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Central-Verein-Zeitung · 1923-04-26 · 17 (26.4.1923) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
17 (26.4.1923)
Date
1923-04-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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—137 Dmmt in diesem „wahrhei-tsgetreueu Bericht" die Komik nicht schle, steht ein paar Zeilen weiter folgendes: „Noch ist es nicht Steit, die blauweiße Zionistensahne zu hissen. Zuerst mutz die deutschzristliche Jugend unter die Führung des Judentums, gegen die zionistische Bewegung darf es keine Feindschaft geben, aber zuerst muß jetzt Deutschland richtig durchgearbeitet werden. Zum Kriegführen gehört Geld, Geld und nochmals Geld, rmd dieses Geld müssen wir erst einsetzen, um den endgültigen Sieg in Deutschland zu erringen, dann sollen erst unsere Mittel der zionistischen Bewegung zusließen. Hier erreicht die Plumpheit der Lügen einen solchen Grad, daß man lachen müßte, wäre die Verhetzung nicht so tiestraurig. Im allgemeinen ist es üblich, daß man sich, bevor man gegen eine politische Richtung vorgeht, sich wenigstens über die Tatsachen einigermaßen orientiert. Das hält man offenbar in den Kreisen der „Deutschen Zeitung" nicht für nötig. Von der Gegnerschaft zwischen C e u t r ä l - V e r e i n u' n d Z i o n is m u s h a t m a n d o r t o ffe nbar keine Ahnung. Aber der Herr Berichterstatter ist ja doch „persönlich'" dagewesen/und dort hätte er doch wenigstens Gelegenheit haben müssen, etwas zu lernen. Ich werde der „Deutschen Zeitung" eine Berichtigung schicken, obwohl ich weiß, daß der Papierkorb ihr Los sein wird. Die Hetze hat inzwischen ihre Wirkung getan, der Bericht, von einem gläubigen Leserkreis als zuverlässig und wahr gelesen, ist als „einwandsfreies Material" gegen den zersetzenden Geist der jüdischen Jugend in der völkischen Presse wortgetreu nachgedruckt worden. Aber um die gerichtliche Verantwortung kommen „Deutsche Zeitung" und Berichterstatter nicht herum. An uns wird es dann liegen, dafür 31t sorgen, daß die Wahrheit marschiert. F r i e d r i ch 'B r 0 d n t tz. Ein berliner versammlungstag. Unsere Versammlungen dienen der Belehrung, die gleich notwendig ist für Juden und Nichtjuden. In musterhafter Weise erfüllten diese Ausgabe drei V e rs a m m l u n g e n, die am 12. April d. I. innerhalb des V erbandes G ro ß-Berl in c r Ortsgruppen veranstaltet wurden. Im überfüllten Saale der Brauerei Friedrichsham forderten Pfarrer Ju.ugklau.s- Pankow und Rabbiner D r. Wehl die Mitglieder der Ortsgruppe N 0 r d 0 st e n und geladene nichtjüdische Gäste auf, für „Religiöse Versöhn it n g" einzutreten. Pfarrer Jungklans schilderte den AnLisemitismus als die Lehre der Unwissenden. Dintersche Talnrudzitate, Ritualmordmärchen und die übrigen immer Wiederkehr enden Behauptungen der Judengegner könnten Beifall nur bei Beuten finden, denen Wesen, Geschichte und Literatur des Judentums unbekannt seien. Gerade vom positiv christlichen Standpunkt aus, den der Redner mit Entschiedenheit vertritt, muß Menschenliebe und Menschenachtung, nicht aber Zwietracht und Volksverhetzung gefordert werden. Die Schilderung des M e s s i a s ge da n ke n s, wie ihn der Prophet Jesaja so he r r l i ch ausgesprochen, machte Rabbiner Dr. Wehl zum Ausgangspunkt seiner Betrachtungen. Der Kamps gegen die Juden sei ein unehrlicher, weil es den Antisemiten nicht darauf ankommt, die Wahrheit festzustellen, sondern neue, wenn auch falsche Argument gegen die verhaßten „Fremdlinge" herauszusuchen. Die deutschen Jud-eu v er laugen keine Sonderrechte, sie wehren sich aber gegen Verallgelneinerrmg und Ungerechtigkeit. Dies gilt auch für die Ostjudeu- 1 frage. Vertiefung des Wissens, Keunenlerneu des Andersgläubigen I werden den inneren Frieden fördern helfen. Mit Worten des Alleinige Anzeigen-Annahme Rudolf Messe, Anzeigen-Annahme für sämtl. Zeitungen Deutschlands und des Auslands Berlin 8W19, Jerusalemer Straße 46 -- 49 / Breslau / Chemnitz / Co ln a. Rh. / Dresden / Düsseldorf / Erfurt ✓ Frankfurt a. M. / Lalle (Saale) Lamburg / Lannover / Leipzig s Magdeburg / Mannheim / München / MUnberg / Stuttgart / Prag / Wien / Budapest / Warschau / Basel ✓ Zürich r Als VERLOBTE empfehlen sicll HEDWIG PLONSKI JOSEF KOSTERLITZ 2. Mai 1923 Berün-Schöneberg Mittweida k Nymohenburger Str.4. (Sachsen). rIDA SCHOENBERGER^ SIGMUND SCHLOSS VERLOBTE i Erlangen Sugenheim (Mittsifr.) Siegfried Strauss Hilde Strauss geb, Servos Vermählte. Lüdinghausen i. W., 17. April 1923. % Mädel Schon wieder gesundes, kräftiges angekommen. Herbert Schüler und Frau Pearlie geb. Glaser. Düsseldorf, Grimmstrasse 43 zurzeit Städtische Krankenanstalten, her von Köln nach Frankfurt fuhr und der zugegen war, als mir in Vohwinkel mein Koffer beschlag. Nahmt wurde, wird gebeten, seine Adresse anzugeben. Leo Rindskopf, Düsseldorf Grunerftratze 17. Habe mich in Kolberg, Kummertflraße 2 als Facöarzt!. Sämlings-11. KloäorMbelten niedergelassen. iÄ. Fernsprecher 229. Dr. W. Jacob i. 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