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Central-Verein-Zeitung · 1923-01-18 · 3 (18.1.1923) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
2 (1923)
Issue
3 (18.1.1923)
Date
1923-01-18
Page
– (sequence 5)
Language
German
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21 Otto Stobbr, Die Juden in Deutschland während des Mittels alters in politischer, sozialer und rechtlicher Beziehung. Anastatischer Neudruck. Philo-Verlag. Berlin. Auf die Frage: Unter welchen sozialen, wirtschaftlichen! und rechtlichen Bedingungen die Juden in Deutschland im Mittelalter lebten, wird man selten eine aufschlußreiche, richtige Antwort erbalten. Manch törichter Angriff würde unterbleiben. wenn bi er größeres Wssen allgemein verbreitet wäre, und auch die Verteidigung rvürde einen wesentlich leichteren Stand haben, wenn die Inden selbst in diesem Punkte besser unterrichtet wären'. Es ist allerdings nicht ganz leicht, sich hier zu unterrichten. Das große Geschichtswerk von Gra-eh läßt fast völlig im Stich. So trefflich es über die innere Geschichte des Judentums informiert/ so sehr versagt es bei diesen Fragen, die ftp-1'* im Vordergrund stehen. Graetz war aus diese Dinge noch nicht eingestellt. Die „Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden -im Mittelalter" von Georg Caro versprach das zu werden, was uns fehlte. Der Tod hak dem trefflichen Manne die Feder aus der Hand genommen, ehe er sein Werk abschließen konnte. So ist es ein Torso geblieben. Das Buch von Georg Liebe. „Das Judentum in der deutschen Vergangenheit", ist bei allem Bemühen zur Objektivität von einer gewissen Tendenz gegen die Zuden nicht fre-izusprechen.. Wer sich einigermaßen unterrichten wollte, mußte deshalb. immer noch zu dem 1866 erstmalig erschienenen Buche Otto StobbeSl greisen. Stobbe war einer der führenden Männer der älteren GeneratirM deutscher Rechtshistoriker, und hat mit echtem deutschen Gelehrtenfleiß das zu seiner Zeit vorliegende Material zu einen: Gesamtbilde vereinigt. In einer Reihe von Kapiteln hat er zahlreiche Einzelsragen, wie die Steuern, der Juden. Geleitsgeld und Zoll, die zivil- und strafrechtlichen Verhältniffe, den Handel und die Geldgeschäfte, die soziale Lage der Juden und ihre Beschränkungen, in religiöser und sozialer Beziehung erörtert. Ein sonder er Abschnitt ist den Judenverfolgungen gewidmet. Ebenso! sind die Verhältnisse einzelner Grotzgemeinden wie Nürnberg. Regensburg, Augsburg. Köln. Frankfurt a. M. besonders zur Darstellung gebracht. Das Buch gilt in der Wissenschaft als klasstsch, d. h. als ein solches/ das nnveraltbar dauernd seinen Wert behält. Seit Stobbes Tagen hat die Einzelsorschung jüdischer und christlicher Gelehrter manches zutage ge-, fördert, durch das sein Bau ergänzt, erweitert, vertieft wurde, der Grundriß seines Gebäudes aber brauchte nicht verändert zu werden. Solange sich nicht jemand die Muße nimmt, mit Zuhilfenahme des gesamten neueren Materials die soziale Geschichte der deutschen Juden im Mittel-/ alter noch einmal zu-schreiben — Caro konnte dies leider nicht zu Ende führen —, wird man immer auf Stobbe Zurückgreifen müssen. Die Darstellung ist so flüssig, daß auch der gebildete Laie sie verstehen kann, und wer tiefer zu dringen wünscht, findet in den beigegebenen Anmerkungen reiches Material. Es ist sehr zu begrüßen, daß das nahezu vergriffene Buch nun wieder unter Mitwirkung des Philv-Derlags herausgebracht wurde. Es sollte in keiner Bücherei jüdischer Kreise fehlen, in denen der Wunsch rege ist, Aufschluß darüber zu erhalten, wie unsere Vorväter gelebt und gelitten haben. Dr. Hans Kalisch. Die . Heizung des Eigenheimes. Von Stadtbaumeister a. D. Dreusch in Potsdam. Die glücklichen Zeiten, in denen die Beheizung aller Räume, selbst einer grösseren Villa oder eines Landhauses, durch eine Zentralheizung für den Besitzer eine Frage von ziemlich untergeordneter Bedeutung war, weil Brennstoff jeder Art in Hülle und Fülle zu billigen Preisen zur Verfügung stand, sind leider vorüber. Heute ist selbst der bestsituierte ßi^enheimbesitzer durch die Zeit Verhältnisse gezwungen, mit dem lür die Beheizung seines Heims erforderlichen Brennmaterial, nicht zuletzt im allgemeinen Interesse der deutschen Volkswirtschalt, so sparsam als nur irgend möglich umzugehen. 