Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1920)
- Date
- 1920-12-01
- Page
- Seite 183 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Daniel plötzlich in einer Ztube. Es ist Zteitag Übend. Zwei Kerzen brennen hell, die Familie sitzt am Tisch und sagt zu ihm: „Nun iß nur. Kleiner!" Das laßt er sich nicht zweimal sagen und staunt über alle die herrlichen Dinge und die schneeweiße „Thalle"**). Nach dem Esten werden Lieder gesungen, dann gibt es Üepfel und Tee, alle Üugenblicke klopft es und Vesuch kommt herein: Lhaluzim aus allen Teilen des Landes. )eder, der naht, ist willkommen, erhält sein Glas Tee und erzählt von seinen Erlebnissen in der „K'wuza" (ürbeitsgemeinschaft). Daniel wundert sich übet diese große Gastfreundschaft Menschen gegenüber, von denen man kaum den Namen kennt. Er fühlt sich so wohl und behaglich in dem Kreise, er lauscht den Vialikliedern***), die sie singen, nippt etwas vom „öchabbeswein", blickt schläfrig und selig in den Lichterglanz und schläft ein. Üls er aufwacht - liegt er plötzlich wieder in seinem Veilchen daheim und alles war ein Traum. Möchtet Ihr Jungens und Mädels auch einmal so schön träumen? Dann kommt mit mir nach Litauen: denn alles, was ich Tuch erzählte, ist die reine Wahrheit! .'■**) Bei uns sagt man «verches". ***) Vialik ist ein berühmter hebräischer Dichter. (E s g i b t wie d e r S ch n e e! auf den Dächern, denn in den Straße» wird er bald zu Matsch, hinaus ins Freie! Note Nasen schaden nichts und Kalle Füße werden warm, wenn man tüchtig läuft. Für die Nugen aber jst die Schneelandschaft ein Fest. 183