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Bar Kochba · 1921-01-01 · Heft 13 (Januar 1921) · p. Seite 203

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 13 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 203 (sequence 9)
Language
German
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Du wirst sie noch kennen lernen. Der beste Schutz aber bist Du selbst, vor allem Dein Gewicht und Deine Räder." „Mein Gewicht? Das kann ich nicht verstehen." „Nun, das ist ganz einfach. Je schwerer man ist, desto fester steht man. Du wiegst ungefähr 38000 Kilogramm. Du gehörst zu den schwersten Wagen, die es gibt. Also stehst Du sehr fest, und es ist nicht so leicht, Dich zu heben oder umzuwerfen. Außerdem hat man Dich so gebaut, daß die allerschwersten Teile recht nahe den Schienen sind. Die Näder, die Achsen, die schweren eisernen Dalken an Deinem unteren Teil - das alles drückt sehr stark nach unten und daher läufst Du so sicher." „Und was ist es mit den Nädern?" „Hast Du eigentlich schon bemerkt, daß Deine Räder aus zwei Teilen bestehen?" '' „Nein," antwortete BCCü ganz erstaunt, „im Gegenteil, ich habe bisher gemeint, sogar die Achsen seien mit den Rädern aus dem gleichen Stück." „Ziehst Du, weil das so ist, darum sind Deine Näder ein so großer Schutz gegen das Entgleisen. Ich habe oft in der Fabrik zugesehen, wie Räder gemacht werden, und ich will es Dir erzählen, wenn es Dich interessiert." Aber es kam vorläufig nicht dazu. Denn plötzlich fühlte BCCü, wie aus dem Leitungsrohr, das ihn seiner ganzen Länge nach durchzog, Dampf ausströmte. Er bekam einen Schreck, denn er glaubte, es sei etwas kaputt gegangen. Gleichzeitig spürte er etwas Anderes. Die schweren eisernen Dremsklötze, die vor und hinter jedem Rade hingen, wurden gegen die Räder gepreßt. Erst nur ein wenig, dann aber stärker und immer stärker, so daß die Räder unter dem Druck zu kreischen begannen und sich nicht mehr so schnell zu drehen vermochten. „Liebe Madame Dowidl, was ist das?" fragte BCCü ängstlich. „G, nichts," antwortete diese. „Dis jetzt sind wir immer nur gradeaus gefahren. Jetzt aber Kommt eine Kurve, und da muffen wir langfamer fahren. Darum hat mein Diener, der Führer, die Bremse etwas anziehen lasten. Denn von selbst können unsere Räder so schnell sich nicht langsamer drehen oder gar stehen bleiben. Merkst Du, daß wir jetzt viel langsamer fahren?" 203

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