2u einer einfachen und guten Lösung des Ileizproblems verhütt neuerlich in erster Linie die sogenannte Narag-Heizung, die von der Nationalen Radiator Gesellschaft m.b.H. nach langjährigen Studien im vorvergangenen Jahre auf den Markt gebracht wurde. Die Narag-Heizung ist eine neuzeitliche Konstruktion der altbewährten Warmwasser-Heizung, die bekanntlich nicht nur von allen namhaften Aerzten und Hygienikern, sondern auch von den ersten Autoritäten auf dem Gebiete des Heizungswesens als die gesündeste und vorteilhafteste Zentralheizung für Wohn räume bezeichnet wird und sich infolge ihrer milden und der Gesundheit zuträglichen Wärme sowie ihrer sonstigen besonderen Vorzüge allgemeiner Beliebtheit erfreut. Während nun bisher-von Küchen uerdhoizungen abgesehen - für derartige Warmwasserheizungen ein besonderer Kesseiraum im Keller erforderlich war, wird der Narag-Kessel, den man in seiner ansprechenden Form als Schmuckstück auch des eleganten Zimmers' bezeichnen kann, in der Etage leibst, und zwar entweder in der Diele oder in einem kleinen Wohnraum, gegebenenfalls auch in der Küche aufgestellt, wodurch seine Bedienung wesentlich vereinfacht wird und die sonst erheblichen Aufwendungen für die Anlage und Ausgestaltung eines Kesselraumes im Keller fortfallen. Dabei löst die Narag-Heizung die Frage einer sparsamen und gesunden Heizung mit nur einer Feuerstelle für mehrere Zimmer - und zwar für drei bis acht Räume je nach Grösse des Zimmer- Ofens — auf eine denkbar vollendete Weise, weil die Bedienung des Z im merkesse is lieh nicht schwieriger gestaltet als bei den gewöhnlichen Dauerbrandöfen, also, wenn erforderlich, durch die Hausfrau selbst erfolgen kann. Neben den Vorteilen der Zeit- und Brennmaterialersparnis hat die Narag-Heizung den weiteren Vorzug, dass sie überall leicht und schnell, auch in bereits bestehenden Wohnungen, nachträglich ohne grosse bauliche Veränderungen aufgestellt werden kann, wobei der Bau besonderer Schornsteine ebensowenig erforderlich ist wie der Anschluss an eine Wasserleitung. Für die Bewohner einer einzelnen Etage hat die Narag- Heizung ausserdem den unter den heutigen Verhältnissen besonders grossen Vorteil, dass ihr Eigentümer vollständig unabhängig von den übrigen Bewohnern ist, seine Heizung also, nach Belieben in Betrieb setzen kann, wenn es seine Gesundheit erfordert, was während der Uebergangszeiten im Herbst und im Frühjahr sowie bei Kälterückschlägen an kalten Sommertagen von grosser Wichtigkeit ist. Der Betrieb einer Narag-Heizung bietet jedenfalls alle Annehmlichkeiten einer grossen Warmwasserheizung, nur ist ihr Brennstoffverbrauch infolge des wesentlich geringeren Wasserinhaltes von Kessel und Heizkörpern bedeutend geringer und die Bedienung erheblich einfacher, was duich die zahlreichen freiwilligen Urteile der nach Tausenden. zählenden Besitzer immer wieder bestätigt wiid. So urteilt beispielsweise der Besitzer einer Villa: „In meiner Villa in Gern liess ich mir eine Narag-ueizung mit einem Narag-Kessel Nr, 2 sowie vierNalional-Radiatoren für fiinfZimmer installieren. Die Anlage ist ajn den Innenwänden montierte ohne lange Rohrleitungen und ohne Isolierung, also verhältnismässig billig. Es ist überraschend, dass dieser kleine Kessel so viel leistet. Ich habe bei geringem Brennstoffverbrauch (täglich durchschnittlich etwa 15 kg) hohe Temperaturen in den Heizkörpern. Obwohl nicht das ganze Haus mit Radiatoren versehen ist, so werden doch auch die Räume im Obergeschoss übeischlagen, was bei sehr kalten Tagen sehr angenehm empfunden wird. Ich erziele einen zufriedenstellenden Dauerbrand ittr die Nacht, so dass morgens nach Reinigen des Rostes und Ausfällen rasch wieder angenehme Wärme erreicht wird. Ich bin mft meiner Narag-Heizung sehr zufrieden und werde sie stets weiter empfehlen als eine den heutigen erschwerten Betriebs- und Anschaffungskosten gut angepasste, hygienische Heizungsai t.u Der Einbau einer Narag-Heizung macht sich trotz der heute nicht unernebüchen Anschaffangskosten jedenfalls schon nach einigen Heizperioden ganz von selbst bezahlt und stellt somit eine glänzende Kapitalsanlage dar, ein bei der heutigen Geldentwertung 'ebenfalls sehr zu beachtender Umstand. Die gesundheitsfördernde Narag-Heizung weist so viele neue und interessante Gesichtspunkte auf, dass es einer ausführlich illustrierten Broschüre bedarf, um den Interessenten über alle ihre besonderen Eigenschaften und Vorzüge erschöpfend zu unterrichten. Verlangen Sie deshalb kostenfreie Zusendung der Narag-Broschiire Nr. 91 von der Nationalen Radiator Gesellschaft m.b.IL, Berlin W66. PESI W: Friedrich m. Täuentzien n. StV- Friedrich44, Leipziger 7I/?2.0.■ Gr. Frankfurter 121. N0-Ländsberaer92. V Chaussee 14. $ Brunen 196. NW- WUsnackeriö. 7urm70. Ch'bg-Känrm, MImersdorferS5/s6N'kölin:Bera29Mermänn56. TJtiofBerliner 12(k. 770631

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