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Bar Kochba · 1921-05-01 · Heft 22 (Mai 1921) · p. Seite 350

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 22 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
Seite 350 (sequence 14)
Language
German
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Mann zu Mann, 2. vom „Rullern" des Ziehung. Im Midrasch wird sogar kurz Voller, wohl einer Art Fuhball. 3. vom die Technik des Schwimmens beschrieben. Schlagball, 4. vom Faustball. wie beim Der Midrasch überliefert uns auch, datz werfen des Salles wurden Arm, Hand Hillel, auf dem Wege ins Bad gefragt, und Auge beschäftigt beim öogenschietzen, wohin er gehe, geantwortet habe, er ginge das schon zur biblischen Zeit bekannt war. „ein Gebot erfüllen". Steinschleudern vom Springen sind, wenig Nachrichten auf. („Rugelstohen") wurde von Rindheit an uns gekommen, wir HSren dagegen von geübt. Bekannt ist der Vers -in Sichter dem abenteuerlichen Resch logisch, dem 20, 16, in dem es heitzt, datz bei einer Manne, der, nachdem er erst Räuber- Musterung der Benjameniten 700 lahm Hauptmann gewesen, später Meisrer der aus dem rechten Arm waren, aber immergesamten rabbinischen Gelehrsamkeit wurde, hin noch „mit der Linken Steine schleudern datz er mit einem Satze an.mittelbreiten konnten, ohne um ein haar zu fehlen". Stellen des Jordan (7 8 Meter) von einem Jüdische Athleten gab es auch im Altertum auf das andere Ufer hinüberspringen konnte, zur Genüge, und aus dem Talmud können und wir müssen annehmen, datz er nicht der wir sogar entnehmen^ datz die olympischen einzige Meister im Springen zu seiner Zeit Spiele in Griechenland auch von jüdischen gewesen ist. Im übrigen wurde das Sprin- Wettkämpfern beschickt wurden, gen als eine Art Tanz aufgefaht, der im Natürlich fehlte es auch nicht an vor- Altertum in mannigfachen Formen gepflegt führungen der erworbenen körperlichen wurde. Vas ganze Muskelwerk fand Unter- Höchstleistungen. Selbst Akrobatenstücke Haltung und Stählung durch dar Steinwurden zur Schau getragen, nicht von heben, „Turnen". Tin lateinischer Bibelverufsathleten, sondern oft auch von den crklärer jener Zeit berichtet: „Ts ist Sitte grützten Gelehrten. Kn den durch Gesang in den Städten Palästinas. und es ist ein und Tänze der Jünglinge und festlich bis zum heutigen Tag in ganz Judäa gekleideten Jungfrauen ausgezeichneten geübter Brauch, datz in Dörfern, Städten Abenden des Wasferfreudenfestes beteiligte und Burgen runde Steine von schwerem sich auch Rabbi Simon ben Gamliel. Tr Gewicht aufgestellt werden, an denen die warf 5 brennende Fackeln derart in die Jugend ständig übt und die sie je nach höhe, datz er, während er die eine warf, ihrer liörperkraft emporzustemmen pflegt, die andere auffing, wobei sie nicht einmal Die einen bringen sie bis an das Rnie, einander berührten. Rabbi Levi tat dasdie andern bis in Nabelhöhe, wieder andere selbe zu seiner Zeit mit 8 scharfen Messern, in Schulterhöhe und sehr wenige heben sie und * der weltberühmte Arzt Und Astronom mit gestreckten Armen bis über den Scheitel, Rabbi Samuel führte ähnliche Uebungen um ihre vorzügliche liörperkraft zu bemit 8 gefüllten Weingläsern aus. Aber weisen. Die beliebteste Rörperübung unserer auch von anderen Personen findet man im Väter in dieser Zeit war das Schwimmen. Talmud auherordentliche körperliche Be-. Schwimmen seinen Rindern beizubringen, fähigungen gerühmt, war eine'der Pflichten der väterlichen Tr- (Nach der „Jüdischen Turnzeitung".) 350

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