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Central-Verein-Zeitung · 1922-10-05 · 22 (5.10.1922) · p. Seite 279

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
22 (5.10.1922)
Date
1922-10-05
Page
Seite 279 (sequence 7)
Language
German
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279 Vereinsnachrichten. Mitteilungen -es Zentralvervandes jüdischer Handwerker Deutschlands (Sitz Berlin). Geschäftsstelle: W. Marcus, Vorsitzender, Berlm-Neukolln, Bürknerstraße 4. (Beriete und Ankündigurlgeu der dem Verbände angeschloffenen Vereine sind an die Pressestelle: Max Silberberg, Berlin 0. 2, An der Spandauer Brücke 6, zu senden.) Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens, e. V., Berlin. Louis Wolff, Vorsitzender, Große Frankfurter Straße 80/81. In der letzten Mitgliederversammlung ist beschlossen worden, eine eigene Liste für die im November d. I. stattfindendo Reprä s e n - taute uw ahl der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aufzuftellen. Zu Spitzenkandidaten sind die Herren Wilhelm Marcus und Louis Wolff einstimmig in Vorschlag gebracht worden. Die zur Vorbereitung der Wahl benötigten Beträge sollen aus privaten Mitteln der Mitglieder aufgebracht werben. Bisher sind ca. 20 000 Mark gezeichnet worden. Dieser Betrag reicht aber nicht annähernd aus. Wir Litten deshalb alle diejenigen, die noch nicht gezeichnet haben, ihre Beiträge zum Wahlfonds an den Rendanten Herrn Richard Simon, An der Spandauer Brücke 12, oder mittels Ueberweisung durch unser Postscheckkonto Nr. 115 057 einzuzahlen. Verein selbständiger rüdischer Handwerker, e. B., Breslau. 1. Vorsitzender: I. Grünpeter; 1. Kassierer: Moritz Prinz; 1. Schriftführer: Leop. Frankel. Geschäftsstelle: Gr äb scheuer Straße 4 (Frankel). Die Monatsversammlung am 25. September war sehr gut besucht. Der Hauptpunkt: „Neue Propaganda" löste eine lebhafte Debatte aus. Hierauf wurden interne Angelegenheiten behandelt, u. a. Lehrlingsheim und Unterstützung der ärmeren Lehrlinge. In dankenswerter Weise nahm sich unsere Frauengruppe dieser Sache an. Ein Kollege trat sehr warm für den C. V. ein und erntete dadurch Dank, daß eine reichliche Anzahl Beitrittserklärungen für den C. V. abgegeben wurden. Der jüdische Arbeitsnachweis der Arbeitsgemeinschaft der Berliner Logen, des jüdischen Arbeitsamtes, des jüdischen Frauenbundes und des jüdischen Handwerkerbundes, Monbijouplatz 10, sucht für handwerkliche Lehrlinge nach auswärts mit frei Kost und Logis folgende Stellen: Elektrotechniker, Feinmechaniker, Mechaniker, Kürschner, Sattler oder Schuhmacher, Schäftemacher, Schneider für Maß und Konfektion. Gesuchte Stellen für Berlin in folgenden Berufen: Feinmechaniker, Elektrotechniker, Maschinenbauer, Schlaffer, Goldschmiede, Schneider, Kürschner, Gerber, Sattler, Schäftemacher, Schlächter, Bäcker. Dagegen haben wir reichlich Stellen nach auswärts für Buchdrucker, Glaser, Tischler, Schmiede; in Berlin für Eisenbahnschlosser, Kunstbauschloffer, Klempner, Zahntechniker, Holzdrechsler oder Schirmmacher, Graveure, Tischler, Glaser, Mützenmacher. Alle jüdischen Arbeitgeber und jüdischen Lehrlinge melden ihre freien Stellen und ihre gewünschten Stellen dem Arbeitsnachweis, Monbijouplatz 10, wo sie so schnell wie möglich das Paffende nachgewiesen erhalten. Oesthäftliche