Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 22 (5.10.1922)
- Date
- 1922-10-05
- Page
- Seite 278 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Hakenkreuze cmmalen und -hetzerische Versammlungen abhalten, dann soll der E.-V. da sein, den man mit einem Almosen abfand. Andererseits halte ich es mul) für notwendig, das; die einzelnen Ortsgruppen des C.-V. öfter Versammlungen abhalten und ihre Mitglieder über die brennenden Tagesfrageu orientieren. Mit hoch ach tmlgs voller Begrüßung He in r i ch Stern, Kissingen. Runze unö öie Arbeiterschaft. S e h r g e e h r t e S ch r i f t l e i t u n g! So sehr ich den ersten Teil des Leitartikels, gezeichnet A. Sch., in Nr. 18 Ihrer Zeitschrift vollinhaltlich unterstreichen möchte, so sehr will ich dagegen Stellung nehmen, daß e i n e b e ft i m m t e linksst c h e n d e P a r t e i mit Machinationen eines Kunze zu tun haben soll. Ich habe in allen Versammlungen immer wieder erklärt, daß Kunze augenblicklich versucht, durch Ä nl eh int n $ an das ko mm u n istische Progra m m die Massen zu sich herüberzuziehen. Ich habe auch auf die Gefahr hingewiesen, die darin liegt, wenn es ihm gelingen sollte, das fertigzubringen. Wenn auch zugegeben werden muß, daß einzelne Indifferente und grauen sich haben durch K u n z e betören lassen, so hat doch der letzte Betriebsrütekongreß am 8. September in der „Neuen Welt" in der Hasenheide, der von Gewerkschaftlern aller Richtungen besucht war, in aller Schärfe die M a ch i n a t i o n e n eines Kunze a b g e - lehn t. Der allergrößte Teil der Kommunisten lehnt eine „entento .cordiale" mit Kunze ab. Für einige Uebergriffe ist die Partei als solche nicht verantwortlich. Ich mutz aber and) immer wieder darauf Hinweisen, daß es jetzt und in der uns noch bevorstehenden schweren Zeit Pflicht und Aufgabe des C.-V. ist, in seinem vortrefflichen Bundesorgan auf gewisse protzige Glaubensgenossen h,in-zuwirken. daß sie aufs a l lenden P ü tz b e i s e i t e l a s s e n und den Arbeitern nicht zeigen, wie reich sie sind und wie arm die große Masse der Bevölkerung ist, Christen wie Juden. Im übrigen wird sicher die organisierte Arbeiterschaft -im Kamps gegen den alles verblödenden Antisemitismus nicht n-achlassen. ' < I u lins S l o m s k y, Berlin N 65, Transvaalstr. 20. H<-, München. Sie senden uns -den „Bahrrischen Kurier" vorn 26. September -mit einem Bericht über den Beginn des Okto-bersestes. zu dem an den ersten zwei Tagen allein 3 0 0 0 0 0 P erson e n v o n «a u s - w ä r-t s. in München eintrafen. Das -anti bähe rischer Gesinnung .gewiß nicht verdächtige Organ des Herrn, Dr. Heim gibt dann folgende Schilderung dieser wahrhaft völkischen Veranstaltung'. Tie Anfführnng des Ottvberfeslpublikurus war — leider mutz das festgestellt werden — am Sonntag eine geradezu skandalös e. Besoffene Männlein und Weiblein' torkelten gröhlend und schreiend zu Hunderten umher und entleerten den Inhalt ihrer überfüllten Mägen vor aller Oesfentlichkeit. Die Nimmersatten. ekelerregenden Gestalten meinten auch am Bahnhof noch ihre Zechgelage fortsetzen zu müssen und warfen mit Maszkrügen umher, zertrümmerten Fensterscheiben, stiegen auf die Dächer der Eisenbahnwagen, kurz, verrichteten leben nur denkbaren Unfug. Man sollte es k <a n m s ü r ul öglich halten, d a tz e s Ä e i de n h e u t i g e n Zeit e n . da Ta u send e u n d a b e r T a. u s ende nicht in e h r w i s s e n . w i e f 1 c n n r d ns Brot für i b r e K i n d e r 'b e s ch a f s e n so l l e n , noch S ch a re n von Al e n s ch e n. gibt, die so s ch a in los. v i e h i s ch u n d zügellos öffentliches A e x g e r n i s e r r e g e n. . - Wir freuen uns, mit dem „Baperischen Kurier" ausnahmsweise einer Meinung zu sein. O. N., Grunewald. Wir stimmen ganz mit Ihnen überein: Es ist bedauerlich und fast unbegreiflich. daß selbst vermögende Mitglieder des Gentral-Vereins jetzt, im Oktober, ihren Jahresbeitrag pro 1$22 noch nicht entrichtet haben — und dies angesichts der rapiden Geldentwertring. Was tun? Bücherfreund. Sie irren: Ter Philo-Verlag (Lindenstratze 13, III) beschränkt sich durchaus nicht aus jüdische Literatur. Ec besorgt Ihnen jedes Buch prompt und zu Originalpreisen. Es wäre sehr wünschenswert, wenn Sie und alte unsere Freunde ihren Bücherbedarf durch seine Vermittlung decken wollten. I. K., Hamburg. Die Stelle ans den „Grübeleien" Gustav Frentzens lautet: „Das römische Volk hatte von der Gottnatur die besondere Gäbe, den Staat zu bilden, das griechische, die Kunst zu bilden, das indische, die Religion zu bilden. 'Alle drei sind noch heute unsere Lehrmeister, und wohl mit Recht. Welche Aufgabe mag das deutsche Volk haben? allen dreien den Menschen zu bilden?" vkmscmk Ml.i.»<0'k Siegfried Tobias Aktiengefellschafi Import Saus palalium «LA» Köln Titusstwße Herbst 15-20-22. Export Winter in billigen, miiileren und erstklassigen Qualiiaienpaleiois, Wer, Raglans u. Rausche. Vertretung an allen größeren Plätzen! Musterverfand unmöglich 9999999999999999999999999999999999999999999999999^ 00482300000001000201535353485323480053