Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 19-20 (April 1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 307 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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immer einige Familien Zusammenkommen, um ihnen das Wort: „In Eile" recht zu Vas fördert ihr Zusammengehörigkeits- Gemüte zu führen, gefühl und ihre innige Brüderlichkeit sehr. Indessen gehen die Jünglinge in ein Es ist ein schönes Bild, wie sie dabesonderes Zimmer, wählen dort einen sitzen, gekleidet in ihre Freiheitsgewänder, unter sich, kleiden ihn in ein zersetzter Geso breit und bauschig, den.Gürtel um ihre wand, legen ihm einen Lack auf die Lenden und den kurzen Spieß an der Seite. Schultern, geben ihm einen dicken haken- Sie sitzen in einer Reihe, geordnet wie stock in die Hände und schicken ihn hinaus. Soldaten, die nach dem Kampfe ruhen. Nach einer weile hört man lautes pochen Zwischen den Reihen sind kostbare persische an der Tür. Der ausgesandte Jüngling Teppiche ausgebreitet, für die das Wort steht draußen und bittet flehentlich um der Megillah gilt: „Weißes Zeug und Einlaß. Die Sitzenden fragen ihn inspurpurblaues Tuch, eingefaßt mit Schnüren gesamt: „wer bist du und was willst du von Byssus und Purpur." Und auf ihnen hier?" „Ich bin ein Jude und will mit stehen prächtige Leuchter mit brennenden euch Peßach feiern, das Fest unserer Frei- Kerzen. Die Frauen, die das ganze Jahr, in heit." -„wie sollen wir dir glauben, daß ihre Zimmer zurückgezogen sind, kommen du ein Jude bist?" „Ich trage doch einen zum Seder mit unverschleiertem Gesicht und Talliskatan*) und Schaufäden." „Vas ist geschmückt mit goldenen Ohrgehängen und noch kein Beweis; gib ein anderes Zeichen!" köstlichen Ringen von Saphirstein und vi- „So mögen es euch meine Schläfenlocken amanten; um den hals tragen sie goldene beweisen!" „Ruch das genügt uns nicht, r und silberne Münzen aus einen blauen es ist noch nicht das Richtige." „Laßt Faden gereiht, um die Lenden silberne mich nur ein und ihr werdet sehen, daß Keltengürtel; die jungen Frauen aber und ich die Wahrheit spreche." Und dabei bebte Mädchen tragen Rosen und sonstige ginnt er zu zürnen und Zu toben und Blüten ins haar geflochten, die den schönsten poltert mit dem Stock an der Tür. Va Pust verbreiten. In dieser Nacht fürchten fragen sie weiter: „wenn du denn ein sie Keinen bösen Blick und keine argen Jude, bist: weshalb kommst du so spät? Geister, denn es ist eine Nacht, da Er wacht... weißt du denn nicht, daß heute ein Zeiitag wenn der Vorleser an die Stelle kommt, in Israel ist, an dem man daheim ruht?" die von der zukünftigen Erlösung spricht, „Sehet, ich komme jetzt von Jerusalem, heben alle ihre Hände auf, spreizen die der heiligen Stadt; der weg ist sehr weit Finger und rufen, tief bewegt und voller und voller Gefahr auf Schritt und Tritt. Trauer: „wollte Gott, daß Moschiach, Unsere Feinde lauern uns auf und .stellen Davids Sohn, käme und. alle Verbannten sich uns in den weg. wie eine eiserne sammelte, so wie der Ewige, unser Gott, Mauer traten sie zwischen mich und euch, einst unseren Vätern tat." Und die Frauen daß ich nicht vor dem Feiertag zu euch fallen ein und rufen: „Rmen, dies sei sein Kommen konnte." vabei bricht er in Wille!" Und an der Stelle: „Zu jeglicher Tränen aus und klagt bitterlich, die Derzeit ist ein jeder verpflichtet . . ." erhebt sammelten aber sitzen, wie versunken in sich der Vorleser, nimmt ein Stückchen ihre Gedanken; tiefe Stille herrscht im Mazzah, eingewickelt in ein altes Tuch, ganzen - Hause, nur selten von einem legt es sich aus den Nacken, geht vier schweren Seufzer unterbrochen. Schritte, zeigt es allen und erklärt ihnen Rlle sehen nach der Tür; der Vorleser in ihrer Sprache, daß so unsere Väter aus aber gibt ein Zeichen, man öffnet und Mizrajim zogen, den Teig auf den Schullern; auch macht er hastige Bewegungen, *) v«i uns jagt man flrba Kanfoth 307