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Central-Verein-Zeitung · 1922-11-09 · 27 (9.11.1922) · p. Seite 316

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
27 (9.11.1922)
Date
1922-11-09
Page
Seite 316 (sequence 4)
Language
German
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316 erhoben Iiatt-e, Jnbem er ihn als V e r b v c cfj e v b o n b e beiei ebnete-. Der Angeklagte lieferte freilich nrll seiner Person einen drastischen Beweis s ü x b i ß W a h r h e i t dieser B e z e i ch n u n a. Als Vertreter der als Nebenkläger zngelassenen beleidigten und bedrohten Herren G. führte Rechtsanwalt Foerdcr ans. wie gerade solche Elemente wie der Angeklagte. den Selbstschutz diskreditiert hätten, obwohl aerade sie am lautesten sich als Verfechter -des Deutschtums beschneien und nur aus purem Idc-alismus zu handeln vorgÄ>en. Der Angeklagll erwiderte hieraus, daß er nur als Opfer einer u n a l n n b I i d) c n a n t i - s e m i t i s ch e n H e tz c zu bezeichnen wäre, die i m Selb st s ch u h d a u c r u d z it H a u s e g e w e s e n sei. Heute würde er sich sicherlich anders verhalten. Das Urteil lautete aus eine Eesarntstw.se von drei M v n a t e n d r e i W v ch e n G e s ä n a n i s. Dringende Sitte an unsere Mitglieder in Grosz-Berlin. Wir lassen die restlicher! Jahresbeiträge jetzt durch Kassenboten einziehen, wobei wir häufig die Erfahrung machen, d a ß i n A b lo e s e n h eit n n s e r e r Ne i t - g l i e d e r deren I rauen die Z a h l n n g verweigern, „da sie von nichts wüßten". Wir bitten deshalb, zur Vermeidung kostspieliger Botengänge und Fahrten, den betreffenden Betrag bereitstellen zu wollen. Kttuppel-Kunze und die „C. B.-Zeitnng". Wir haben in Nr. 22 eine Zuschrift des Herrn Julius -Llomskh veröffentlicht, der — wie auch wir es wiederholt taten — dafür eintritt, daß unsere begüterten Glaubensgenossen überhebliches Zurschautragen ihres Reichtums vermeiden mögen. Knüppel-Kunze greift diese vernünftige Ermahnung in seinem Schmühblättchen — das übrigens genau so ,an der Schwindsucht leibet, wie das politische Prestige dieses Bauernfängers — nun aus und verdreht sie so, als bedeute solche Zurückhaltung eine Täuschung und Irreführung des „vorn Juden ausgewucherten" deutschen Arbeiters. Dasz Knüppel-Kunze nicht schreiben kann, beweist er mit jedem seiner Artikel. Nun zeigt sich, daß -er auch nicht lesen kann. Schulmrsklärung über die Iudenfrage. Das Thüringische Ministerium erlieg an die Lehrer und Schüler eine Erklärung zur Judensrage. in welcher gesagt wird, die G e gner der I u d e n IV ä 11 c n n i ch t 8 Greifbares geg e n d i e I u b e n v o r z u b r i n.g e n und rühren nur trübe Instinkte auf. Der R a s s e b c g r i f s k ö n n e f ü r den Staat nicht gelten, Rasse sei Privatsache. Die Juden hätten den deutschen Nationalreichtunr vermehrt. Die Jugend wird ausgesordert, in ihrer Mitte nicht „jene feigen und schmutzigen antisemitischen Personen" zu dulden, die gerade bei den schlechtesten Elementen eine Rolle spielen. - David Weinbaum gestorben. Am 12. Oktober starb der bekannte Herausgeberdes Israeli tischen Wochenblattes Tür. die Schweiz. David Weinb-äum. Der Verstorbene genoß unter der Schweizer Juden heit großes Ansehen. _ ._ •_' « tt ilUH „Iüüisthe Husaren." , Der preußische Staatsminister v. Wöllner, dessen merkwürdiger Entwicklungsgang vom kleinen Landpastor bis zum einflußreichen Minister Friedrich- Wilhelm II. genügend bekannt ist, hat seinerzeit dem Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen eine - hkeihe von Reformvorschlägen gemacht, die eine Verbesserung der Zustände des Landes bewirken sollten.. U. a. hatte Wöllner sich hierbei über die Stellung des preußischen Adels ausgesprochen und, den Standpunkt vertreten, daß die weitläufigen Rittergüter der Adeligen, für die. Bevölkerung des Landes schädlich seren. Im Anschlnß daran untersuchte