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Central-Verein-Zeitung · 1922-12-14 · 32 (14.12.1922) · p. Seite 360

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
32 (14.12.1922)
Date
1922-12-14
Page
Seite 360 (sequence 4)
Language
German
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360 ttö tut * vcnti’dt'fefcms Neuorganisation des Verbandes Gro^-Berliner Ortsgruppen. Immer mehr entwickelt sich die Relchshauptstiadt zum Ausgangspunkt der antisemitischen PropagEda. Selbst die Daverischen Nationaksozial'iften versuchen ihre ,,Bewegung" von Berlin aus in Norddeutschlaud auszubreiten. Demgegeuüber ist die Erfassung aller Berliner Juden durch den Central-Verein, ihre Schulung im Abwehrkampf und die stärkste Aktivierung unserer Mitglieder eine bittere und dringende Notwendigkeit. Einem sauatisierten Gegner darf keine gleichgültige, ungeschulte und unerfahrene Iudenheit ge-Mnüberstehen. Nene Satzungen des Verbandes und der Ortsgruppen, Richtlinien für die Arbeit der Verbandsorgane und eine Neueiuteilnng des Grog-Berliner Der wal tungskreises sollen diche Aktivierung vvrbereiten. Allen berechtigten Wünschen, insbesondere denen nach ^Demvkratifieruug der Verwaltung, ift Rechnung getragen worden. In Zukmrft wird die Mitgliederversamnilung der Ortsgruppe den Ortsgruppeuvorstaud rnrd die Delegierten Zum Äerbandsvorstand wie zur Hauptversammlung des Central-Bereins wählen. Der Verbandsvorstaud endlich wählt■ aus seiner Mitte den Verbandsausschuh, das geschäftssührende Organ des Groß-Verliner Verbandes. Koöptionen sind tünftighin in allen Organen ausgeschlossen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder wurde zur Vereinfachung der Verwaltung verringert, ein fester. Stamm zuverlässiger und arbeitsfrerldiger Vertrauensmänner wird den Vorstand in seiner bedeutend erweiterten Arbeit unterstützen. Die Ortsgruppen haben in Zukunft nicht nur Verwaltungsarb'eit zu leisten, sondern auch die, örtliche Ueberwachnng der Presse und die Bekämpfung gegnerischer Angriffe zu organisieren. Deshalb werden in Zukunft nur solche Persönlichkeiten Vorstandsämter bekleiden können, die mit Fähigkeit und Arbeitsfreudigkeit den Witten verbinden, einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer freien Zeit dem Wohle der Gesamtheit zu opfern. Die Neuorganisation des Verbandes Groß-Berliner Ortsgruppen dann nur dann erfolgreich fein, wenn geeignete Persönlichkeiten sich dieser Mühe unterziehen wollen und werden. Die Gefahr ist groß! Tut jeder seine Pflicht, so brauchen wir die Gegner nicht zu fürchten. Graf Hermann Kapserlmg über Juöen und Ju-entum. Im 4. Heft der Zeitschrift „Der Weg zur Vollendung" bespricht Graf Hermann Kahserling Leo Baecks Buch „Das Wesen des Judentums". Er führt dabei folgendes aus: . \ . Die Juden sind zweifelsohne das als Verspiel wichtigste Volk der bisherigen Geschichte. Sie allein haben von der Prophetenzeit ab in ihrer Eigenart durchgehalten; sie allein sind weder ausgestorben noch degeneriert: sie sind das höchstgezüchtete aller Völker in bezug auf Willen und Verstand. Nun, wenn anders es einen Menschheitsfortschritt geben soll, müssen auch andere Völker mit dem vorschnellen Aussterben und Entarten endlich einmal aushören. Unser Planet wird gewiß noch .so manches Jahrtausend bewohnbar bleiben^/ganz neue -Völker., und Kulturen .werden immer schwerer entstehen/ die Ansprüche .an das Geistesniveau "möglicher Führer müssen fortan in steiler Kurve ansteigen. also muß Eugenik in irgendeiner Form wohl. eingreisen. Das bisher größte Beispiel solcher bieten eben-die Juden. Mdn sage nicht, hier handle es sich um ein Ergebnis negativer Züchtung; dieser Anschauung gegenüber hat Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi. der in den besten heutigen Juden die erstem Vorläufer, .der