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Central-Verein-Zeitung · 1922-10-05 · 22 (5.10.1922) · p. Seite 277

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
22 (5.10.1922)
Date
1922-10-05
Page
Seite 277 (sequence 5)
Language
German
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277 r Die Exi'sten-znwglichkeit als Handwerker, fowohl als Gehilfe wie «ls selbständiger Meister, ist gut. Darüber sind nicht viele Worte zu verlieren. Anders dagegenverhält es sich bei der Landwirtschaft und Gärtnerei. Ein jüdischer Bauernstand fehlt bisher in Deutschland vollkommen. Ein christlicher Bauer oder Gärtner stellt nur höchst ungern einen jüdischen Arbeiter oder Verwalter ein. Verfolgt man die betreffenden Inserate in den Fachzeitungen, so wird zumeist ein Bewerber mit „nationaler Gesinnung" verlangt. Hier nun muß es unsere Ausgabe sein, helfend einzugreifen und den jungen Leuten, die.aus gesundem jüdischen Geiste heraus „umfatteln", die Möglichkeit zu geben, sich auch im landwirtschaftlichen Berufe eine Existenz zu schaffen. Der Weg hierzu ist recht einfach und erfordert keinerlei Almosen, nur etwas guten Willen. Die Landgemeinden oder deren Mitglieder, besonders in Bayern, Hessen und der Pfalz, besitzen vielfach Ackerland, das sie in den wenigsten Fällen selbst bebauen, sondern zumeist an christliche Bauern verpachtet haben. Diese 'Ländereien wären den Jugendorganisationen, die viele „Ilmschichtler" in ihren Reihen haben, zu überlassen, die sie entweder ankausen und dann von sich aus verpachten, -oder den Besitzern Reflektanten zwecks Verpachtung Nachweisen. Auf diese einfache Arb wäre es ein leichtes, vielen jungen Leuten eine Existenz zu verschaffen, zum Wöhle des Judentums und zum Wöhle Deutschlands. Aga. o«t «Ke Ein beherzigenswertes Schreiben. Vereheliche S ch r i f t l e i t u n g! Ich halte mich direkt für verpflichtet, Ihnen mit gleicher Post wiederum eine separate Spende zngehen zu lassen, da ich^aus den geistvollen Abhandlungen in der C.-B.-Zeitnng eine Menge ^toff finde für den Abwehrkampf. Ich bin fast jede Woche geschäftlich unterwegs und habe Gelegenheit, oftmals versteckte Angriffe gegen das Judentum mit anznhören. Sofort griff ich natürlich in die Debatte ein, und durch sachliche Behandlung irnd Aufklärung hatte ich immer die Zuhörer auf meiner Seite. ' Hierbei möchte ich bemerken, daß ich selten einen tapferen Angreifer gefunden habe. Meistens sind es Leute, die aus Hetzschriften oder Hetzversanunlnngen ihre Weisheit geholt haben. Um so mehr bedauere ich, daß namentlich die Mitglieder in der Provinz zu sehr auf i h r e m G e l d b e u t e l sitze n. Es gibt dort noch Jahresbetrüge von 50 oder 100 Mark, trotz der enormen Geldentwertung. Wenn aber die Judenfeinde Zettel ankleben. /mi4- WiW'! Elfriede Schauer Dr. jur. Leopold Wetstein Verlobte. Goethestr. 143 Breslau Goethestr. 78. Empfang findet nicht statt. ' - - Berliner Grotzkanfrnarrn sucht Betätigung in Vertrauensstellung oder als Vertreter gegen Provision. Beste Referenzen und Kaution vorhanden. 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