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Central-Verein-Zeitung · 1922-06-22 · 8 (22.6.1922) · p. Seite 104

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
1 (1922)
Issue
8 (22.6.1922)
Date
1922-06-22
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 GTijiünbitf denkonocn Deuttchcu, das; tue je juit^cn, Politisch imb auch I sonst m'Cl) unreifen Leute derart ungestraft den guten Ruf der Deutschen immer weiter untergraben dürfen.' Mau muß sich besorgt frage!;, ob die Gesetze resp. die Handhabung derselben zur Abhilfe i derartiger Roheiten genügen. Es ist an der Zeit, dass nüt allen verfügbaren Mitteln gegei; diese Schädlinge vorgegangen wird. Sanitatsrat Tr. M a x L i ß n e r. lo n /Uexan-rr v. tzumbolöt und öer „Gelehrte lm Rastan". Bon S. At e i s e t s (Wien). Es wird nur wenigen bekannt sein, das; unter den vielen Gelehrten und Forschern-, die sich des Wohlwollens und der Freundschaft Alexander v. Humboldts rühmen -durften, sich auch ein. Gelehrter im Kaftan" aus Russisch-Polen befand. Dieser Auserlesene war Ehaim Selig Slonimsti, ein gewiegter Mathematiker imb Astronom, dessen fachwisfenfchaftLiche Arbeiten die Gelehrtentreise Rnssiands wie Deutschlands anerkaunteu. Im Jahre 1844! tarn Slonimsti nach Berlin, um hier eine seiner physikalischen Erfindungen zu verwerten-. In der preußischen Hauptstadt war es ihm vergönnt, mit den namhaftesten deutschen Forschern auf dein Gebiete der Mathematik und Astronomie, tun? Be sich Grelle, Enke, Jdeter, Jacovy, persönlich bekannt zu werden. Ideler machte ihn mit vtle.rander v. Hnniboldt bekannt, und dieser fand an dem. kenntnisreichen polnisch-jildischen. Gelehrten außerordentliches Gefallen. Er zeichnete ihn bald durch sein besonderes Wohlwollen ans: Slonimsti durfte öfter sein Hans besuchen und ihm seine Forschungsergebnisse mitreilen. Diese Bekanntschaft zahlte Slommsti zu den schönsten Errungenschaften seines Lebens, und er tvar dem Schicksal dankbar, das ihn mit den; Nestor der NatnNvissenschasten zusanunenführte. Bon diesiln Dankgefnhl legt, eine in hebräischer Sprache abgefaßie Schrift Stonilnsris: .„Alexander v. Humboldt. Eine biographische Skizze. Tein Nestor des Wissens gewidmet zu seinen; achtundachtzig sien Geburtstage von S. Slonimsti. (Berlin 1857)." beredtes Zeugnis ab. Das Buch enthält eine ausführliche Lebensbeschreibung Humboldts sowie eine eingehende Besprechung der von ihm in französischer und deutscher Sprache erschieirenen Werke. Mit tvelchem Beifall das Erscheinen der Humboldt-Biographie vom hebräischen Lesepubliknn; aufgenounnen wurde, beweist der Umstand, daß sie drei Auflagen erlebte ~ was bei hebräischen Büchern, zumal Biographien, selten vorkommt. Ta das Borwort in dieser biographischen Skizze in kurzen Umrissen eine Eharakteristik der Persönlichkeit Hun;boldts entwirft, so möge es hier in jeincr möglichst wortgetreuen Uebertragung wiedergegeben sein. Slonimsti schreibt: „Die Lebensschicksal-e dieses hervorragenden Alan-ncs sind mit der Entwstllungsgeschichte der Wissenschaften, die sich in den letzten siebzig Jahren verbreiteten, eng verknüpft; all die Werke und Leistungen, die dieser Große während seines ganze;; Lebens mit Mühe und Fleiß vollbrachte, sind mit den neuesten Fortschritten der Naturwissenschaft verwoben und verzweigt. Und wo ist der Mann, der an den Pforten der Weisheit toacht, und seine Lippen überströmten nicht von Lob und Dank für diesen großer; Forscher? Deshalb fand ich's für nützlich, auch den Kindern meines Volkes die Lebensgeschichte dieses hervorragenden Mannes in der ihnen lieb gewordenen hebräischen Sprache zu erzählen. Ich beabsichtige mit dieser Schrift dem Nestor des Wissens ein ewiges Denkmal auf de;; hebräischen Gefilden zu -errichten. Groß wie seine Weisheit ist die Biederkeit rnd Leutseligkeit dieses Weisen: fein Name wird ewig Wuchten und sein Gerechtigkeitssinn ewigen Bestand haben." Als Slonimsti in; Jahre 1857 zum zweiten' Male in Berlin weilte, überreichte er dem greisen Forscher die biographische Skizze nebst einem Begleitschreiben von dem Orientalisten Dr. Michael Sachs. Daraus erhielt Slonimski von Humboldt den folgenden Tankesbrief: „Verehrtester Herr Slonimsti! Ich bin in Ihrer Schuld durch so lange Verzögerung des Tankes für eine Ehre, die Ew. Wohtgeboren mir so wohlwollend bereitet haben. Die unruhige Lage, in der ich lebe, in einer politisch und gesellschaftlich so bewegten Zeit, kam; mich kaum rechtfertige;;. Eine Empfehlung von zwei berühmten, mir so teueren Freunden wie Bessel und Jacobh läßt einen dauernden Eindruck. Der hebräischen Literatur leider entfremdet, aber von früher Jugend an nüt de;; edelsten Ihrer Glaubensgenossen irnügst verbunden, ein lebhafter und ausdauernder Verfechter der ihnen gebührenden und so vielfach noch inuner entzogenen Rechte, bin ich nicht gleichgültig für die Ehre, die Sie nur -erwiesen haben. Das Zeugnis eines tiefen orientalischen Sprachkenners, des trefflichen, so mannigfach cmsgebist deten Dr. Michael Sachs, kann eine solche Auszeichnung nur erhöhen. Es ist für den biographisch Belobten fast eine Beruhigung, der Ursprache nicht mächtig zu sein. Ich werde von Dienstag an einige Sanguinal Krewel in Spillen form ( schnell, nachhaltig xvirkendes, appetitanregendes, tvoh (bekömmliches ^Mittel zur 1Unterstützung fderQenesungt nach^ lulverlusten und >(Schzuäckezuständenj f Vorzügliches SHittel gegen k. SStuiarrnut u.8Steichsucht m Sa haben in I allen tfCpatkeken Chem. Fabrik Krewel & Co, A, G„ Köln a, Rh, Lärm ruiniert die Nerven! . Dhrotzax* 1 Keräuschschützer. weiche Kügelchen für die Ohren, schützenGefundeu Kranke geg. Geräusche u. Grotzstadtlärm während des Schlafes, bei der Arbeit, auf Reisen, auf dem Krankenlager. , Schachtel m. 6 Paar Kügelchen M. 15,-. Zu haben in Apoll).. 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