Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 1 (1922)
- Issue
- 20 (21.9.1922)
- Date
- 1922-09-21
- Page
- Seite 252 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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flljlllUtiUllUHtUHMIIIIUIIIiliWII diese Frage sowie über die wirtschaftliche Lage Palästinas überhaupt. Am wertvollsten ist das Sammelwerk „Die Erez Israel- Arbeit" (Jaffa 1920), herausgegeben von der eigens zur Erforschung der wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas eingesetzten Kommission. Zwei Kapitel dieser Schrift erschienen vor kurzem in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Privatwirtschaftliche und genossenschaftliche Kolonisation in Palästina" von S. Rubafchow*). Das bedeutsame, inhaltsreiche Buch sei jedem aus das wärmste empfohlen, der sich für die Palästinafrage interessiert. Wir erfahren da von dem bewundernswürdigen, geradezu unvergleichlichen Heroismus der jüdischen Arbeiter, ,chie sich mit ihren Nägeln in den Boden der jüdischen Koloni- Hast du wirklich für deinen Centtal* Verein getan, was die Not der Stunde erfordert? sation eingruben, um auf die so schwer errungene jüdische Arbeitsposition nicht zu verzichten. Freiwillig schraubten sie ihre Bedürfnisse bis zum Minimum herab, schliefen im Stall des Kolonisten, nahmen den Lohn eines arabischen Charat (Ackerknechts), arbeiteten wie ein Vieh und wurden schnell zu Invaliden, um nur die Arbeit um jeden Preis zu erobern und den lüdischen Charakter der Kolonie zu bewahren. Vergebens ... Jetzt ist die Arbeit in den jüdischen Kolonien nahezu judenrein . . . In ganz Mescha z. V., in Sichron oder in Ekron gibt es heute keinen einzigen jüdischen Kolonisten, der einen jüdischen Arbeiter beschäftigt. Im Hose eines jeden bessersituierten Kolonisten Samarias und Untergaliläas hausen zwei, drei zugewanderte arabische Familien mit Frauen und Kindern. Auf den Gefilden und Gärten der jüdischen *) Verlag von Ferdinand Osrertag, Berlin 1922. Kolonien von Judäa, Samaria und Galiläa tönen arabische Lieder. .In Scheune und Stall, in der Pflanzung und im Weingarten, am Acker und am Dreschbrett, bei den Maultieren und bei der Viehherde, überall arbeiten arabische Hände . . . Aus all den Entbehrungen der Kolonisten, den Geldmitteln jüdischer Philanthropen und zionliebender Gesellschaften, dem Leiden der Arbeiterschaft Palästinas und der Begeisterung der jüdischen Jugend erwuchsen — ar abifche Dörfer, exploitiert von kleinen und kleineren jüdischen Eigentümern." Nach dem Pogrom von Jaffa (1. Mai 1921) trat in Petach Thikwah ein Umschwung ein: die arabischen Arbeiter, die am Pogrom teilgenommen hatten, wurden entlassen, 1014 jüdische Lohnarbeiter wurden untergebracht. Aber selbst die Erinnerung an das Pogrom erlosch schnell angesichts der Tatsache der billigeren Arbeitskräfte. „Allmählich wurden die jüdischen Arbeiter entlassen und die alten, hier geschilderten Zustände traten wieder in ihre Rechte." Man steht hier vor einem Problem, das fast tragisch zu nennen ist. .Merkwürdigerweise haben wir von 'den Hunderten von Reden, die sich über uns in zionistischen Versammlungen ergossen, keinen Laut von all diesen Dingen vernommen. Zehn englische Mandate und zehn jüdische Statthalter, auch nicht der Heilige Vater in Rom mit dem Kardinal Gasparri und Herrn Poincare im Verein könnten hier Wandel schassen. Nur eine gründliche Wanderung der Siedlungsmethoden wäre imstande, Abhilfe zu bringen. Wir werden sehen, was für Versuche die jüdischen Arbeiter unternommen haben, um aus der Klemme zu entrinnen. Verax. , Zu meiner „Jüdischen Rundschau" in Nr. 18 der ..Central-Vereins- Zeitung" vom 7. September 1922 sind mir verschiedene Briefe zugegangen, die meinen, ich hätte meine Stellung Zur Palästinafrage oder zum Keren hajesiod arundlegend geändert, und die sich deshalb zum Teil in Angriffen gegen mich ergehen. Die Verfasser mögen ruhig abwarten. wie meine weiteren Aufsätze, die ein einheitliches Gebilde darstellen, verlausen. Wieso man aber gar zu der Ansicht kommen kann, der Central-Derein habe seine Stellung zum Keren hajessod revidiert, ist mir völlig unerfindlich. Die Beschlüße des Central-Vereins zum Keren hajessod haben, wie mir sehr wohl bekannt ist. nach wie vor ihre Geltung, und auch meine persönliche Ansicht über Palästina und den Wiederaufbau ist ebenfalls noch in alter Kraft. Verax. Zur Hautpßege'Körperpfiege >Schönheitspflege Zur Baby pflege'für hfafßge>färSpoplsleute> Süü MCHElÜtejj Zur gefl. Mitteilung | dass ich vom 1, Oktober d. J. die Oekonomie des j§ Berliner Co ffenimuses U.d.B.$.1 Weiststmse 10 1 es übernehme und dieselbe unter Aufsicht desRabbinais derJüdischen s M Gemeinde führen werde. Gleichzeitig empfehle ich meine Stadt- S küdie zur Ausrichtung von Festlichkeiten jeder Art. E s Hugo Kaufmann, Traiteur §= Immanuelkirchstrasse 16. Telephon: Königstadt 1813. =§ ^l!lllllllllllllill!llllil!lllllll!lllll!lllll!ilIIIIIII!!lillllllllil!lll!lll!lillilllllllll!lillllllilllll!llll!l!illllllllF üiimmuiiiimmmmuiiiiiMSFSMiiiiiiimmiiiiiinmmim'iimimimmmiimiiiHiimimiiiiimimiifi Familien-Anzeigen finden durch die „<£. V.-Ieltung" weite und zweckentjprechenoe Bekanntgabe. Zeilenpreis M. 30,— mit 50»,o Nachlaß. Trauerkleidung jeder Art in grösster Auswahl und bester Ausführung - Trauerhiite und Schleier Auswahlsendung bereitwilligst sofort! Trauer-Magazin des Westens W62, Kleiststrasse 23 fttJSSnS & CQa Fernruf: Kurfürst 6818 SEE BERLIN Leipziger Stresse :: Alexa.nderpla.tz Frankfurter Allee Versandabteilung: Leipziger Strasse 70 grosse Abteilungen für jeden Bedarf! Wäsche S£leidLex»sto££e Seidenstoffe Bekleidung Damenwäsche, Herrenwäsche, Kinder- Grösste Auswahl in allen Grösste Auswahl Blusen, Röcke, Kostüme, Kleider, Wäsche, Korsette und Schürzen Qualitäten und Mustern! in neuen Mustern! Matinees Und Morgenröcke