Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 2 (1923)
- Issue
- 3 (18.1.1923)
- Date
- 1923-01-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2277379-2277415-2277418--00441-2279566- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
22 H. E., Eschwege. Sie senden uns ein Heft der „Süddeutschen Monatshefte", in dem es heißt: „Am 1. Februar 19Ll sind von Theodor Fritsch, Lerpzig, 1S00Ü Mark Belohnung ausgesetzt worden für den Nachweis, daß eine der in seinen Schriften wiedergegebenen Stellen aus dem Talmud und Schulchan Äruch nicht sinngetreu übersetzt sei. Dreiviertel Jahre sind seither verflossen, ohne daß jemand auch nur den Versuch des Nachweises gemacht hätte! Damit ist erneut der Beweis gegeben, daß . . ufrv. Wir können Ihnen auf Ihre Anfrage Mitteilen, daß Syndikus Dr. Ludwig Holländer den von Fritsch herausgeforderten Nachweis erbracht hat. Da dieser ihn aber nicht anerkennen wollte, mußte der Klageweg beschritten werden. Dasgerichtliche Verfahren ist zu^eit im Gange. Dr. F. Stuttgart. Ob das „V a h n h o t e I" in Elbingen den antisemitischen Gasthösen zugezählt werden kann? Cs muß ihnen sogar gugezähkt werden: der Besitzer erging sich wiederholt in heftigsten Ausfällen gegen feine jüdischen Gaste. D. M., Brandenburg. Ob es in Braunlage (Harz) antisemitische Hotels gibt? Eine ganze Reihe. Da ist vor allem die „Billa Irmgard", die irr ihren Prospekten kategorisch erklärt: „Juden finden keine Aufnahme". Ferner .,H aus F i ch t e n e cf", das „nur christliche Gäste" hat, ferner „Hans Anna L r e s e", „H aus Weidmannsheil" u. a. Gerade bei Braunläge ist Vorsicht seitens jüdischer Besucher geboten. M. D., Göppingen. Daß Herr Becker aus Geislingen c. -. Steige antisemitische Flugblätter verfaßt und vertreibt, ist uns bekannt. Aber vielleicht interessiert es auch die jüdische Kundschaft der Wäsche fabrtk Becker u. Co., Geislingen. W. E., Areiburg U Bv» Im dortigen Kabarett Casino erntet wie W» uns schreiben ein Komiker mit reinen antisemitischen Vorträgen allabendW» lauten Beifalls und die Direktion ist — trotz Einspruch von jüdischer Seite -» nicht gewillt, das Programm zu ändern. Unter de» Ap^oM vier enden im Publikum aber bemerke» St« zu Ihrer Empörung immer wich« auch Juden. Mr teilen Ihre Empörung — sind aber leider außerstande, oM unseren Glaubensgenossen die heute doppelt nötigen Begriffe von EhrgefWß und Selbstachtung beizubringen. G. B., Butzbach (Oberhessen). Der C. B. ist leider nicht in der LagA Bitten wre die von Ihnen vorgebrachte zu erfüllen. Seine — beschrankten Mittel müssen anderen Zwecken diene«. Vielleicht wenden Sie sich mit MM E^olg an einen Wohltätigkeitsverein. Ober aber Sie ziehen — was M» richtiger dünkt — den Uebergang zu einem praktischen Beruf in Erwägung. Zahlreiche Bücherfreunde. Beim Jahresabschluß des Milo-Verlag«» (Berlin SW. 68, Lindenstraße 13) zeigt es sich, daß eine Anzahl Ortsgruppe und EinZelmitglieder des Central-Bereins dem Verlag nicht unerhebliche Betrüg» für Bücher schulden. Ganz abgesehen davon, daß eine verzögerte Zahlung bm den jetzigen Geldverhältniffen an und für sich schon eine Schädigung bederrtetz und im geschäftlichen Leben unserer Zeit durchaus unüblich ist, muß dringend gebeten werden, die rückständigen Zahlungen unverzüglich zu leisten. W» bitten alle 5)rtsgruppeuvorständr, dafür Sorge tragen zu wollen, das foß|»ft Beträge innerhalb acht Tagen unbedingt einlanfen. E. K. W.» Berlin. Sie wünschen, daß wir gegen den Artikel der jüngst«» „Eisernen Blätter" Stellung nehmen, der sich mit Lujo Brentanos Bortrag üb« Rathenau beschäftigt und dabei nicht umhin kann, Rathenaus BedeutusM hämisch mit nichtssagenden Redensarten herabzusetzen. Ader es hat kein« Sinn, sich mit Leuten so Winzigen Kalibers abzugeben, wie es der pseudonym» Verfasser dieses Geschreibsels ist. Ungleich Urteilsfähigere Wissen längst, daß dl« „tatfrohen völkischen Patrioten" — an deren Befreiung und Wucht bereit» emsig gearbeitet wird — den einzigen Staatsmann großen Formats Meuchelten, den das heutige Deutschland hervorbrachte. Das vornehme, unaufdringliche Parfüm Mjrffckum Parfüm iß ein Mittel des perfonlidien Genußes. Der Herr oder die Dame von Gefchmadc werden ein Parfüm wählen, deffen DM Hein und anregend ist, ohne dap es sich in der Umgebung aufdringlich bemerkbar macht. Von Unkundigen wkd oft, ohne fidi deßen bcwuft m werden, fchiechtes oder aufdringliches Parfüm verwandt, das in Konzerten, im Theater oder m Gesellschaft zur höchsten Betätigung and»»» «ird. — Myftikum Paifum dient dem perfonlidien Genuß. Es umgibt den Träger wie eine zarte, pikante Wette von VfM&mkä Myfhkum Puder wirkt auf der Haut paf?eliartig matt und ganz unauffällig; er ist auf das feinste verarbeitet und enthält keine (dttditcheu Bestandteile. / Myjfckum Tafchenpudcr ist ein fester Puder in Heiner Dofe zum Mitnchinpn in Gefelffchaft, Theater ttfw. / h^Mvrn Talkum Puder hat wohltuenden Einstust auf die Haut nach dem Bade, nach dem Raperen. / Myffikum Seife ist äusterst milde und angenehm. / Der Se^enkörpcr ist ganz neutral und gibt einen weichen, fahnigen Schaum. Das Parfüm ist führ fein, bejonders in feiner Wirkung im Waffe. Mpffekum Haarwafjcr wirkt fehr anregend auf die Kopfhaut Myfftkum Toilettewojfer, fein duftender Zufatz zum Bade- und Wafchwajpr. Parfümerie Scherte / Berlin-New Yor^ Vertretung für Deutsch-Oesterreich, Max Riemer & Co., Wien Himmdipfortgajje 14 * « ÜK.I ★ cSu-gtjj&fiL mm: Münchner „JUGEND" 4 die Hervorragende farbige Zeitschrift für Kunst und Leben, ist die unentbehrtiche Ä Lektüre aller EMtdetm. Merteljahre«preb» A 42vM^emrekneSHeft 80M. Probevummern y kiefern wir gegen Einsendung von MWh 4 Buchhandlungen, PostanstMen und y der^felag nehmen Bestellungen mn £ München. G. Htrch'e Berlas A^.