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Bar Kochba · 1921-04-01 · Heft 19-20 (April 1921) · p. Seite 314

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 19-20 (April 1921)
Date
1921-04-01
Page
Seite 314 (sequence 26)
Language
German
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BCCü Die Geschichte eines Eisenbahnwagens von L. 3. Xlötzel , 5. Erste Fahrt. (8. Zortjitzung) „Und was bedeuten die orangefarbenen Lichter, die schräg Übereinanderstehen?" „Das ist ein sogenanntes Vorsignal. Ls steht immer eine größere Strecke vor dem eigentlichen Signal, dem Hauptsignal. Wenn ein Signal auf .Halt' steht, so darf kein. Lokomotivführer auch nur einen Zentimeter darüber Wnausfahren, sonst."wird er bestraft. Nun Kann man natürlich einen fahrenden Zug nicht mit einem Nuck zum Stehen bringen, da würde alles, was in den wagen ist, gegen die vorderwände geschleudert werden und die Wagen selbst würden gegen einanderrennen. Der Lokomotivführer muß also rechtzeitig bremsen, um den Zug vor dem Signal anhalten zu lasten, er muß also auch rechtzeitig wissen, ob das Signal, auf ,Halt' oder auf .Fahrt' steht. Vas zeigt ihm nun das Vorsignal, das immer genau so steht, wie das Hauptsignal selbst. Nur steht das Vorsignal anders aus. Um Tage zeigt es bei »Halt' eine große gelbe Scheibe, bei .Fahrt' Klappt diese Scheibe nach oben, sodaß sie nicht zu sehen ist.' Nachts bedeuten zwei orangefarbene Lichter, schräg übereinandergestellt: .Halt'; sind die Lichter grün, so ist die Strecke frei. Sieht nun ein Lokomotivführer eine gelbe Scheibe oder zwei orangefarbene Lichter, so weiß er sofort: jetzt kommt ein Hauptsignal, über das ich ja nicht hinausfahren darf, und er beginnt sofort zu bremsen. Dann bleibt die Lokomotive Kurz vor dem Signal stehen, und wartet, bis es auf .Fahrt' gestellt wird." „Vas ist ja furchtbar einfach!" sagte BCCfi. „Einfach?" meinte Herr Omkü. „Einfach ist die Sache nun ganz und garnicht, es sieht nur so einfach aus. Das ist bei den meisten Dingen so. Ich will Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, die ich erlebt habe. Ich hatte mir mal eine Achse heißgelaufen und Kam zur Ausbesserung in eine vetriebswerkstätte. Da arbeitete ein junger Schlosser an mir herum, dem brachte jeden Tag feine Frau das Mittagessen in einem großen Topf. 314

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