Aristokratie der Zukunft sieht, trotz seiner Unterschätzung des Blutmvments, des Völkischen überhaupt und trotz des Radikalismus seiner 'Gesinnung,, die eben deshalb den Tatsachen als Verkörverungsmittefl des Sinnes nicht genügend Rechnung trägt, das Recht für sich. Die Indem mögen noch so rmshmpathisch sein, noch so viele unausrottbare Fehler und "Schwächen haben, sie sind in ihrer Art höher gezüchtet als die eigentlichi europäischen Völker. Also müssen wir uns, anstatt billigüber sie zm schimpfen, an ihnen ein Beispiel nehmen. Wir sollen gewiß nicht Indem werden wollen, aber wir dürfen uns -auch nicht bei unserer Untevlegenheitj bescheiden, wir sollen zumindest ebenso lebens- und geislesstark werden wie sie und unser Streben darauf richten, ihnen in allen Hinsichten überlegeM zu werden. . . . Die ganze Eugenik der Indenist, von der inöglichen Ursprünge lichen Tugend .des Blutes abgesehen, geistiger Art gewesen, und das ist esh was sie für uns vorbildlich' macht. Die Juden haben 'den avenzenlos ungünstige ld Lebensbedingungen-, dem furchtbaren Druck, dem sie als Mehr- Zahl beinahe ihre ganze Geschichte entlang ausgesetzt waren, widerstanden',' weil ihre Religion eine Einstellung verlangte und durchsetzte, die das Sichselbst-trerl-Bleibcn und Durchhalten trotz allem zum a priori ihres Volkstums machte. Dieses Problem hat Baeck mit g-roßev Schärfe. Tiefe und Klarheit behandelt, und soweit es historisch und pshchologisch ist. Wohl! auch gelöst. Jehovah hatte Israel auserwählt, damit es seinen Willem tue. in der Auserwühltheit lag also vor allem Verpflichtung und implicite mehr mögliche Strafe als Lohn. Deshalb klafft grundsätzlich kein Widerspruch Zivi scheu jener und 'seinem steten Versagen: das Unbedingte des göttlichen Millens tritt vielmehr gerade in der unaufhörlichen Gegensätzlichkeit im nie gelösten Spannungsverhältnis zur menschlichen Sündhaftigkeit. am plastischsten in die Erscheinung. Der steten Gespanntheit nun, welche.sein Glaube von ihm verlangte, verdankt das Judentnm an! erster Stelle seine Lebenskraft und -intensität. Deshalb ist es auch nicht! richtig, wie liberalisierende protestantische Theologen so gern behaupten,» daß durch das Neue Testament das Alte überflüssig geworden sei: diesess bleiblt die Urkunde ethischer Religion: das Alte Testament ist insofern diel Wurzel jenes Westländertums, das sich zur Ausgabe setzt, das Himmelreich auf Erden zu verwirklichen, welche nicht erst aus ein christliches, sondern! schon ein jüdisches Postulat Zurückgeht. Die Bibel.hat gerade wegen des Alten Testaments von allen Büchern die größte irdische Wirkung ausgelöst^ weil dessen Sinn reines Ethos-ist. und in seiner monumentalen und ungeheuren Einseitigkeit desto fremdartiger wirkt. - Als Sauerteig betrachtet, find die Juden Zweifelsohne das anserwählteste-aller Völker der Erde. Ist Pebeco durch Zahnpulver zu ersetzen? Nein! Denn ein Zahnpulver vermag nur, d!e Zähne mechanisch ru reinigen, wahrend die Zahnpasta PE5ECO au&erdem noch den Ansatz von Zahnstein und die Bildung von Säuren Im Munde verhindert, und so dem Verfall der Zähne vorbeugt. Man halte deshalb am Gebrauch der Zahnpasta PEBECO fest und lasse sich nickt dazu verleiten, Zahnpulver zu nehmen, das zwar billiger zu sein scheint, im Gebrauch jedoch teurer als PEBECO ist. Deshalb: Hali' Zähne und Mund mit PEBECO gesund! lajzchzshxjier -cjjZgL- Leinen, Wäsche, Ausstattungen von der einfachsten Art bis zur vornehmsten Prunkausführuns Waschstoffe jeder Art für Kleider,Blusen, Röcke,Morgenröcke,Kinderkleider, Schürzen usw. Bitte Probensendung Nr. 7S mit Angabe des Zweckes zu verlangen Die Preisliste Nr. 72 K (mit zahlreichen Abbildungen) wird auf Wunsch zugesandt GrifitkS f^orLctstrhaa* uncL Mascha

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