Wöllner unter der Ueberschrift: „Außerordentliche Mittel der Bevölkerung", was der Staat tun kann, um die Bevölkerung zu vermehren, und er tarn bei dieser Gelegenheit auch auf die Inden zu sprechen. Man mag über Wöllner denken wie man will, was er über die Heranziehung der Juden zum Heeresdienst und die Bildung jüdischer: Husarenregimenter sagt, ist so originell, daß man esder Vergangenheit entreißen sollte. Wöllner sagt nämlich: „Die Juden ine Lande müssen, wo nicht naturalisiert. doch wenigstens zu Soldat c u gebraucht werden. E s i st w i r stich s ch n de . d a ß dies e N a t i o n i ni S t a a t c n ä ch t bei s -c r g c n u 1z e t w i r d , a l s leid e x g e schie h t. In den sämtlichen königlichen Ländern, Westprenßen ansgenoinmen. sind 1600 Judenfamilien. ivelche an Judensleuern und anderen Abgaben- 56 Olw Taler -bezahlen. Was will dieses aber sagen gegen den großen Vorteil, den sie dem Lande leisten könnten, wenn sie zu Kriegsdiensten gebraucht würden. E s i st kein ft o 1 k r e s G c s ch ö p s et n s beut Erdboden a l sc i n I u d c. Der Soldatenstand würde die Nation -ans der Verachtung reißen, darin sie jetzt lebt, und dasjenige Land würden die Inden bis zum. Enthttstesnnts liebgewinnen, in welchem man sie so hoch ehrete. Inden alten Zellenhaben die Juden in den asiatischen Kriegen der Römer . als Hilfstruppen sehr oft an der Seite der römischen Legionen gesockten, ivelche sich solches niemals zur Schande rechneten-. Basnnge sagt in seiner „Histoire Oes Juit's", daß die Inden im Jahre ll618 Peag, wider die Schwedenverteidigen halfen und in der Belagerung von Ofen 1686 wider die Türken fochten. Vor zwei Jahren, in den: jetzt beendigten Kriege zwischen den Holländern* und Engländern diente eine große Anzahl Amsterdamer Inden als Freiwillige ans der holländischen Flotte, wozu sie der Oberrabbiner förmlich ein segnete. In der preußischen Armee konnte ihnen kein besserer Platz angewiesen werden, als wennman sie zu Husaren machte. Hiev würden sie' vortressliche Dienste tun. Ihr mvrgenländisches. hitziges Temperament würde sie in Attacken wütend machen, ihre Schlauigkeit '***|*9»»w wwv %vv* (Erkrankungen der Atmungsorgane.) Ohne Lust kern Leben! Wenn, die Atmungsorgane ihre Tätigkeit einstellen und der Lunge keinen Sauerstoff zur Weitervermittlimg mehr zuführen, ist es aus mit dem Leben. Sind die Atmungsorgane erkrankt, so können sie natürlich nicht intensiv genug arbeiten, und der ganze Körper leidet darunter. Nun leiden viele Menschen schon jahrelang an solchen Krankheiten, ohne es zu wissen. Sie kennen wohl die Namen, wie Bronchialkatarrh, Lrmgenspitzenkatarrh, Luftröhren katarrh,5kehlkopf-, Nasen-, Rachenkatarrh, Schnupfen, Erkältungen, Asthma usw., wissen aber nicht, woran man diese sich so furchtbar rächenden Krankheiten erkennt. Wir wollen Sie aufklären und sragen Sie deshalb: 1. .Haben Sie oft Husten? 2. Fühlen Sie oft Trockenheit im Halse? 3. Sind Sie oft heiser? 4. Sind Sie oft erkältet? 5. Sind Ihre Luftröhren oft verschleimt? 6. Besonders des Morgens? 7. Ist Ihre Nase oft verstopft? .8« Haben Sie Beschwerden beim Atmen? 9. Besonders beim Treppensteigen? 1V. Ist die Naseufchleimabsonderüng oft stark? 11. Müsse» Sie zeitweise anhaltend niesen? 18. Hören Sie zeitweise schwer? Beantworten Sie sich diese Fragen selbst! Es find dieses alles Anzeichen von vorhandenen Entzündungen der Schleimhaut (Katarrhe), und diese sind gefährlicher, als man allgemein annimmt. Im Interesse der Allgemeinheit senden wir kostenlos eine belehrende Schrift über dieSelbstbehandlungder Schleimhäute mit dem Wiesbadener Doppel- Inhalator an jedermann. Man schreibe sofort, denn jeder Tag bedeutet eine Gefahr und Qual, oder bestelle gleich einen //Wiesbadener Doppel- Jnhalator". Der Apparat ist eine neue Erfindung/ welche von ersteü Spezialärzten als hervorragend gut befunden wurde. Auf kaltem Wege überführt