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Central-Verein-Zeitung · 1922-07-20 · 11 (20.7.1922) · p. Seite 146

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
11 (20.7.1922)
Date
1922-07-20
Page
Seite 146 (sequence 10)
Language
German
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146 Das Schwaberrtzeft, die Zweite der Stämmenummern der „Kameraden", bringt die Liese Liebe der schwäbischen deutschjüdischon Wanderer zu ihrer mit Schönheit an Landschaft, Dichtung und Geschichte gesegneten Heimat, die Volt eines „Bolkleins, schwer zu begreife:!", rmd das ergreifende Streben, sich das Judentum in Religion und Gefühl ganz zu gewinnen, zum prächtigen Ausdruck. Das sind die a m e rade n", die wir Aelteren. uns so herzlich wünschen: die durch Tut cn erweisen, daß Deutschtum und Judentum der Güter höchste sind; die suhlen, daß diese 'Herrlichkeiten gepflegt werden müssen, iubctn man Körper und Herz hinausführt in die Wälder des Oberlandes, auf die alten Brücken uralter Neckarstädkchom aus die burg-gekrönten Kuppen der Schwäbischen -Alb, indem inan in die leuchtenden Schriften der großen deutschen Dichter und bietehrten eindringt, indem man mindestens rtrt unseren! schönsten Besitz, in der Bibel, womöglich ln der ehrwürdigen heiligen Sprache, zu Hause -ist, -indem man seine Einsicht, daß eine Religion ohne gewisse -Formen -in den Staub sinkt, betätigt. Spüren wir ein solches Ringen wie in: „Schw-abenhefte", was verschlagen dann irgendwelche kecken Worte, irgendein „Nichtsso-wollen" wie die Aelteren, irgendein Fakschlnachen! Diesen Geist lverden alle Aelteren freudig fördern, ohne den jugendlichen 'Nennern irgendwelche unnötigen Zügel aufznerlegen. A. W. Kuxrrs und Not, Heft IV der „Zeit- und Streitfragen". Philo- . Verlag, Berlin. ' Die kleine Schrift wendet sich mit überzeugenden Argumenten gegen den neuerdings immer häufigeren Vorwurf des ^jüdischen Luxus", einen Borwurf, der wie die meisten judengegnerischen Beschuldigungen uns böswilliger Verallgemeinerung beruht und für das -widerliche Protzeutum einiger reich-gewordenen'Schieber die gesamte Judenheit, ja das Judentum selbst vman Wörtlich rna-chk. Daß dessen inneres Wesen idealen, ethischen und keineswegs sinnlich materiellen Dingen zugewandt ist, wird dabei stets übersehen und verschwiegen. Das Heft, ist als aktueller Beitrag zur Aufklärung sehr lesenswert. Die Offiziershetzs als politisches Kampfmittel rmd Kultrrrerscherrnmg» Von G. A. B 0 e h m. I. Lehmanns Verlag, - München, 1922. Zitat und Vorwort erwecken den- Glauben, als wolle der Verfasser ganz objektiv den Angriffen entgegen treten, die oft nur auf Grund von Einzelverfehlungen dem ganzen Offizierskorps gemacht wurden. Die Worte „Auf das schroffste aber müssen Urteile z u r ü ck g e w i e sie n werden, die absichtliche Uns achlichke-it, Vo r ei n ge n o mmenh e i t, Bö 8 w illig° k e it e r k e n n e n l a s s-e n", berechtigen zu diesem Schluß, und die ersten Ausführungen nicht minder. Der Verfasser führt freimütig die Uebelstände an, die, wären sie im Offtzierkorps allgemein verbreitet gewesen, dessen Ansehen hätten schädigen müssen. Sehr bald aber ändert er Ton und Taktik. Er zitiert wahllos aus „Welt am Montag", „Weltbühne" und anderen Blättern pazifistischer, antimikitar-istischer Richtung in Vers und Prosa Stellen, -in denen allerdings lnit oft heftiger Satire gegen den „fröhlichen Krieg" und die Begeisterung dafür gewettert wird., und da ihm sichtlich'jedes Verständnis dafür