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Central-Verein-Zeitung · 1923-08-16 · 33 (16.8.1923) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
33 (16.8.1923)
Date
1923-08-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Msere BeruDwah! ist nicht von dem Gesichtspunkt materiellen ErsMes geleitet/sondern von dem VevanLwortungAbewu-ßtsein, daß, jeder seiner Art gemäß seinen Beruf MM Nutzen der Allgemeinheit erfüllen muß. Schwer ist es da für unsere Akademiker. Trotz aller wirtschaftlichen Nvt müssen aber gerade diese Menschen rnehr denn je außerhalb ihres Studiums dazu beitragen, rnehr Würde und- Inhalt in das akademische Leben hineinzutragen'. Die traurige soziale Lage verpflichtet sie noch stärker als früher^ zur Ueberbrückung der Klassengegensätze beizutragen. In der vom wissenschaftlichen Standpunkt bedauerlichen, durch die Not der Zeit bestimmtere Form des Werkstudententums und in Arbei terunter richtskursen. und Volkshochschule sind durch gemeinsame Arbeit die Wege dazu geboten«. Neue Bücher. May, D. B.: Soziales Leben in Israel zur Zeit der Propheten. Frankfurt, a. M. Verlag: Tauch Nachfolger. — Diese Schrift ist, gleich den früheren Schriften des Verfassers, aus dem Unterricht heransgewachfeu und ( in erster Neihe für den Unterricht bestimmt. Ans einigen siebzig Seiten skizziert er hier " das soziale Leben Israels von der Zeit der ersten Könige bis zum babylonischen Exil und Zeigt das Wirken der Persönlichtel't der Propheten und ihrer Neben in bezug aus dieses. Leben auf. Mit Absicht spricht May nicht von einer „Geschichte": überall treten uns die sozialen Ideen und Forderungen jener Männer, die noch immer als Träumer -und Phantasten, als Schwärmer und Mystiker bei Unwissenden gelten, als Zeitgemäße und zugleich als zeitlos-ewige entgegen. Wir staunen ein über das andere Mal — und das macht auch die Kunst des Autors, der überraschend mit uralten Verhältnissen moderne Begriffe verknüpft! —, wie aktuell die Probleme sind, um die der Kamps geht. Manches bleibt zu wünschen: stilistisch eine sorigfältigere Behandlung der Sprache, stofflich eine Fortsührüng. der 'Geschichte bis wenigstens zu Ezechiel, dessen neuartige Gedanken von besonderer Bedeutung für den sozialen Charakter «des Judentums gewesen sind. Aber jeder, der dies lebendige und markige, übrigens auch schmuck ausgestattete Merkchen liest, wird die Schüler glücklich preisen, denen altes Vätergut, mit gründlicher Gelehrsamkeit .durchforscht und doch von ihrem'Ballast befreit, so jung und neu-, so fesselnd und begeisternd dargereicht wird, und wird selber gerne als Schüler solchem Pädagogen zu den Quellen folgen, zu denen zurückzil führen der einzige Zweck des Büchleins sein will. Dr. Salzberger (Frankfurt a. M.). Kleine Chronik. In Düsseldorf wurde am Sonnabend, 28. IM, aus Anlaß Lev Fertigstellung des Ehrenmals für die über hundert im Weltkriege gefallenen Söhne dieser Gemeinde im Rahmen des Gottesdienstes in erhebender Weife der Toten gedacht. Rabbiner Dr. E s ch e l b a ch e r schilderte in seiner Predigt die Genug,, tuung der Gemeinde darüber, daß sie ihre Ehrenpflicht denen gegenüber erfüllt habe, welche bis zur Hingabe ihres Lebens ihre Pflicht getan und damit ihr Judentum bis zum letzten betätigt hätten. Rabbiner Dx. Klein wandte sich dann als ehemaliger Kriegsteilnehmer und Feldrabbiner insbesondere an die Mitglieder der Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten und schilderte bewegt die Gefühle dessen, der Seite an Seite mit denen gestanden, die ihre Treue mit dem Tcde besiegelt hätten. Er forderte «die Gemeinde auf, durch ein Leben in Recht, Liebe und Demut die Toten und das Judentum zu ehren. In tiefer Ergriffenheit vernahm die Gemeinde aus dem Munde der Kameraden, die sich um den ehemaligen Feldrabbiner scharten, das Kaddifchgebet. Das Ehrenmal ist ein Werk des Düsseldorfer Künstlers Fleischhacker. Ein Relief aus Stein, in die Außenwand der Synagoge eingelassen, zeigt die edley Gestalt eines trauernden Juden vor einem Kandelaber, aus dem eine Flamme emporschlägt. Ein wirklich packendes Kunstwerk! — Die V e r e i n i g t e n Breslauer Bn a i Briß-Logen veranstalten in den Räumen der Lessingloge zu Breslau vom 7. bis 14. Oktober 1923 eine Ausstellung von Werken jüdischer K ü n st l e r u n b K u n st gewerbler, die einen interessanten Einblick in das Kunstschaffen der Juden zu. gewähren verspricht. Einladungen sind an alle namhaften jüdischen Künstler Deutschlands ergangen. Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an das Sekretariat der Ausstellung: Frau Dr. Salzberger, Breslau, Eartenstraße 30. «■■«■HHnHaHBaaMHwauHnHMBninnMaMni An die Spender für die C.V.-ZeitungJ Unser Aufruf, die „<£♦ B.-Zeitung" aufrechtznerhalterr, lstrt einen starken Widerhall gefunden. Allen Spendern herzlichen Dank! Bestätignng der einzelnen Beträge kann der gewaltigen Unkosten wegen nicht erfolgen. Die aus der Sommerfrische zurückkehrenden Freunde nnferer Sache bitten wir, ihre Spende «ns umgehend zn übermitteln. Heute gibt doppelt und dreifach, wer schnell gibt! Antworten. H. B., Berlin, und viele andere. In Jnseratenangelegenheiten wenden Sie sich bitte direkt an die Jnseratenannahme Rudolf Moste, Berlin SW 68, Abteilung „L. V.-Zeitung". Nach Berlin, Köln u. er. Sie finden von heute an unser Bankkonto in Berlin: Dresdener Bank, Wechs e l st ub e G, SW btz, L i u d e n straß e 7, im Kopf der „E. V.-tzeitung>" hinter dem Postscheckkonto verzeichnet. Falls die Uebevwei-sung durch Postscheck Schwierigkeiten begegnet, bitten wir unsere Freunds sich des Bankkontos unter Angabe der Verwendung zu. bedienen. Alleiuigre Anzeigen-Annahme Rudolf Moese, Anzeigen-Annahme für samt!. Zeitungen Deutsolilanda und des Auslands Berlin 8W19, Jerusalemer Straße 46-49 / Breslau / Chemnitz / Cöln a. Rh. / Dresden / Düsseldorf / Erfurt / Frankfurt a. M. / Lalle (Saale) Larnburg / Lannover / Leipzig / Magdeburg / Ällannheim , München < Nürnberg / Stuttgart / Prag / Wien Budapest / Warschau / Basel / Zürich' Ocir ENGROS EXPORT ERFURT Fischmarkt 5 (.Alter Ratskeller) Telegrammadr.: LEINENHELFT WARENZEICHEN HEMDENTUCHE DRUCKWAREN EIGENER AUSRÜSTUNG HANDTÜCHER TISCH- UND BETTWÄSCHE ich verkaufe nur in Papiermark 1 Zur Leipziger Messe: Messhaus, Steigerwald & Kaiser, i. Etage. <&:. ' i

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