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Bar Kochba · 1921-01-01 · Heft 13 (Januar 1921) · p. Seite 204

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 13 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 204 (sequence 10)
Language
German
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3n der Tat, BCCü und Madame vowidl rollten nicht mehr mit der gleichen Geschwindigkeit wie früher. Da Madame vowidl Kleiner war als liLLü, konnte er über sie hinwegsehen. Er sah die beiden blitzenden Gleise, auf denen sie rollten. Bisher hatte es ausgesehen, als ob sie immer näher aneinanderrückten und ganz hinten am Horizonte zu einem Punkte zusammen, liefen. Jetzt aber machten sie einen ziemlich scharfen Vogen» eine Kurve, wie man es nennt, und auf diese Kurve fuhren die beiden zu, zwar viel langsamer als früher, aber immer noch schnell genug. VLLü war dabei nicht gut zu Mute. Lr wußte, daß er ein recht langer Kerl war, - fast zwanzig Meter lang - und Konnte sich nicht vorstellen, wie er durch die Biegung kommen sollte. Aber ehe er noch recht zur Besinnung kam, war die Biegung schon da, die Bremsen ließen die Räder plötzlich los - und dann lag die Kurve hinter ihnen, „Aengstlich gewesen?" fragte Madame Vowidl. „Ehrlich gesagt, ja!" antwortete BCCü, „Bin ich denn so biegsam, daß ich durchkam, ohne etwas zu merken?" „Nein", lachte Madame vowidl, „vu bist aus Eisen, das biegt sich nicht so leicht. Aber paß mal auf : wieviel Räder hast Du? BLLü wußte nicht, was diese Frage bedeuten sollte. „Acht" antwortete er zögernd. „Und wie sind diese acht Räder unter vir verteilt?" „Vier sind unter meinem Vorderende und vier unter meinem Hinterende". „Jawohl, und je vier sind von einem Gestell umgeben, sodaß die vier Vorder- und die vier Hinterräder je einen kleinen Magen für sich bilden. Und in der Mitte jedes dieser Magen ist ein kurzer, starker eiserner pflock, ein Vrehzapfen, wie die Menschen ihn nennen. Und auf diesen beiden vrehzapfen ruht Dein ganzer langer schwerer Körper. Menn nun eine Kurve kommt, fahren zuerst die vier Vorderräder hindurch, dann dis Hinterräder vu selbst aber schwebst ganz grade in der Luft, nur die Räder verschieben sich unter vir ein bischen, und nach der Kurve ist alles wie zuvor. Nur darf man nicht mit zu großer Geschwindigkeit durch die Kurve fahren, sonst springen wir aus den Schienen Und das Unglück ist da," „Und wie ist das mit den Rädern?" fragte BCCü, der immer wißbegieriger wurde. 204

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