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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 12 (Dezember 1920) · p. Seite 190

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 190 (sequence 14)
Language
German
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Spiel lernen Kinder sehen und beobachten. Früher konnte Man wohl auch aus Nosinen, haselnuhkernen. Backpflaumen und Äpfelchen Herren, Damen, Kasperle und allerhand Tiere aufbauen. Doch diese wohlschmeckende Gesellschaft dürfte jetzt wohl zu teuer fein. Sehr gemütlich ist es, wenn man mit einer kleinen Handarbeit um den Tisch sitzt. Nur allen möglichen lvollresten werden recht bunte, lustige Sterne gehäkelt» die, wenn schon genügend fertig sind, zu einer feinen Tischdecke für'» heim zusammengesetzt werden. Und während Man häkelt, wird gesungen und neue Lieder werden gelernt. Und dann könntet Ihr auch mal den Titern zeigen, wie gut ihre Kinder auf dem Heimabend aufgehoben sind. Macht nette Handarbeiten als Purimgeschenke. Ganz einfach sind Papparbeiten. Zwei starke Pappdeckel, mit Seide oder einer schönen Tapete sauber beklebt, mit abgesetzten Ecken, geben eine feine Mappe, die ganz billig mit nur wenig Hilfe von jedem Kinde ausgeführt werden kann. Kn alle vier Seiten werden Löcher gebohrt, und schmale, .durchgezogene Bänder halten die beiden Deckel nun zusammen. wer geschickt ist, kann die vorder- und Rückwand auch durch einen Rücken aus Seide oder Leinen verbinden. Roch einfacher ist die Herstellung von Kalendern aus einer beliebig großen Pappe, die entweder auch beklebt oder nur hübsch bemalt wird. Der Kbreihblock wird unten oder in der Mitte befestigt. In unserem heim haben wir auch etwas sehr hübsches. Tin farbig beklebter Buch-Schutzkarton hängt als Briefkasten an der Tür. In dieser Krt gibt es noch unzählige Papparbeiten, Papierkörbe, Schächtelchen, Krbeitskästen usw. l-.. Und dann für Mädels die.Nadelkissen, Nadelpuppen, Lesezeichen sticken und malen usw. Etwas sehr Nettes läßt sich aus einem einfachen Kinder-Sandeimer Herstellen. Man bespannt ihn (er mutz ca. 15—16 cm Hoch sein) mit hübscher, wenn möglich gestreifter Seide - natürlich müssen die Streifen dann lang genommen werden oben kommt ein Kräuschen ran, ein Henkel wird aus Garn oder Seide geflochten, und fertig ist ein allerliebster Schuttabladeplatz für Kpfel- und Nußschalen. Tr ist ein reizender Tafelschmuck und sehr praktisch. Mit Seidenband bespannte hohe Gläser ergeben Papierservietten ständer. Sehr hübsch ist auch ein Sicherheitsnadel-Halter. Dazu braucht man cä. 2 cm breites, farbiges Band, gleichfarbiges Garn und 5—6 Rouleauringe. Das Band wird in verschieden lange Teile geschnitten, sagen wir einmal 8, 12, 16, 20 und 23 cm lang, und die umhäkelten Ringe an die unteren ungleich langen Enden genäht. Die oberen gleichen Enden hält eine fesche Schleife zusammen. In die Ringe hängt man die Nadeln. Zuletzt möchte ich noch eins erwähnen. Man kann mit einem schönen Tfillenbeutel, mit einem Täschchen für den Tallis und einer varchesdecke gewiß viel Freude erwecken. . Das alles sollen nur Knregungen sein.' Es ließe sich noch so vieles sagen. Var Gebiet ist ja riesengroß und Kinder so dankbar für alles, was man ihnen gibt'. Nur. mit Liebe Nachdenken mutz man und mit den Kindern jun§ sein. Lls» Hartmann, Uattowttz. 190.

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