und Gartenbauer, gemäß der Aufforderung in den: Artikel 48/49 an einen der darin genannten Herren: Geheimrat Fränkel, Eharlottenburg, Neue Kautstraße 5, Geheim rat Kalif ch e r, Berlin W 30, Rosenheimer Straße 17, Rittergutsbesitzer I. Brandt, Vleibtreustraße 40, namhaft zü machen. Auch wir haben ein dringendes Interesse daran, auf diesem Wege endlich ein möglichst lückenloses Verzeichnis aller in Deutschland tätigen jüdischen Landwirte und Gartenbauer zu erhalten." Neue Hücher. Die uns vorgolegten Bände 2 und 3 des in seinem ersten Bande schon besprochmen Werkes von Brock 1) ans „Handbuch des Wissens" in vier Bänden bestätigen das früher von uns geäußerte Urteil: Das Werk ist zu einer allerdings nur oberflächlichen Unterrichtung besonders gut geeignet, und verarbeitet eine unaciieure Stoffs ü l l e. Viele größere Aufsätze, wie über Juden, iüdische Literatur, Menischenrassen, griechische Philosophie sind unterrichtend, könnten jedoch bei nochmaliger genauerer Durcharbeitung, wie vieles andere in dem Werke, wesentlich mehr Belehrung bringen, ohne daß der Umfang erweitert §n werden brauchte. Endlich sei aus eine ganz außerhalb unseres Vetrachtungsgebietes liegende Serie von Werken hingewiesen, die wegen der Persönlichkeit i h rer Versa s s e r unsere Anteilnahme erheischt. Unser bekannter Rechtsanwalt Dr. Bruno Werl, früher in Straßburg im Elsaß, hat eine Sammlung von Einzelschriften zum Friedensvertrag — bekanntlich eines der schwierigsten Rechtsaebiete. die es zurzeit gibt — herausgegeben, und hat zwei volkswirLschafllich und -juristisch b e s o n d e r s anziehende Probleme, nämlich: Die E i n s ü h r ung der französischen Währung in Elsaß-Lothringen"^) und neuerdings „D a s L i.g n i d a t i o n s s ch ä d e n g c i e to"2) in sehr umfangreichen Einzeldarstellungen selbst behandelt. Unser Freund, Rechtsanwalt Dr. B e r t h o l d H a a f e in Berlin, der frühere Vorsitzende unserer Ortsgruppe Posen, bearbeitete: „D a s R e ch t de r v o' l - n i s ch e n B a 1 u t a"^) und .Justizrat Dr. M a r t i n Go l d s 6) m i d t in Breslau, ebenfalls ein Mitarbeiter unserer Bestrebungen, „D i e Ste n e rp s l i ch t d e r D e u tf ü) e n in Pole n"4). Wir führen diese Schriften um so lieber auf, weil sie einen Stein »zu dem Bau der Erkenntnis liefern, wie sehr die jüdischen Gelehrten in Deutschland an der gründlichen Erforschung wissenschaftlicher Probleme immer wieder und wieder Anteil nehmen. L. H. Vereinsnackrichten. Aus Anlaß, des Ablebens unseres verehrten Ehrenvorsitzenden Engen Fuchs sind von den verschiedensten Seiten dem Vorstände des Central-Vereins Schreiben herzlichen Beileids zugegangen. Der Vorstand dankt allen, die im Bewußtsein der Schwere des Verlustes, den unsere Bewegung erlitten, Versicherungen der Teilnahme gefunden haben. Er wird den Dank in die Tat umsetzen. indem er rastlos und treu an der Erfüllung der ihm gestellten Ausgaben arbeitet. Der Vorstand des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. Dr. Brod n i tz, 1. Vorsitzender. * Zu unserer großen Freude können wir mitteilen, daß nufer bewährter Führer in Ostpreußen, das Hauptvorstanosmitgtied Geheimer Medizinalratr Professor Dr. Hugo F alk en h eim, zmn Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Königsberg gewühlt worden ist. * Am 14. Januar verstarb Hermann G o t t f e l d, der E h r e n v o r s i tz e n d e unserer Ortsgruppe Aachen, im Alter von 73 Jahren.' Nach Begründung des Central-Vereins hat er sich sofort mit größten! Eifer in den Dienst unserer Sache gestellt. Aus den.kleinsten Anfängen heraus hat er, als Vorsitzender unermüdl^ wirkend, die Ortsgruppe Aachen zu ihrer heutigen Blüte gebracht. Das Andenken des Verstorbenen wird unvergessen bleiben. * Nach JahVesschlrrtz ist es Pflicht einer jeden Ortsgruppe, rückständige Beiträge ans dem Jahre 1923 umgehend an ihre Landesverbände einzusenden. Wer einen geregelten Geschäftsgang in den Landesverbänden wünscht, muß darauf bedacht sein, das neue Jahr nicht mit alten Forderungen zu belasten. 9/ 2), *) und 4) erschienen im Verlag für Politik und Wirtschaft, Berlin 1923. ( RESI Für die Winterabende empfehlenswerte Unterhaltungsliteratur: I^oeweiitoerg1« Ans zwei Quellen.gebunden 3,— Krojanker, Juden in der deutschen Literatur . gebunden 6,50 Wassermann, Mein Weg als Deutscher und Jude, gebunden 4, — Wassermann, Die Juden von Zirndorf .... gebunden 4,50 Franzos, Der Pojaz.. . gebunden 6,50 Franztis, Die Juden von Barnow ........ gebunden 4,70 Franzos. Moschko von Parma ......... gebunden 4,20 Bloem, Brüderlichkeit.. gebunden 8,— Golds*ein. Easse und Politik. ......... gebunden 3,— Preise freibleibend.— Zu beziehen1 durch Philo ifelag öiid SuffiaiiüE Berlin SW68. Lmdenstrasse13. Zm Interesse unseres Blattes bitten wir, bei Seßevungen aufGrundvon Anzeigen aus die m Blätter für Deutschtum und In den Nun stets ausdrücklich Bezug zu nehmen. DerGenlNaGnrlel bewirkt ircfit etwa Erschlaffung der Bauchmuskulatur, sondern stärkt sie durch seine kräftige und doch milde Maffagewirknug. Er hemmt auch nicht den Bluikreislauf, führt auch nicht zu unnatürlicher Gezwungenheit der Haltung. sondern läßt dem Körper völlige ‘V Bewegungsfreiheit, ohne in lästiger Weise störend zn wirken. Schmerzen inr Kreuz und in der Weichengegenddie durch übermäßige Beanspruchung der Banchloand verursacht worden sind, schwinden häufig schon nab kurzer Zeit des Gebrauches. Der Gürtel vereinigt hohe ästhetische Bedeutung mit ei eui wichtigen Hygienischen Zweck: Hebt die Etscheinnntz, verbessert die Haltung, beugt Körperschäden vor und fördert die Gesundheit. Illustrierter Katalog 30 Goldpfennig. Z.Z.Gentil, Berlin 896, polsdamerStr.S (am Potsdamer Platz). Verkauf 9 bis 5. %