Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 33 (16.8.1923)
- Date
- 1923-08-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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270 Betrnst lüdi-che Inserate in -er indenseindlichen Presse. Es kommt leider häufig vor, daß jiddische Firmen, sei es ans Gedankenlosigkeit, sei es aus Unkenntnis, oder aus noch schärfer zu verurteilenden Gründen Inserate in Blättern erscheinen lassen, deren jwden-hetzerrscher Standp-rmkt jedem deutschen Juden hinreichend bekannt sein dürfte. Daß ein solches Verhalten der Stellung der identischen Iudenheit abträglich ist und allen, die -den Kampf gegen den Judenhaß mit der größten Selbstverleugnung führen, die Waffen aus der Hand schlägt, sollte -eigentlich -keines Wortes bedürfen. Wenn hierbei auf jüdischer Seite Gedankenlosigkeit und Unkenntnis mildernde Umstände bilden mögen, so entfallen diese für das Verhalten einer antisemitischen Presse, deren Gehässigkeit in der Bekämpfung der deutschen Juden nur durch die Charakterlosigkeit Überboten wird, die m der Aufnahme von Inseraten jüdischer Firmen liegt. Dr. S. W.p Bad Mssingen. Wir haben Kenntnis davon genommen, daß das Kurhaus Sop-hienhöhe in Frankenheim (Rhön) die Aufnahme von jüdischen Gästen ablehnt. G. R., Fürth. Sie schreiben uns, daß das Erholungsheim Wandelow Ln Mittelberg bei Oy im Allgäu Israeliten nicht aufnimmt. SD. M.» Breslau. Den Dingen in Oberschlesien wenden wir die allergrößte Aufmerksamkeit Zu. Ueber die Verhältnisse in Mecklenburg haben wir einen Leitartikel aus besonderer Feder gebracht. Vereinsnachrichien. Verein selbständ. t?t*. Handwerker und Gewerbetreibender E. B. Ortsgruppe Frankfurt a. M., g e g r. 1909. Beschlüsse aus d e r G e n e r a l v e r s -a m nr l u n g .am 1b« Juli 1923. Der monatliche Beitrag wurde auf 3M0 Mark erhöht. Es wurde einstimmig beschlossen, die Unterabteilung „Wohltätigkeit" mit dem Verein zu verschmelzen, so daß von nun ab jedes Mitglied des Vereins auch Mitglied der Abteilung „Wohltätigkeit" geworden ist. Die Abteilung wird von Grund auf neu ausgebaut und bietet neben religiösen Zwecken auch Hilfsbereitschaft im Notfälle. In Anbetracht der wirtschaftlichen Notlage, unter der das Handwerk und Gewerbe besonders schwer zu leiden hat, sind vom Vorstand aus Verhandlungen in die Wege geleitet, die bei vorkommenden Krankheitsfällen, deren Aufnahme im Krankenhaus erfordert, 'billigere Pfle-gefätze für unsere Mitglieder von der Gemeinde zu. erlangen. Der Vorstand ist bemüht, ein ständiges eigenes Sitzungszimmer zu schaffen. Die Generalversammlung dankte dem Vorstand für seine erfolgreiche Arbeit. m Grotz-Bieverau i. Odenwald. 13. 5. Referendar Dr. Freund (Darmstadt): „Die Lage im Reich." Herford. 13. 6. Sitzung des Landesverbandsvorstandes. Stadtrat Michelsohn (Minden) und Prediger Goldmann (Herford): „Bericht über die Tätigkeit des; Landesverbandes und die Berliner Tagungen." Als Vertreter der neuen Ortsgruppen traten in den Landesverbandsvorstand: Th. Rosenbaum (Bünde), S. Trautmann (Rheine), Ph. Rheinsberg (Quakenbrück), Lehrer Emanuel (Burgsteinfurt). Braunsberg. 16. 5. K. Sabatzky (Magdeburg, Syndikus des Landesverbandes Provinz Sachsen): „Die politische Lage und die Juden." Marburg. 17. 5. P. Waldstein (Essen, Syndikus des Landesverbandes Rheinland-Westfalen): „Die Tätigkeit des Centval-Vereins." Löwen. 17. 6. Frau Justizrat Ollendorf (Breslau): „Unsere dringendsten Pflichten." Bunzlau. 24. 6. Frau Justizrat Ollendorf (Breslau): „Die jüdische Frau und der Antisemitismus." Altenstädt. 1. 7. Lehrer Halberstadt (Büdingen): „Wie bekämpfen wir den Antisemitismus?" Lindheim. 1. 