Mitteilungen. Senchenbekämbsuns als Wohlfahrtsaufgabe der Industrie. Dr. Kurt Huldschinsky vom Oskar-Helene-Heim, Berlin-Dahlem (Krüppelheim), stellt in einer neuen Schrift: „Die Ultraviolett-Therapie der Rachitis" (erschienen im Sollux-Verlag, Hanau, Postfach 500, Preis 2,50 Mark) die Forderung auf, „daß alle Kinder zum Schutz gegen Rachitis im ersten Lebensjahr bestrahlt werden sollten. Geschieht das, so haben wir Aussicht, die Rachitis als Volksseuche überhaupt auszurotten". Huldschinsl'ys Forderung entstand im Anschluß an seine in den letzten Jahren in Professor Biesalskis Oskar-Helene-Heim, Berlrn-Dahlem, mit der Ultraviolettstrahlung durch die Quecksilberquarzlampe System Hanau (künstliche Höhensonne) angestellten und von mehreren Universitäten bestätigten Untersuchungen. Diese haben an etwa 200 Kindern gezeigt, daß die Ultraviolettbehandlung den bisherigen Behandlungsmethoden dev Rachitis weit überlegen ist. Die Heilung tritt mit absoluter Regelmäßigkeit ein, und alle Nebenerscheinungen der Rachitis, vor allem die gefürchteten Stimmritzenkrämpfe, schwinden prompt. Die sonst häufigen Lungenentzündungen! der Rachitiker wurden nach einem Monat Bestrahlung nie mehr angetroffen. Die orthopädische Behandlung der rachitischen Verkrümmung wird durch die Destrahlungsbehandlung wesentlich erleichtert. Die Kinder der Wohlhabenden wie der Minderbemitelten sind durch Rachitis gleichermaßen bedroht. Es ist aber möglich, mit nur einem Bestrahlungsapparat im Monat etwa 192 Kinder gleichzeitig zu versorgen, es können im Jahre also weit über 1000 rachitische Kinder mit nur einer Lampe geheilt werden. Der Sollux-Verlag, Hanau, Post-, fach 500, liefert Interessenten als Unterlage für Verhandlungen ein „Rachitismerkblatt für Mütter und Pflegerinnen" auf Wunsch kostenlos. Für die Schriftleitung verantwortlich: Dr. Ludwig H o l l 8 n d c x , Berlin SW 68. Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn frankierter Umschlag/ beiliegt. ' Verantwortlich für den Anzeigenteil: Max Iunge, Berlin-Friedenau. Druck von RudolfMosse. Trauerkieidung jeder Art in grösster Auswahl und bester Ausführung — Trauerhüte und Schleier Auswahlsendung bereitwilligst sofort! Trauermasazin des Westens W 62 Kleiststrasse 23 RUBENS & Co. Fernruf: Kurfürst 6818 &as führende 'MMU* €§esr &cc«w»§re6aeCe* Qcxntgp&rig Bahnhofsir 22 -2*t. '4 Fernruf TYP bff Durch Einkouf der Rohwaren zur günstig*, tften Z&U-, ist mein Grundsatz gesichert: ■ Nie&riq&PmeMsefmt*’ tunfnwerMätfc &eg&u*4*rei*!■ KUJttW - OOfl 1 P ÜÄ5 et®** Wenden Sie sich an die untenstehende Adresse um die Segellisten und Schiffspläne der » George Washington«, »America« und anderer Dampfer der United States Lines zu erhalten. Die Einrichtungen dieser amerikanischen Regierungsdampfer sind von gediegenstem amerikanischen .Geschmack. Die Zimmer, einzeln oder zusammenhängend, sind rein, gut ventiliert und bequem eingerichtet. Die Küche ist vorzüglich von ersten Chefs bereitet und sehr abwechslungsreich. Reisende auf diesen Schiffen werden höfliche, aufmerksame Bedienung und Bequemlichkeit finden, wie sie nur in ersten Hotels geboten werden. Amerikanische Offiziere und Mannschaften, in jeder Weise hilfsbereit und gefällig, werden für Ihr Wohl besorgt sein. MÄSSIGEFAHRPREISE! 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