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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 12 (Dezember 1920) · p. Seite 189

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 189 (sequence 13)
Language
German
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h ei m abe n b e 3n diesem Kufsatz macht eine Zreundin der Var Kochba, die seidsl Zübrerin einer Gruppe Niädelr ist, einige Vorschläge, wie man Kinder besckSsligen kann. War sie sagt, wird sicherlich nicht nur die älteren teser. sondern auch die Eltern interessieren. Venn einen ..fteimabend" kann auch die Mutter zu Hause machen. Bis jetzt wurden auf unseren Kinder-Heimabenden fast durchweg Märchen vorgelesen, Mische und andere, Da ist schon eins zu sagen: nicht oorlesen, sondetn erzählen. Das schafft schon die Bindung zwischen dem Erzähler und den kleinen Zuhörern. Und nicht immer und immer Märchen. Das ist zu wenig mit der Feit. Der „Bar Kochba" gibt viel Anregungen zu Heimabenden. Und wer recht in der Bibel lesen kann, der hat in den Bibelerzählungen ein weites Feld vor sich. Aber ich möchte noch etwas anregen. Das Kind will nicht nur hören, es will auch sehen. Und man lägt er di« biblische Geschichte erleben, wenn man sie ihnen veranschaulicht. Ich denke da an lebende , Bilder. Man erzählt, oder besser, man lätzt die Kinder selbst ein Stück Geschichte erzählen. Lagen wir einmal die Purimgeschichte, und diese stellt man dann dar: Der König wählt Esther, er krönt sie, Mordechai belauscht die Verräter des Königs, Esther bittet um Gnade, Mordechai, von hamän begleitet, reitet stolz durch die Strotzen, haman am Galgen. . .*) unzählige solcher Bilder lassen sich Herstellen. Hemden und Bettlaken, farbige Tischdecken und Tücher stellen fabelhafte, pompöse Kostüme her, den Turban erseht ein Handtuch, es geht alles ganz einfach. Die ganze biblische Geschichte kann inan die Kinder so erleben lassen: Adam und Evas Flucht aus dem Paradies. Jakob und Uahel am Brunnen, Jakob und die Himmelsleiter, dann die Auffindung Moses durch die Tochter des Pharao (ein Körbchen mit einer Puppe wirkt grogartig), Uuth beim Aehrenlesen, David und Goliath, David vor Saul usw. Die Kinder selbst werden begeistert Anregung geben. Auch Volkslieder kann man fein darstellen. Nach Liedern wie „Maiglöckchen läutet in dem Tal" lassen sich reizende Neigen tanzen, und das ebenso schöne wie geistvolle Lied von den zehn kleinen Negerlein, die bis auf den Letzten eines seligen Todes iterben, von zehn Kindern aufgesührt, ist sehr stimmungsvoll und wird sicher überall rührende Teilnahme erwecken. Der Tod von Bafel, die Lorelei, das Heidenröschen und »och viele' andere sind teils schöne, teils komische Anlässe für derlei „Aufführungen". Dann weiterhin brauchen wir Spiele. Ich möchte hier zu einem besonders netten anregen. Die Führerin erzählt eine Geschichte, die Kinder zeichnen unterdessen die Bilder, z. B..: „Am Sonntag regnete es und Miriam konnte nicht zur Wanderung gehen. „Latz mich Dir kochen helfen", bat sie die Mutter. Und die gütige Mutter lächelte: „So lauf und hole mir ein E i und einen Huirl." Und dann brachte sie einen T o p f „Nun rühre das Ei im Topf mit etwas Zucker." Aus einer Tüte nahm sie mit dem Löffel etwas Mehl, und rührte einen feinen Brei. Den gotz sie in eine Bratpfanne und buk den Teig. Dann holte sie schnell Messer, Gabel und einen Teller und bald konnte Miriam ihren Eierkuchen verspeisen. : Die Geschichten können auch geistreicher sein, auch können die Kinder selbst erzählen. Sehr nett ausbauen lägt sich dieses Spiel, wenn man den Kindern Ton oder Knetgummi gibt und sie die Dinge formen oder aus Streichhölzern Herstellen lägt. Durch dieses ') V«r wird sich wohl schwer darslrllen lassen! C. 3. K. 189

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