Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 22 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 349 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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singen dazu, den dunklen Untertan gibt unhöflichen Menschen, weil ich, wenn Löste dar Meer. Und die übrigen Stimmen kommen, nicht vor Freude lorknall«, sonhaben der wind, Araber, Eulen, Hyänen, dern höchstens Blechmusik oder Videldudel Nachtvögel, Heuschrecken, Cicaden - dar auf der arabischen Nohrflöte mache, Daß Mausergewehr nicht zu vergessen. Var Patronen noch einen andern Zweck haben Echo der Schüsse rollt Minutenlang in den als Urach zu machen, das ist hier schein- Bergen. - Heuschrecken und Licaden bar noch unbekannt. Aber lustig ists, haben ein eigenes vielstimmiges Grchester. wenn Leute kommen. Dann sitzt man zu Eine schnurrt-wie ein Nreisel, eine tickt sechs in der Sukkoh droben, die im Winde wie eine Uhr, eine geht wie eine Telephonschwingt; singt, lacht, macht Jokur und Klingel, womöglich noch lauter, eine trillert itzt Trauben,' Naktusfeigen, Tut (Maulwie eine Signalpfeife, aber all die Stimmen beeren) — (das Mutz ich natürlich vür- und noch tausend unbekannte ordnen sich bereiten). Meine Sukkoh ist vornehm, doch zu einer absonderlichen, aber nicht vier Meter über der Erde, mit weinranken unschönen, vollen Harmonie. und Rohr gedeckt. Mobiliar: ein Strohsack Mein Nerem liegt etwas abseits in und vier Nägel zum Sachen aufhängen, den Bergen. Etwas weiter liegt eine große Die Leiter ist ein Ast. Uebrigens ist mir Ebene voller Weingärten mit etwa 20 beim Traubenessen eine Weisheit aufge, Schomrim. Da geht? lebhaft zu. wenn gangen, die sicher schon in sechs gelehrten abends die jungen Leute und Mädels von Büchern steht, die mir aber noch dort Sichron Iaakob mit wagen hereinkommen, keiner erzählt hat. vatz Nämlich die dann fängt ein Geschieße, ein Begrützungs- Sukkoh mit. der Wüste nichts zu tun hat. knallen und Gejohle an, daß die Berge Da gibts weder Laub noch Sukkoh, sonwackeln. Vas Echo hört nicht auf zu dern höchstens Ziegenhaarzelte oder gärrollen; wie ein Gewitter ist es. Schüsse nichts, Damals wie heute. Die Sukkoh blitzen, und das Echo rollt, rollt Minutenist ein vauernbrauch, zur Zeit, wo das lang. Und dann fingt man und tanzt die (Betreibe ober Gbst auf dem Felde ist. halbe Nacht, manchmal auch die ganze. Da wohnt ganz Palästina draußen in der Mich hält man für einen durchaus Sukkoh, um zu wachen. Sport im allen Schon in der Ninder- —twäöiTI-zeit ahmte man, wie Palästina. noch heute, militärische Spiele nach, übte sich im Netten, Schwimmen, „Turnen", Ballspiel, Faustkampf usw. Daß das Reiten ein allgemeiner Sport gewesen ist, erfahren wir aus einem verbot des Talmuds, am Sabbathzu reiten, wegen der naheliegenden Versuchung, man könnte beim vorbeireiten an einem Baume eine Nute zum Antreiben des Tieres abreißen und dadurch eine Awerah (Sünde) begehen, von Waffen» und Soldatenspielen hören wir ebenfalls im Talmud, wo zwar nur Helme beschrieben werden, die aber aus die genannten Hebungen schlietzen lassen. Der wettlauf (Nizah, Vromos), ein altbekannter jüdischer Sport, war schon im biblischen Zeitalter so berühmt, daß der psalmist (19.6) das Gleichnis bringt, «gleich einem Held den weg (=■ Rennbahn) zu durchlaufen", von Saul, Jonathan, Asael und vielen anderen wird berichtet, daß sie an Schnelligkeit die Löwen und Gazellen übertrafen, wie oft finden wir die Bemerkung: „Behend wie ein Reh oder ein junger Hirschkalb!" vom Ballspiel hören wir an sehr vielen Grien, ja sogar von den mannigfachen Arten desselben, 1. gewöhnliches Zuwersen von 349