Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 22 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 347 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Mesha 1× ep/1006058
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Getreide verkauft, sich die hälft« einsteckt and seine Leute nach Noten ausbeutet. hier ist jetzt Winter. In Jerusalem V2 Meter Schnee, in Leerseba hoher Schnee. §0 ein Winter ist noch nicht dagewesen, sagt man hier. Eisenbahn, Postwagen, alles stockt, Wege werden grundlos, Brücken und Häuser stürzen ein. In Jerusalem ist es furchtbar, viel Obdachlose, viel, viel Elend, Hagel und Kälte. Ein Teil der Mandelblüte verhagelt, Saat gelb geworden vor Nässe. Die Häuser hier sind nur auf schön Wetter eingerichtet. Aller Regen kommt durchs Fenster, letzte Nacht direkt zu mir ins Bett. Gefen gibt es nicht. „Die Arabkes starben vun Kält!" Und die Beduinen in Zelten! Eines Morgens kam ich grade dazu, wie drei Männer Unter einem umgeblasenen Zelt quitschnaß heroorkrochen, um es wieder zu richten. Und der Regen hier stoßweise. Alle fünf Minuten anderes Wetter und immer nach Pausen stärkere Schauer. Rechowoth liegt am Berge. Alle Wässer bilden beim Regen einen reißenden „Wadi" (Bach) durch die Hauptstraßen. Im Wasser einige Steine zum herüberbalancieren. Da kann Man Bilder sehen! Ich ging lieber langstieslig durch. -vaganiah. was ist das für ein wunderbares Stück Erde hier, und es gehört wirklich uns. Dicht bei einander liegen die Zarmen, Dörfer, Kwuzoth (Arbeitsgruppen). Wenn man auf dem Berge steht in poriah, sieht man dicht vagania, Kinereth, Bethania, dann weiter Melhamia, Jemma, Beth Gan und wie e? alles heißt, Felder und Pflanzungen, und durch die weste Ebene der Jordan, der grünlich - blaue reißende Strom, und in den Bergen der weite Spiegel des Kinereth, im Hintergrund der schneebedeckte Gipfel des hermon. Es ist ganz wunderbar, was die Leute Hier in zehn Jahren geschaffen haben. Die Farm selbst: neue, praktische und schöne saubere Gebäude. Ein wunderbarer Garten, Zypressen und Palmen, Pflanzungen, ein Wald von Eukalypthus. wirklich reich ist alles. Und dann die Leute: fast alles Menschen, die lange hier arbeiten, von einer Sicherheit, einer Ruhe und Freundlichkeit, die ich sonst nur selten gefunden habe. Merchawiah ist viel größer angelegt, viel reicher gebaut, und macht doch keinen organischen, so reichen Eindruck, obgleich es auch dort viel, viel Schönes gibt, von dort aus ging ich nach Nazareth, einem wunderhübschen, in den Bergen gelegenen Städtchen, sauber und mit vielen Klöstern. Keine Juden dort natürlich. Dann war ich aus dem Tabor. Auch dort auf dem Gipfel zwei Klöster. Es war dort sicher in vorzeiten eine alte Festung, ein tiefer, breiter, in Stein gehauener Graben, um den ganzen Gipfel alte Mauerreste, wundervoll der Blick von dort über die Ebene Jesreel. Und dicht am Fuße liegt unsere Kolonie Mescha. Regelmäßig gebaut und bald eingegrünt, weiter nach Nazareth zu liegt p ha r a 0 r Tr a u m 347