Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 23 (7.6.1923)
- Date
- 1923-06-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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190 verschmäht un;b nur nach den Vorschriften seiner Wissenschaft und Kunst handelt, bürfte für Lenz ebenso selbstverständlich sein wie für Sternthal und jeden gewissenhaften Arzt christlichen oder jüdischen Glaubens. - Diese Ausführungen waren nötig, um den scharfen Protest zu begründen, den ich dagegen erhebe, daß der Naturwissenschaftler Lenz, ans den alle Deutschen und damit auch die deutschen Juden stolz sein können, in einem Atem genannt werde mit Dinier, dessen jeder wissenschaftlichen Grundlage Entbehrende und moralisch wie künstlerisch gleich verwerfliche Machwerke schon längst dem Gespött aber Sachkundigen verfallen sind. Dr. Jablonski (Charlottenburg). i*. Smü §rauengruppen notwenöig! Mit der Veröffentlichung der Zuschrift -aus Königsberg schließen wir die Aussprache in der Annahme, daß das Für und Wider genügend geklärt ist. S ch r i f t f c i t u n g. Zu dieser Frage nimmt als erste Frau St. (Berlin) Stellung in ihren Ausführungen in Nr. 19 vom 12. Mai d. I. Die Gründe von Frau St., die sie zu dem Schluß kommen lassen, daß solche „Frauengruppen ins Leben zu rufen, nicht lohnt", waren es gerade, die uns zum Znsmnmenschluß unserer deutsch-jüdischen Frallen 'trieben. Weil die deutsche Jüdin im allgemeinen politisch-jüdisch ungeschält ist; weil sie ausgerüttelt werden muß, den Kamps der Männer zu verstehen und zil unterstützen,- weil ihre Verantwortung ihren Kindern gegenüber in jüdisch-deutschen Problemen wachgerusen werden muß; weil ihre Unwissenheit in den elementarsten Kenntnissen der Abwehrmomente geradezu gefahrvoll ist; weil sie sich nicht mehr den Luxus, leisten darf, in heutiger Zeit zu „zart" für das politisch-jüdische Kampfgetriebe zrl sein imb nur „in aller Stille zu wirken"; weil sie ihre christlichen.Mitfchwest-ern nur anstlüren kann, wenn sie selbst das nötige Rüstzeug dazu besitzt, desh d l b u n d n u r a ns d ie se r Erk e n n lt n 'i s her an s ka nt e rt w i r z u der Einsicht, daß -a n ch d i e F rauen z u p l an- ' voll! er C. V. -Arbeit herangezogen werden müssen. J Und noch ein Moment dürfen wir nicht, unbeachtet lassen, auf das zu .unserer Freude auch Frau C. Hg. (Berlin) in Nr. 20 vom 17. Mai d. I. leise hinwies: Leider herrscht heute noch bei einer großen Zahl jüdischer Männer., die mitten im. Getriebe unseres politischwiptschastlichen Geschehens steheneine . ganz, u n b e g r e i f l i ch e G le i ch g ü>l t i g k e it d e r E. V. -Arbeit g e g e n üb e r. Hier soll die leichter begeisterlmgsfähige Frau erweisen, ob jüdischpolitische Schulung und mit Verständnis ilnd Freude zur Sache geführter Kampf nicht Früchte in reichem Maße bringen müssen. Wir behalten uns vor, über unsere „F r a u e u g r n p p e des C. V., O r t s g r u P p e K 5 nigs b e r g i. P r." später ausführlich an dieser Stelle zu berichten, -wenn wir auf Grund von Erfahrungen erneut zu der Frage Stellung nehmen müssen: „Sind Frauengruppen notwendig.?" Für heute nur dieses als Antwort an Frau St. und Frau C. Hg. (Berlin). Frauengsruppe des C. V., Ortsgruppe Königsberg i. Pr. Zur öringenöen Seachtung! Es wird gebeten, den Svndikus und seine Mitarbeiter bei der Fülle der Arbeit zu einer Rücksprache nur nach vorhergehender telephonischer Anmeldung in der Zeit von 11 bis 12 Nhr vormittags in Anspruch zu nehmen. Auswärtige Mitglieder bitten wir höflich, sich nach Möglichkeit vorher schriftlich anzumelden. Unangemeldete Besucher können in der Regel aus eine Rücksprache nicht rechnen, weil in einem geregelten Betriebe fortgesetzte unvorhergesehene Unterbrechung der Arbeit undurchführbar ist. Für Angelegenheiten des Verbandes Grotz-Berlirr ist stets die Abteilung Grotz-BerlLn zu verlangen. Dr. Ludwig Holländer. fSjrjftlfyjjffi gegen Nervenschwäche, Erschöpfungszu- BRl stände, sexuelle Neurasthenie ein anregendes und kräftigendes Yohimbin-Hormon-Präparat der Akt.-Ges. Hormona, Düsseldorf-Grafenberg. Fächärztlich begutachtet und sehr empfohlen. Prospekte gratis. Erhältlich in allen Apotheken! Statt Karten. Beate Weinberg Ernst Strauss Herborn Diilkreis) Verlobte. Bad Kreuznach Mai 1923. Salinenstrasse 37 A Albert Rose Sophie Rose geh. Weinberg Vermählte. Brakei (Kr. Höxter) Lübbecke i.W, 3. Juni 1923. L K E 0) C . £ VI Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Georg Cohn und Frau Grete geb. Tichauer. Halle a. d« Saale, den 20, Mai 1923 Stein weg 24 z.Z.KIfnite San.-Rat Dr.Keil, Martinsberg 18. , Die Geburt eines Sohnes zeigen an Dr. Ernst Fraenkel und Frau Margarete geb. Meydam. Breslau, den 19. Mai 1923; Eichendorffsirasse 22-24. ^Dle glückliche Geburt eines g es unci e^ «Jungen zeigen hocherfreut an Rechtsanwalt Loewenstein u. Frau El ly geb. Hirschheim. V. Allenstein (Ostpr.), Roonstrasse 16. meiaUbeiten Stahlmatratzeu. Kinderbetten. direkt an, Private Katalog 89 frei. Sifeumöheifahrrk, Suhl (Thür.). Ismar Schüftan und Frau Lucie geb. Foerder. Breslau, den 27. Mai 1923. Schwerinstrasse 41. r Am 1. Juni wurde uns unser zweiterSohn geboren. Wirnennen ihn Klaus. Max u Se]ma Kuttner geb. Abrahamsohn, Berlin, Jüdenstrasse 51/52. K. 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