Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 23 (7.6.1923)
- Date
- 1923-06-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2277379-2277415-2277438--00628-2279773- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
189 Name ist Schall unö Rauch. Eine Erklärung Alfred Rofenbergs. Mit einem Male ist den Völkischen ein so verdächtiges Namensbild wie Alfred R o s e n L e r g Augenweide. Der Schriftleiter des „Völkischen Beobachters" heißt so, und wenn ein Völkischer Alfred Rosenberg im Wotansschild führt, findet Gras Reventlow nichts Verdächtiges. Wir habenkürzlich durchblicken lassen, daß man doch nicht wissen könnte, ob nicht etwa . . . Alfred RosenLerg ist darob in Wut geraten und schreibt im „Völkischen Beobachter" vom 1. Juni 1923: „Mein schöner Name hat, nun er im Impressum steht, bei unserer Bewegung noch Fernstehenden zu einer naheliegenden Vermutung Anlaß gegeben. Ich bindarüber weder entsetzt noch gekränkt, sondern begrüße es nur als Zeichen notwendiger Wachsamkeit. Lieber zehnmal zu vorsichtig, als einmal rrnvorsichtig.. Das wäre also, wie gesagt, nur erfreulich. Nun hat aber die Hebräerpresse selbstverständlich versucht, aus meinem Namen Kapital zu schlagen. Zuerst machte natürlich der bekannte Zentralverein einen Ausfall. Herr Levinger weiß natürlich ganz genau, daß ich kein Jude bin (er hat mich als Sachverständiger und Zeuge oft wütend angeblinzelt), und so sagte denn auch die „C. B. Zeitung" nicht, ich fei Jude, ließ -dies aber kürzlich recht deutlich dnrchblicken. Der Wink wurde von. der getreuen marxistischen Kulipresse verstanden (sogar die New Iorker Bolksztg. widmet mir eine ganze Seite), und z. B. aus Magdeburg erhalte ich die „Voltsstimme" mit der betr. Behauptung übersandt, ähnlich aus anderen Städten. Ich erkläre hiermit jeden, der diese Behauptung wiederholt, als einen Verleumder. Alfred Rosenberg." Eine der Grundlehren des Judentums ist: „Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg' auch keinem andern zu." Hätte Alfred Rosenberg sich diese Ethik zn eigen gemacht, er hätte es nie und nimmer nötig gehabt, seinen schönen Namen zu verteidigen. Die 530 Rosenbergs, die allein das Berliner Adreßbuch aufweist, sind stolz aus ihren Namen und werden es ihrem Namensvetter, Herrn Alfred Rosenberg, bestätigen können, daß ihr Name schon ist. strich die Hpgiene? Eine Erwiderung aus Aerztek re i sen. Die Ausführungen des Herrn Sanitätsrats Dr. Sternthal in der „C.-V.-Zeitung", II. Jahrgang, Nr. 21, „Auch die Hygiene?" dürfen im Interesse der Gerechtigkeit nicht unwidersprochen bleiben. Da ich mich seit längerer Zeit wissenschaftlich mit der Vererbungslehre beschäftige, fühle ich mich berechtigt, hier das Wort zu ergreifen. Lenz spricht von den Rasseeigenschaften der jetzigen Juden. Er behauptet nicht, wie ihm Herr Sternthal unterstellt, daß die von ihm angeführten Merkmale „von jeher vorhanden gewesene Rasseeigentümlichkeiteu" seien. Daß die Juden in alter Zeit einerseits ein Bauernvolk, anderseits ein Kriegervolk waren, ist Lenz sicher bekannt. Daß während der Verfolgungen' der römischen Kaiserzeit und der Getthozeit ein Teil der Juden als aufrechte Kämpfer ihr Leben ließ, bildet ja für Lenz gerade die Voraussetzung zn der Annahme, daß diese tapferen Individuen und Familien zum großen Teil ausgemerzt wurden. Wie aus diesem Bauern- und Kriegervolk im Laufe der Jahrhunderte eine Bevölkerung wurde, die sich für bestimmte andere Berufe und für friedliche Arbeit als besonders geeignet erwies, dies versucht Lenz zu erklären. Daß er zur Erklärung hauptsächlich die Wirkung der Auslese heranzieht und sich nicht auf den lamarckistischen Standpunkt „der Vererbung unmittelbarer Einflüsse der Umwelt" stellt, kann ihn: nur so weniger zum Vorwurf gemacht wenden, als wohl die überwiegende Mehrzahl der Biologen den Lamarckismus und damit, die Annahme der Vererbung erworbener Eigenschaften verlassen hat. Und wenn — um auf das von Sternthal angeführte Beispiel zurückzukommen — die Deutschen infolge jahrtausendlanger Unterdrückung die