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Central-Verein-Zeitung · 1922-08-10 · 14 (10.8.1922) · p. Seite 179

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
14 (10.8.1922)
Date
1922-08-10
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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Interesse seines Landes, sondern stets int Aufträge einer jüdischen „Weltverschwörung", die natürlich gegen Deutschland gerichtet ist . . . Ich habe keine Lust, hierüber mit dem Grafen Reventlow 5.11 streiten. Es genügt mir festzustellen, daß die Geschichte, die der Graf auf Seite 4 der genannten Nummer seiner Zeitschrift erzählt, erlogen ist. Dem Büchlein war kein „Bild ohne begleitenden Text" beigegeben; eine geheime jüdische Wochenschrift „Der rote Kalender" hat nie existiert. Ich befasse mich seit dreißig Jahren eingehend mit der jüdischen Literatur und Publizistik aller Länder, habe aber noch nie etwas von einem Herrn To unhaler oder einem Herrn S ch i k l i a v e r gehört, die mit vereinten Kräften eine jüdische geheime Wochenschrift (in welcher Sprache?) herausgeben, die „ausschließlich für Juden bestimmt" ist. „Das Bild hat hebräische Inschriften und stellt den Juden Kerensky als neuen Moses dar, wie er mit zwei- Gesetzestafeln, den „roten Tafeln" von Sinai, herabsteigt. ... Zit den Füßen des neuen Moses drängen sich ungeheure Massen von Juden. . . . Im Hintergründe bemerkt man das Tanrische Palais, die Duma des alten Rußlands. . . . Ein Felsblock an Kerenskys rechter Seite scheint eine Büste darzustellen, möglicherweise die von Karl Marx. . . ." Wenn ein solches Bild irgendwo veröffentlicht wurde, so ist es nichts als die Umfülschnng eines der zahlreichen populären Bilder, die man heute noch vielfach in jüdischen Häusern antreffen kann und die Moses, vom Sinai herabschreitend, darstellen. Ebenso erlogen ist die angeführte Rede eines „Ceneralrabbiners" gelegentlich einer „Friedensfeier in der Hauptsynagoge" (welcher Stadt?). Gras Reventlow nennt „ein französisches Blatt" ohne Angabe des Namens und der Nummer als seine Quelle. Die Rede ist so albern und geschmacklos, daß sie das Kennzeicheu der Fälschung an der Stirn trägt. Diesmal hat Graf Reventlow offenbar die Fälschung in eigener Person begangen. Ich mochte hier den Herrn Grafen auf ein a n d e r e s g e h e i m e s I n d e n b u ch aufmerksam machen, das ebenfalls in London erschienen ist, und das ich mich vergebens bemüht habe zu erhalten, obgleich ich gern dafür zwei alte hebräische Bibeln in Tausch gebe. Das Geheimbuch ist nämlich ausschließlich für die Mitglieder der betreffenden Familien bestimmt. Sollte ich es erhalten, so würde ich es gern -dem Grafen Reventlow zur Verfügung stellen, wenn ich nicht fürchten müßte, daß er bei der Lektüre einen leichten Schlaganfall erleidet. Das ist nämlich ein Gedcnkbuch für die jüdischen Soldaten und Offiziere in d e n A r m een d e r E n t e n t e. Ich habe Auszüge davon zu Gesicht bekommen, die im „American Jewis'li Year Book“ für 1920/21 erschienen sind. Sie handelten von den Juden im französischen Heere und enthielten Dinge, die geeignet sind, des Grasen Reventlow edle Seele mit tiefem Schmerz und Entrüstung zu erfüllen. Man denke: In der französischen Armee dienten vierzehn jüdische Generale, sechsundvierzig jüdische Oberste und einige hundert jüdische Offiziere Nachgeordneter Grade. Von den vierzehn jüdischen Generalen erhielten nicht weniger als acht diesen Rang erst im Kriege. Die Armeebefehle und Tagesberichte