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Central-Verein-Zeitung · 1923-08-16 · 33 (16.8.1923) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
33 (16.8.1923)
Date
1923-08-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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271 -es Wertbeständige Anleihe Deutschen Reiches Zinsen und Rückzahlung reichsgesehlich sichergestellt durch die Gesamtheit der deutschen privaivermögen. Das Reich beabsichtigt, eine wertbeständige Anleihe mit 12jähriger Laufzeit anszugeben. Die Anleihe, welche auf den Gegenwert von Dollars lautet, soll dazu dienen, der Bevölkerung ein wertbeständiges Anlage- Papier zur Verfügung zu stellen. Die Anleihe ist von der Börsen Umsatz st euer befreit. — Selb st gezeichnete Anleihe ist von der Erbschaftssteuer frei. UnrdenZinsenbedarf für eineAnleihe bis zu 500 Millionen Mark Gold zu decken,sieht ein von der Reichsregierung den gesetzgebenden Körperschaften vorgelegter Gesetzentwurf die Ermächtigung für die Reichsregierung vor, Zuschläge zur Vermögenssteuer zu erheben. Die Rückzahlung des Kapitals erfolgt nach 12 Jahren. Zur besonderen Sicherung der Kapitalrückzahlung ermächtigt der Gesetzentwurf die Reichsregierung, die einzelnen Vermögenssteuerpflichtigen nach dem Verhältnis ihres steuerbaren Vermögens zur Aufvringung des Kapitalbedarfs heranzuziehen. Es hasten also für Kapital und Zinsen dieser Anleihe anteilig die gesamte deutsche Wirtschaft, Banken, Handel, Industrie, Landwirtschaft sowie jeder, der über steuerpflichtiges Vermögen verfügt. Die Anleihe ist bei den Darlehnskassen des Reiches beleihbar. Die Einführung-zum Börsenhandel erfolgt sofort nach Ausgabe der Stücke. Bedingungen: Die Zeichnung findet vom *15. August ab statt 1. Zeichnungsstelle, Annahmestellen. Bestimmung über den Zeichnungsschluß bleibt Vorbehalten. Zeichnungsstelle ist die Reichsbank. Zeichnungen werden bei der Zeichnungsabteilung der Reichshanv^bank, Berlin 6 2, Breite Straße 8/9 (Postscheckkonto 96800). nitb bei allen Zweiganstalten der Reichsbank mit Kasseneinrichtung entgcgengenonuneu. Die Zeichnungen können auch durch Vermittlung der Staatsbanken der Länder und ihrer Zweiganstalten, der Preußischen Central- Genosseuschaftskasse in Berlin sowie sämtlicher im amtlichen Prospekt angegebener Geldinstitute und ihrer Zweiganstalten erfolgen'). In diesem Falle entstehen hinsichtlich der Lieferung der Stücke und der Zahlung des Zeichnungspreises Rechtsbeziehuugen nur zwischen dem Zeichner und der Annatimestclle. 2. Einteilung, Zinsenlauf, Einlösungder Anleihe. Die Anleiheslücke und die ZinSscheine lauten auf Mark in der Weise, daß 4,20 M. gleich 1 Dollar sind. Die Anleihe ist ausgesertigt kn Stücken von 4,20 M. l Dollar, 8,40 2». 2 Dollar, 21M. 5 Dollar. 42 M. 10 Dollar, 105 M. =?= 25 Dollar, 210 M. 50 Dollar. 420 M. 100 Dollar, 2100 M. 500 Dollar, 4200 M. 1000 Dollar. Z.Zeichnungs preis, Einzahlung. Die Anleihestücke von 4,20 M., 8,40 M. und 21 M. werden ohne Zinsscheine ausgegeben; sie werden an: 2. September 1935 mit einem Aufgeld zum Nennwert von 70 vorn Hundert eingelöst. Die Anleihestücke von 42 M. und darüber sind mit Zmsscheinen versehen, zahlbar jährlich einmal öiu l. September.. Der Zinssatz beträgt 6°/0. Der Zinsenlauf beginnt am 1. September 1923. Der erste Zinsschein ist am l. September 1924 fällig. Die Rückzahlung des Kapitals erfolgt am 2. September 