abgeht, daß man Krieg und Militarismus ebenso verabscheuen kann lote brutale Leuteschinder und schnitzende Etappenpaschas, ohne -den einzelnen ehrenhaften Offizier kränken zu wollen, und da sich unter den Journalisten dieser Blätter auch einige jüdische Namen befinden, so kommt er zu dem zeitgemäßen und ach so billigen Schluß, „d aß sich die O s f i z i e r s h e tz e als eine m wesen tlichen jüdische Angelegenheit da r stellt". Diese Erkenntnis wird zum Leitmotiv des ganzen Buches, das somit jede polemische Beweiskraft verliert und bloß die unsaubere Reihe antisemitischer Schmöker vermehrt. Dr. Daniel Fink, L‘sclion limmudim. Lehr- und Uebungsbuch der hebräischen Sprache für Schul- und Selbstunterricht auf der Grundlage eines vereinfachten grammatischen Systems. Zwer Bändchen. (Preis 21 Mark, beide Büchlein in einem Einband 28 Mark.) Das Elemanckarbuch ist nach der Methode des Schreibleseunterrichts geschickt angeordnet und geht von dem Prinzip aus: „.Kein Wort ohne Begriff". Es enthält als Änschanungsnnktel reichen Bilderschmuck. Das Lehrbuch bietet den methodischen Arifbau des Stoffes, der zur Lektüre des Pentateuch mit dem Kommentar von Nascht vor> bereitet und das Verständnis der Mischna vermittelt und als Anhang eine Sammlung hebräischer Sprichwörter und sprichwörtlicher Redensarten sowie einen Auszug aus dem jüngst anfgeftmdenen hebräischen Original der Sprüche des Josua ben Sira nebst Wörterverzeichnis. Neben der Quadratschrist kommen auch die Kursiv- und NafchnSchrift zu Ihren: Recht. In Anordnung und Darstellung geht der Verfasser mehrfach neue Wege, die beachtenswert genug sind? aus die Probe des Erfolges gestellt zu werden. Uns will es scheinen, daß die Bücher Muts bedeutende Vorzüge gegenüber einer großen Anzahl von Lehrbüchern auf demselben Gebiete aufweisen. Bon demselben Herausgeber erscheint unter demselben Titel demnächst auch ein Lehr- und Uebungsbuch der aramäischen Sprache, zur Einführung in die Sprache des Talmuds, der Midraschim und Targumim. L—y. Vielseitig muss ein moderner Code sein, um umfassendste Verwendungsmöglichkeiten bei der Kürzung von Telegrammtexten zu bieten* Ein Beweis von dem reichhaltigen, sich auf alle Gebiete erstreckenden Inhalt des Rudolf Mosse-Codes bietet das nachfolgende Telegramm, dessen Inhalt dem Teil D III (Medizin) entnommenist: »'Vater muss ins ^Krankenhaus, ^Blinddarmentzündung „erkrankt, 'Wiederherstellung dauert voraussichtlich 2 bis „3 Wodien. ttrzt hält Gikrankung ungefährlich, »iBitten 'Gante benachrichtigen, dass Vater erkrankt »^Brieflicher £Berickt unterwegs. Diese umfangreiche Drahtmitteilung kann durch Verwendung des Rudolf Mosse-Code in folgenden 5 Wörtern wiedergegeben werden: puckqjaazu yspdaizzib tuxoraxlah pluoxowynk izyuccruhs. Man erzielt bei Verwendung des 86% Ersparnis im Verkehr mit dem Auslände, 80% Ersparnis im innerdeutschen Verkehr. Der soeben erschienene, unter Mitwirkung von Fachleuten aller Branchen ausgearbeitete „RUDOLF MOSSE-CODE“ ist der von der gesamten Geschäftswelt ersehnte grosse deutsche Code. Preis des,Rudolf Mosse-Code“ 500 M., zuzügl. Porte u. Pack. 525 H., nach demAusf ande 1000 li.(eInsch?.Aiisfyhr2uscgilag) gegen gleichzeit. Einsendung des Betrages oder gegen Bankanweisung. Rudolf HosseSAAS BerllnSWIS PostscSi.-Kio. Berlin 26517. Tel.-Adr.: Draroosse.-Jerusalemer Str. 46-49. /« tViA-vT dtO.Sßvwffifarcjfjur9231.jC/vt/Hflpfy 1h Sß^pUntM* 153 55/06 dlZ&rtlw. &nm^29

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