sind voll des Lobes der jüdischen Mannschaften und Offiziere: ich zitiere hier auf Geratewohl einige auf die Juden bezügliche Aeußerungen der offiziellen Dokumente. Man fliest La von O r g a n i s a t i 0 n s t a l c n f, G ne r g i Itrt e x s ch rocken he i t, g l ä n z e nbcx Befehlshaberge schicklichkeiL. größter T 0 d e s v e r ach Ln n g, vornehmer Art zu befehlen, kaltblütigem Verhalten in höchster Todesgefahr, Initiative, hohem Pflichtgefühl, glänzenden Mustern der Kühnheit u n d T a t! r a f t, l e u ch t e it d c m Beispiel 1 ü r d i e Ac n n n s ch a f t e n, Tollt ü h n h eit b -e i gef ä h r - l i ch e n U n t c r n e h m u n g e n- . . . Graf Reventlow' loüns.cht den Ententevölkern sicher nichts Gutes, aber sie sind immerhin Arier und Christen. Und daß sie so tief finken konnten, sich freiwillig militärisch „unter das Oberhaupt der Juden zu stellen", wie es Graf Reventlow gewiß nennen würde, müßte er als tief empörend empfinden. Wie stark muh ihre Abhängigkeit voll der „jüdischen Oberleitung" fein, wenn sie sich, so weit erniedrigen, ihren jüdischen Oberherren noch ein Lied zu singen! Wenn diese Berjudung der Ententearmeen wenigstens, wie es sich gebührt hätte, ihre Schlagkraft vermindert hätte! Aber auch das ist nicht der Fall gewesen. Alles das zusammen wäre zu viel für den armen Graf Reventlow... Nein, ich leihe ihm das Buch bestimmt nicht, auch wenn ich es aufrreibe. 6. 8. < uillelon Der amerikanische Iuöe. Von E. A. Bratier. Der Titel „Der amerikanische Jude" ist als Bezeichnung eines Gattungsbegriffs eines einheitlichen Bevölkerungselements, im Grunde genonnnen, ungenau. Es gibt keinen feststehenden, ganz einheitlichen Typus des amerikanischen Juden, ebensowenig wie man von „d e m 'typischen. Amerikaner" sprechen kann. In dein Niesengebiet der Bereinigten Staaten von Amerika mit seinen 110 Millionen Einwohnern gibt es unzählige amerikanische Typen; aber auch unter den nur etwas mehr als zwei. Millionen, zählenden amerikanischen Juden sind mannigfache, in vielen Wesenszügen stark voneinander abweichende typische Gestaltungen zu beobachten. Wer in der amerikanischen Literatur der letzten 20 Jahre Bescheid weiß, namentlich in den Werken jüdisch-amerikanischer Schriftsteller, wird erstännt sein über die Fülle verschiedenartiger jüdischer Gestalten, die da in buntem Wechsel an seinem Auge vorbeiziehen. Diele jüdischen Schriftsteller haben in ihren Erzählungen und Schauspielen gezeigt, auf welch verschiedene, dabei immer lebenswahre Weise der amerikanische Jude sinnfällig dargestellt werden kann. Man. kann ohne Uebertreibung sagen: Die Reihe dieser Gestalten ist unerschöpflich. Sie steigt aufwärts vom Ghetto-Juden, vom jüdischen Heimarbeiter in den Schwitzbuden, vom jüdischen Kleinhändler, Hausierer, kurz von dem Judenviertel New Uorks, der New Uorker Ostfeite, ifattttg KppLebenS’ 4 Versicherungen aller Art vorteilhaft und billig Alte Leipziger Leipziger Lebsnsversielieinnös ■ Gesellseßalf 2. G. Leipzig, Dittrichring 2t e **H*UCM Oranienburger Seifenpulver Siiora au hab. in allen einsc&l.Gesch. i Hersteller: ChemischeFabrik SilaG.m. b.H. Oranienburg Victoria zu Berlin TllSa. Bevsicherungs-Aet. -Gef. Vermögen 1921, M. Bare Kasse. 1 543 529 25--;- Wertpapiere. 201 240 543 97 v Hypotheken. ....... 986 199 978 12 - Crnndbesip .. 21 160 071 27 r Darlehen an Versicherte u. a. 182 626 030 28 Verschiedene Guthaben. 421 483 507 27; 1 814 253 660 16^' Verbindlichkeiten 1921. 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