Eignung zum Kriegshandwerk einmal verlieren sollten, so wäre die Abneigung gegen das Waffenhandwerk und überhaupt gegen offene Gewalt wiederum eine Folge idiothpischer Beschaffenheit, welche durch Auslese der deni neuen Zustande am bellen an gepaßten Individuen und Familien zustande gekommen wäre. ' Was endlich den ärztlichen Beruf anbetrifst, so wird auch Herr Sternthal zugeben müssen, daß das Eingehen auf die jeweiligen Neigungen des Publikums und deren Lenkung in ihm, tatsächlich Erfolg bringt. Daß der anständige Arzt aber diesen so erzielten Erfolg Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Blosse, Anzeigen-Anualime für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Berlin 8^V 19, Jerusalemer Straße 48-49 / Breslau / Chemnitz ✓ Cölln a. Rh. / Dresden / Düsseldorf / Erfurt / Frankfurt a. M. / Lalle (Saale) Hamburg / Lannover / Leipzig / Magdeburg / Mannheim / München / Nürnberg / Stuttgart / Prag / Wien / Budapest / Warschau / Baiel / Zürich AnMg-Ktoste fest, gediegen, die /chönsten Muster /ehr preiswert unmittelbar von der Tuchfabrik Ehristofsiatin Ehri/tofstal(Württ.) Lassen Sie sich die Muster p. 1g kommen totigcs, jugendfriicöe« Antlitz u. blendend schönen Teint. Alles dies erzeugt die echte die beste Lilienmilchseüe von Bergmann Ae Co«» Radobenl* Kurarzt Dr. Julius W.Levi ""Bad Tölz." *" Aordfeebad Norderney Hoffmanns Hotel Falk. Streng rituell. Fernruf 48 Gegründet 1844. Logenhaus, Verlin W, Kleiststraße 10. "1V2 Stadtküche ND2 unter Aussicht des Rabbinats der Jüdischen Gemeinde- Ausrichtung von Hochzeiten und Festlichkeiten - jeder Art in »nd außer dem Hanse. Eigene Säle. Hugo Kaufmann i Telephon: Rollendors 5109. Traiteur. Bad Wer Eisen-, Mineral- und Moorbad. Radium-Bäder und Einalmuugshalle. Trinkkuren, Glaubersalzquelle, neuzeitliches Inhalatorium, mediko-mechanisches Institut, neues Theater (Operette, Lustspiel, Schauspiel). 500 m ü. d.M>, vor Winden geschützt, inmitten ausgedehnter Waldungen, au der Linie Leipzig — (Dresden — -Planen—Eger. Hiiii bei Herzleiden (Terrarukureu), Nerven» leiden, Gicht, Rheumatismus, Blut*, armut, Bleichsucht, Frauenkrank»: heilen, allgemeinen Schwächezustän-», den, Verdauungsstörungen, Nieren-,) Leber- und Zuckerkrankheiten, Fett») leibigkeit, Lähmungen. Große Erfolge in der Nachbehandlung von Ver< l-tzung-n. Heilwasierversanin Badeschristen und Auskunft durch die Badedirektion, in dem Deutschen Verkehrsbureau Berlin, Potsdamer Bahnhof, sowie in allen Vertretungen des Mitteleuropäischen Reisebureaus (MEB)*- Gegen WW'.MM'Meklewen wirkt vorzüglich das echte ans dem berühmten ENsabethbrunnen. Bedeutend billiger als das ausländische Marieubader n. Karlsbader Salz. Künstliches Salz weife man zurück. Erhältlich in den Apotheken, evtl, durch die Hofapotheke, Bad Homburg. iCXXXXXXX3QCXXXXXX5(XXXX)0CKDaDO0000000O00000DCXXDCXXXXX50000CXX)00O BAD NAUHEIM KwfWet „BlXLjryUE,“ mit Dependance.! es jüdisches Einziges jüdisches Hotel I. Ranges am Platze. § Restaurant. An Kurhaus und Park gelegen. - Restaurant. § Telephon 40. Besitzer: Erml ÄcHer. g ©QOGOOOC OOOOOCOCOOOGOOOOOOOO OQOGOOQC OOOOOOOOCXXJOOOOO OOOOQQOG OOQOOOOQ OOOOCOCC Sooden Das stfiößsie :::j Bhnl. Göttingen-Bebra. Geschützte herrl. Lage inmitten ausged. Berg-, Waldung. Bewährt bei: Katarrh.d.Atmungsorg.,Herzl., Blutarmut-,Frauenkran kh., Rheuma, Gicht. Skroful., Rachilis,Rückst. v.Influenza., Lungenu. Rippenfellentz. Tradiumhaltige Solquellen. Inhaiatorium, ' Elektrotherapie. Pneum. Kammern, Gradierwerke, Trinkkuren. Ausk. geg. Rückp. d. d. Kindirekt. Rippenfellentz. Tradium- -töerra I Ger/nHan/en. | f DttksMk guter yrivtil-WllsWiD \; Fcruipr. 423. .Huao {vfauf. Bahtthl'jslr. 15. r | «tnHbtift: Postfach 51. j Ondulieren Sie sich zu Sause! Uiüktf/'BivI gibt schöne, bleibende Locken.« »« »VUli B Auf Wunsch portofrei eine Probe» dieses wertvollen Mittels durch: I Senrh Michaels, Berlin, Lothringer Sir. 25.1 flÜGELPIANINOSl rALLEINVERTRIEB, für Groß-Berlin uUmgi R-NeumaniiJ rKurfüraiendamm 228, Ducanola- KunsipieFPianos und FlögeI Stpi. 13717 1