7. Lehrer Halberstadt (Büdingen): „Wie fördern wir dre Arbeit des C. V.?" Geschäftliche Notizen. Die Zeichnung auf die wertbeständige Anleihe des Deutschen Reiches hat am 15. August ihren Anfang -genommen. Im Anzeigenteil dieser Nummer werden die Bedingungen für die Zeichnung bekanntgegeben. Danach lauten die Stücke sowohl aus Dollar als auch auf Mark, und zwar werden Stücke von 1 Dollar bis zu 1C03 Dollar ausgefertigt. . v . Die großen Stücke von 1000 Dollar bis zu 10 Dollar einschließlich tragen 6 Prozent Zinsen, die jährlich zahlbar sind. Die Stücke von 5 Dollar abwärts werden ohne Zinsfch-eine ausgefertigt. Sie werden in: Jahre 1935 zu 170 Prozent, also mit einem Aufschläge von 70 Prozent zurückgezahlt, die großen Stücke hingegen nur zum Nennwerte, d. h. zu 100 Prozent. Ein Anleihestück über 10 Dollar würde also -im Jahre 1935 mit dem Gegenwert von 10 Dollar, berechnet -nach, dem New-Porter Wechselkurse, zahlbar sein; ein Stück über 1 Dollar mit -dem Gegenwert von 1,70 Dollar. . Um den Zinsenbedarf für eine Anleihe bis zu 500 Millionen Mark Gold zu decken, sieht eine von der Reichsregierung den gesetzgebenden Körperschaften vorgelegter Gesetzentwurf die Ermächtigung für die Reichsregierung vor, Zuschläge zur Vermögenssteuer zu - erheben. Zur besonderen Sicherung der KapitalrückAahlung ermächtigt der Gesetzentwurf die Reichsregierung, die einzelnen Vermögenssteuerpflichtigennach dem Verhältnis ihres steuerbaren Vermögens zur Aufbringung des Kapitalbedarfs heranzuziehen. Demnach sind Zinsen und Kapitalrückzahlung der Anleihe durch die Gesamtheit der deutschen Privatvermögen sichergestellt. Die Anleihe ist zudem mit besonderen steuerlichen Vorzügen ausgestattet: Selbstgezeichnete Anleihe ist von der Erbschaftssteuer frei; auf Umsätze in der Anleihe ist keine Börsenumsatzsteuer zu entrichten. Die Einzahlung auf die neue Anleihe -kann in hochwertigen Devisen,, in Dollarschatzanweisungen oder in Mar? (auf Gruno des Rew-Dorker Wechselkurses) vorgenommen werden. Erfolgt sie in Devisen oder Dollarschatzanweisungen, so beträgt der Zeichnungskurs bis auf weiteres 95 Prozent, erfolgt sie in Mark, 100 Prozent. Eine Erhöhung des Zeichnungspreises bleibt Vorbehalten. Zeichnungsstelle ist die Reichsbank, ferner furniert eine große Anzahl von Banken, Bankfirmen und sonstigen Geldinstituten als Annahmestellen für die Zeichnung. Es kann aber der Zeichner -auch jede andere nicht als Annahmestelle bestellte Bank oder Bankfirma mit der Zeichnung beauftragen. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig Holländer, Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn freigemachter Umschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Junge, Berlin-Friedenau. — Druck von RudolfMosse, Berlin SW 19. Hilde Weinberg Siegfried Kadden Verlobte ® Hameln (Weser) Krefeld—Kirchhain (Bez. Cassel) August 1923. \ Statt Karten. Hedwig Bornheim Willy Block Verlobte Stockheim (Oberh.) Wolfshagen (Bez. Cassel) im August 1923. Henni Ksitz gebWeinberg Vermählte Köln Peckelsheim. Cassel, Hotel Meier, 19. August 1923. Statt Karten. Dr. Hermann Berlak Ruth Berlak geb. Eaeck Vermählte Berlin W62, Burggrafenstrasse 19. ~ \ danken gleichzeitig J für die ifrcn 8 erwiesenen I Aufmerksamkeiten. 1 ifenstrasse 19. I rLUGEtP/AN/NOS ALLEINVERTRIEB fiir Groß-Berlin u.Ümg. B^eum Kurfurstendamm 226 Ducanofa- Kuns tpie I-Pianos und Hügel Stpl. 1371/ Joachim Krotoschiner und Frau Hertha geb. Barasch zeigen die Geburt ihrer Tochter Hanna-Ilse an. Berlin-Schöneberg, Grunewaldstraase 58 August 1923. Die Geburt ihrer Tochter Margot zeigen an ^Püren (Rhid.), Hortstrasse 16. Theodor Ochs u. Frau Rosa geb. Schweitzer. Für meinen Vruder, seit Jahren im Viehhandel tätig (3u.11 Ein- und Verlaus nicht verwendbar), dagegen für Transporte und Stall geeignet, suche ich llnterlommen bei einem israelitischen Viehhändler. Auch ausgiebige Verpflegung, für die evtl, auch Vergütung geleistet wird, wird Wert gelegt. Offerten unter J. Z. 7482 an Miwls Mvffe, Berlin SW 19. j Für HaMarzie!! 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