1935 zum Nennwert. Die Stücke sowie die Zinsscheine werden in Mark eingelöst, wobei der Dollar zu dem Durchschnitt. der amtlichen Berliner Notierung des Mittelkurses für Auszahlung New York in der Zeit vom 15. Juli bis 14. August einschließlich umgerechnet wird. Der Einlösungskurs wird amtlich bekanutgegeben. Der Zeichnnngspreis beträgt, soweit die Zeichnung in einer der nachstehend verzeichneten Devisen erfolgt, bis aus weiteres 85 °/0, für die Einzahlung in Mark bis "auf weiteres eine Erhöhung des Zeichnuugspreises bleibt Vorbehalten. Die Einzahlung mutz am Tage der Zeichnung geleistet werden. Bei Ueberweisung von Markbeträgen gilt als Zeichnungs- und Zahltag i. Zuteilung der öliitfe. 5. Ausgabe der ©lütte. der Tag, an dem die Ueberweisung bei der Aunatunenelle zur Gruschrist gelangt. Für Markeinzahlungen wird der Dollar umgerechnet zu dem letzten vor deur Zeichnungstage notierten amtlichen Berliner Mittetkurs für Auszahlung New York. Von Devisen (Noten, Schecks, Auszahlung) sind zur Einzahlung zugelassen amerikanische Dollars, Pfunde Sterling, holländische Gulden, schweizerische Franken, nordische Kronen, spanische Peseten, argentinische Pesos, japanische Yen. Die Kosten der Einziehung der Valutenscheas sind von den Zeichnern zu tragen. Bei Zahlung mit Valutenschecks werden die üblichen Larttzinsen in Abzug gebracht. Das Wertverhältms der einzelnen Währungen mm Dollar wird für die Zwecke der Einzahlung besonders bek.nrntgegeben und ist bei den Annahmestellen zu erfahren. Spitzenbeträge werden in Mark vergütet, und zwar bei eingereichlen Noten zum Mittelkurse sür Auslandauszahlung der letzten Berliner Notierung vor dem Zeichnungstage alsbald, bei Schecks und Auszahlungen erst nach Eingang der Gutschristsanzeige aus dem Auslande und zum Kurse des Tages, an dem die Gutschristsanzeige bei der Reichsbank in Berlin eingeht. Dollarschatzanweisungen werden zum Nennwert zuzüglich der jeweiligen Zinsen von ll2°fo im Monat (im Monat August zu 102 °/0) wie Dollars in Zahlung genommen. Voranmeldungen werden angenommen. Sie sind am ersten Zeichnungslage zu berichtigen, und zwar, soweit die Einzahlung in Mark erfolgt, zu dem für diesen Tag maßgebenden Kurse, soweit sie in Devisen erfolgt, zu den bei den Annahmestellen zu erfahrenden Umrechnungskursen. Bei der Zeichnung findet keine Verrechnung von Stückzinsen statt; an ihre Stelle treten gegebenenfalls Erhöhungen der Zeichnungskursc. Gezeichnete und bezahlte Beträge gelten als voll zugeteilt, solange die Zeichnung nicht geschlossen ist. Wünsche wegen der Stückelung sind in dem dafür vorgesehenen Raum aus der Vorderseite des Zeichmmgsicheiues anzugeben. Werden derartige Wünsche nicht zum Ausdruck gebracht, so wird die Stückelung von den Annahmestellen nach ihrem Ermessen vorgenommen. Späteren Anträgen aus Abänderung kann nicht stattgegebeu werden. Die Anleihestncke werden mit Beschleunigung hergesiellt werden. Mit der Ausgabe wird Mitte September dieses Jahres begonnen werden. Zwischenscheine sind nicht vorgesehen. Ist die Zahlung mit Scheck oder Auszahlung erfolgt, so werden die Stücke erst nach Werteingang geliefert. Verlir^im August 1923. *) Die Brospekte sind bei allen Banken» Bankiers, Sparkassen und ihren Verbänden sowie Kreditgenossenschaften erhältlich. Reichsbank - Direktorium H a v e n st e i n. v. G r i m m.

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