er medikamentöse Flüssigkeit in einen gasartigen Zustand. Dieser gasartige Medizinnebel wird genau wie Luft eingeatmet und vermag bis in die verstecktesten Teile der Atmungsorgans und Lungen zu dringen. Die Wirkung ist verblüffend. Deshalb verordnen ihn Speziaiärzte, Lrmgerrheilfiattett usw. Ter Preis ist so gestellt, daß ihn jeder kaufen kann. Er kostet, sofort gebrauchsfertig für Mund und Nase, mitJnhalationsflüssigWt (Eukalyptus- Präparat oder Spezial-Asthmapräparat) mit Extra-Doppelgummigebläse 1062 M. In eleganter Reiseausführung u. verschließbarem Etui 1392 M. Portormd zollsrei innerhalb Deutschlands. Für sichere Ankunft wird 3 garantiert. Keine weiteren Unkosten. Zirka 2000 Tlnerkennrtttgcn von Acrzten und Patienten erhielt-n wir in einem halben Jahre. Ein noch nie dagewesen.er Erfolg! Nachstehend nur einige: Hals-und Kehlkopsleiden geheilt. Cngers ct. DHjeiii, den 13.4.19 Seit zwei Jahren benutze ich den Wiesbadener Doppel- Jubalatcr gegen inein Hais- und Kehlkopfleiden. Der Inhalator hat mir solche Dier^ste geleistet wie kein einziges Med!kameirt, selbst von Svezialärzten nicht. Erst war mein Arzt mit der Anwendung des Apparates rlicht'einverstanden,, ich kaufte ihn tlvtzdem, und nach einiger Zeit war'der Llrzt scwst erstaunt über den Erfolg und eulpfiehlt ihn seitdem jenie» Kranken. Ich bin wieder gesund. Johann Kneuper, Glasermeister. 13 jähriges Asthma geheilt. Berg.-Gladbach, den 19. 9. 2!. Seit 13 Jahren litt ich an schwerem Asthma. Nach Gebrauch Ihres Doppel-Inhalators bin ich wieder vollständig gesund. Heinr. Keller fr. Nasen- und Rachenkatarrh geheilt. * Berlin, den 8. April 1921, Nene Hochstraße 10. Teile Ihnen höflich st mit, daß ich mit Ihrem Inhalator sehr zufrieden bin; mein jahre- ' langer Nasenrmd Rachenkatarnh ist geheilt und bin darüber so glücklich und möchte gar nichl mehr ohne den Inhalator fein. Agnes Tschmnpke. 8 jähriger Bronchialkaianh geheilt. Meerane i. Sa.. 5.111-. 21. Teile Jchneu hierdurch mit. daß der Inhalator nr der kurpn .geit da ich ilm besitze, großartige Dienste geleistet hat. Leide schon seit 8 Jahren än Bronchialkatarrh, ttnd jetzt, nach 12 tägigem Gebrauch, fühle ich mich wieder als Merlsch. Emil Barth. Von Stirtthöhlenkatarrh vollständig befreit. Bergkamen. 13.4. 22. Nach 14 tägigem Gebrauch Ihres Apparates bin ich vort meinclic Stirnhöhlenkatarrh befreit.-^ . K. Kitz g. Von qualvollem Husten befreit. Mannheim-Neckarau, den 15. 8. 20, Adlerstr. 16. Hiermit übermittle ich Ihnen bcu Dank meiner Frau für die Wirwrrg Ihres Doppel-Inhalators. Sie nt von ihrem qualvollen Husten ganz befreit. Jos. Strohmaier, Schuhmacher. Bei Grippe. Stuttgarl-Berg. den 15.11.18. Ungefähr vor 3 Wochen bekam ich die spanische Grippe, aber in 2 bis 3 Tagen war .sie schon wieder vorbei. Das habe ich deniDoppel-Inhalator zu verdanken. ' Friedrich Schlipp Pojtstr. 38. Zviähriger Nasen- und Rachenkatarrh geheilt. , . . Hamburg. Hufnerstr. 28. 9. 4. 22. Vor vier Wochen habe ich Ihre:! Doppel-Inhalator bekommen, er ist ein Wunder für die Menschheit; ich bin bald von Nasen-und Rachenkatarrh geheilt. Stephan Muttfchewllscy. vsppeL- Inhalator Vorsicht! Es gibt minderwertige a ch a h in ungen! Achten Sie deshalb genau auf rinsere Firma, um auch den wirklich echten, vieltaufendfach bewährten „Wiesbadener Doppel-Inhalator mit dem Doppelzerstäuber" zrr erhalten. Deutsches Neichs-Patent. Auslanospatente. — Natürliches Wiesbadener Kochbrunnen-QueUsalz zum Gurgeln, Inhalieren und für Trinkkuren (unter strengster Aufsicht der Stadt Wiesbaden und der Städtischerr Knrdirektion geworrnen) ist zum Preise von 54 Mark das Glas ebenfalls von uns zu beziehen. Alleinige Fabrikanten: Wiesbadener Jnhalatoren-Gesellschaft, Wiesbaden 2, Nyeinsteatze Nr. 64. Versand nach allen Erdteilen. Bestellungen werden möglichst noch am Eingangstag erledigt.

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