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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 12 (Dezember 1920) · p. Seite 180

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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Nun kam er zum Schaft Nls er dem seine Freundschaft antrug, war es sehr erfreut, denn es hoffte, der Hund würde es schützen. „Komm nur in meinen Stall", sagte es. „da ist es schön wärm, und zu Essen wird sich auch schon etwas finden." Ülso schlief der . Hund in der nächsten Nacht im Schafstall. Nls er aber grade eingeschlafen war, blökte das Schaf ängstlich : „Hund, Hund, sie kommen, sie kommen, rette mich!" .Da fuhr der Hund mit furchtbarem Gebell aus der Stalltür, draußen aber war der Wolf, und dem konnte er nichts anhaben. So wurde das Schaf gefressen und der Hund Hatte wieder kein Obdach. Als er sich nun gar nicht mehr zu helfen wußte, da schlich sich der arme Hund zu Ndam. Der war voller Mitleid mit allen Geschöpfen Gottes und nahm ihn auf, gab ihm zu fressen und ließ ihn neben sich ruhen, gls es nun nachts war, da hörte der Hund mit seinen feinen Ohren viel eher als Ndäm, daß wilde Tiere sich dem Hause näherten, und weckte ihn. Da nahm Ndam einen Spieß zur Hand und ging mit dem Hunde hinaus, und obwohl es dunkel war, fand er die Tiere schnell, weil der Hund sie mit seiner Nase witterte, und konnte sie vertreiben. Da sagte er zum Hund . „Du bist ein wackerer Geselle und sollst mein Hausgenosse werden. Such dir ein Plätzchen aus, wo du ruhen willst." Da wählte sich der Hund seinen Platz in der tlsche am Herd. tlls er in der nächsten Nacht schlief, rief plötzlich eine Stimme über ihm: „Hund, Hund!" Wie er seine Nugen öffnete, sah er die Nahe auf dem Herde sitzen und ihre äugen funkelten vor Zorn. „Was tust du hier", fauchte sie, „hast du vergessen, was du mir versprochen hast?" „Ich fand nirgends sonst Unterkunft und Nahrung, willst du allein es denn gut haben?" antwortete der Hund. Darüber erwachte Ndam und hörte ihren Streit. „Ihr törichten Tiere", rief er, „was zankt ihr Tuch? Zst nicht für euch beide in meinem Hause Platz? Hund und Katze, Katze, und Hund, beide sollt ihr mir willkommen sein und Freunde meines Hauses heißen." Und dabei blieb es. Die Katze aber war trotzdem neidisch auf den Hund und tat ihm Schabernack an, soviel sie nur konnte. Da wurde der Hund auch zornig auf die Katze, und bellte sie an, wo er ihr auch begegnete. Und wie es diese beiden getan, so machen es ihre Kinder und Kindeskinder zu allen Zeiten, bis der Mafchiach kommt. Dann werden sie sich wieder vertragen. Erneue r t Euer 5L b o n n e m e n t! 180

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