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Central-Verein-Zeitung · 1922-09-07 · 18 (7.9.1922) · p. Seite 227

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
18 (7.9.1922)
Date
1922-09-07
Page
Seite 227 (sequence 7)
Language
German
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Sie haben mehr Unternehmungsgeist, Wir bekämpfen uns gegenseitig — sie halten zusammen. Bei uns trachtet einer dem anderen zu schaden bei ihnen zu Helsen. Es gibt keine San serunter ihnen, keine Mörder und Totschläger. Ihr Familienleben ist mustergültig, und -— Hand aufs Herz — als Privatpersonen — von seinen Geschäften abgesehen — ist der Jude auch kein schlechterer Mensch als der Christ. Man muß ja nicht immer Leute k la Bernhard Horowitz ans Drohobhtsch vor Augen haben, wenn man über die Juden urteilt; der Bernhard Wetzl er war auch einer. Und wer würde es wagen, ein Wort des Vorwurfs laut werden zu lassen gegen den Mann, der so vielen Menschen Gutes getan in - seinem Leben und keinem etwas zuleide? . . Das verhetzendeHaßgesch r c 1 gegenbicg esamtc Judens chas t i st ein B tuff, ein Äbl enk en d er a llg e m eine u A u f in e r f f a m t c i t von wichtigen Vorgängen, arrangiert von Personen, die im Trüben des antisemitischen Fahrwassers erfolgreicher fischen können/' Was da über die Juden gesagt wird, klingt vielfach unfreundlich genug. Dennoch: Es sind Worte, die Gerechtigkeitsgefühl und Sinn für soziale Notwendigkeiten verraten. Wir' wären vorläufig zufrieden, wenn das Urteil über die Juden bei den deutschen Monarchisten nicht anders lauten würde. N e ue Gesichtspunkte zur K l ä x it n a d e s A! ordr ä t s e l s. — I u den. K o m m u n t ft c n u u d Bör s c. — D i e S c lbsto p f e r u n g nach den Le h r e n d e r W e i s c n v o n I i o n. — D e u t s ch X a n b u :r d P a l ä st i n a. — W i d> e r s p r u äy odc r H a r m o n i c. — D c u f f ch c s I n ter e s f c a m Wachs t u m eines jüdische n Pa - l ä st i n a. — Erfreuliche W >a n d l u n a der A n s i ch t e n. Nun weiß man's! . . . Nämlich wer die Ermordung Rathenaus angezettelt hat. Pfarrer T r a u b hat es, frei nach Ludendorff, offenbart: die Kommunisten. Und damit die Lache nicht ans Tageskomnie, find die beiden armen Mörder von eben denselben Kommunisten auf Schloß Laaleck aus dem Wege geräumt worden. Man hat sie Selbstmord begehen lassen. Das ist ein wichtiger Gesichtspunkt, den die Untersuchungsrichter sicher ernstlich erwägen werden, denn dadurch kann der ganze Prozeß ein anderes Gepräge bekommen. Allein hier erhebt sich die Frage nach den: Motiv, und diese kann den Richtern viel zu schaffen machen. Ich will mich bemühen, die Sache ein wenig aufzuhellen.. Bekanntlich sind alle, Kommunisten Juden und alle Juden Kommunisten. Nun ist auch die Frage nach dem Motiv gelöst. Die Ermordung Rathenaus war eine einfache Börsenspekulation wie die russische Revolution. Wir wissen ja ganz genau, die ganze antisemitische Presse und tausend Broschüren wiederholen cs: „die Bolschewisten sind nichts als Abgesandte der Börsenjuden ans allen Ländern, es war jüdisches Geld, das die Zersetzungsmaschine bezahlte." Also steht wörtlich z. B. in dem unsterblichen illustrierten Werke „Die Totengräber Rußlands", (Auslage 150 000 Exemplare). Der Bevollmächtigte dieser Wrsenjuden war kein anderer als der Hamburger Bankier Max Marburg. Die Operation geschah aus folgende Weise: Als Judemtsch vor Petersburg stand, stiegen die russischen Werte ungeheuer. Die Börsenjobber verkauften. Als kein Jude mehr ein russisches Papier besaß, da alle den guten Ariern aufgehalst worden waren, verließ plötzlich die britische Flotte, die den russischen General unterstützte, die gute Sache und fiel ihrem Schützling in die Flaute; natürlich tat sie das aus Geheiß der Juden, die russischen Werte sanken sofort in den Staub. Die Juden halten ihre Taschen gefüllt, die Arier saßen im Trocknen. Das wiederholte sich, als K c r e n s k y , der bekanntlich nur ein Werkzeug der Juden war, aus Petersburg flüchtete, was abermals ein enormes Sinken der inzwischen wieder ungeheuer hochgegangeneir russischen Werte nach sich zog. Kerensly flüchtete erst/als kein Börsenjude mehr ein russisches Wertpapier in Händen harte. Jetzt konnten die Papiere fallen, soviel sie wollten . . . Das alles ist den führenden Organen der Antisemiten aller Lander reichlich auseinandergesetzt worden. Hier har man den Lchlüssel zur Lösung des Rätsels. Als alle Juden sich genügend mit Dollars versehen hatten, wurde Rathenau geopfert, und sofort sprang der Dollar in die Höhe . . . „O'ätuit une speculation israelite", wie das „Journal, de Gemwe" so treffend vom Scheitern der Judenitsch- Ofsensive sagte. Wer es aber für unwahrscheinlich hält, daß die Juden einen aus ihrer Mitte preisgehen, der sei daran erinnert, daß schon die W e i s e n v o n Z i o n lehren, man müsse bedenklos einzelne Persönlichkeiten opfern, wenn das höhere Ziel es erfordere; Gott rechne ein jüdisches Opfer so hoch an, wie z e h n t a u s e n d nichtjüdische . . . Gibt es aber ein höheres Ziel, als daß wir Gold, ganze Haufen von Gold, in unseren Händen sammeln? Das ist ja der Weg, der zur Weltherrschaft führt. Nun habe ich den Richtern zur Aufklärung des Rathenau-Mordes einen wichtigen Fingerzeig gegeben... Indessen wollen wir von ^ernsten Dingen reden. Gegen den Satz, daß der Aufbau Palästinas Lache aller Juden ohne Unterschied der Parteirichtung sei, wurden vaterländische Bedenken geäußert. Ein deutscher Jude, heißt es, der sich um die Vorgänge in Palästina bekümmere, Geld für palästinische Zwecke aufbringe oder gar daran denke, selbst dorthin auszuwandern und sich dort eine Existenz zu gründen, mache sich eines Vergehens gegen das Vaterland schuldig. fühssemde der ituin*tgebicMe* Qtsmxt&tta Bahnhofsfr 22 -2*+. Fernruf li 9 6JJ Durch Einkauf der Rohwaren zur günstig* Z&it, ist mein <5rund ja tz ges ichert: N0:tendsbemr9ZN:Chäusseei4.Brtinnen196.NWWkmckerl5.Tunffl Gi'bwKwW}. WilmersdorfeTS5/kNMh:Bera29.Mnmn56.TM:Berlinerl2£ §<3foo<rraa® LMM

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