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Bar Kochba · 1920-12-01 · Heft 12 (Dezember 1920) · p. Seite 179

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1920)
Date
1920-12-01
Page
Seite 179 (sequence 3)
Language
German
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warum Hund und Uahe Feinde sind Als Hund und Uatze erschaffen wurden, da waren sie zunächst gute Freunde und hielten zusammen. Gemeinsam gingen sie auf die Jagd und gemeinsam, verzehrten sie ihre Leute. Aber dann kam ein Tag, da fanden sie wenig, und ein zweiter, an dem fanden sie noch weniger und am dritten fanden sie gar nichts, und ihr Magen knurrte so laut, daß sie es gegen« feitig hören konnten. Da meinte die Uatze, sie hatte das hungern satt und sagte zu ihrem Freunde, dem Hund: „Weißt du was? Ich werde zu Adam, dem Menschen, gehen und in seinem Hause wohnen, da werde ich wohl etwas zu essen finden." „Schön", sagte der Hund, „geh du zu Adam und lebe bei ihm, ich aber werde zu den andern Tieren gehen und versuchen, mit ihnen zu Hausen". Zagte die Uatze: „Tu das. Aber versprich mir, daß du niemals zu Adam kommen wirst, um bei ihm zu wohnen." Denn sie fürchtete, daß er sie bei dem Menschen verdrängen könnte. Der Hund versprach ihr, was sie verlangte, sie wünschten einander Glück und alles Gute und so nahmen sie von einander Abschied. Die Uatze schlich sich in das Haus Adams, jagte dort Mäuse und nährte sich von ihnen. Als Adam das merkte, sprach er: „Du bist ein nützlich Tier und sollst in meinem Hause aus- und eingehen dürfen, wie es dir gefällt." Er machte ein kleines Uatzenloch unten in die Haustür, damit sie kommen und gehen konnte, wann es ihr beliebte, und so wurde die Uatze das erste Haustier. Der Hund suchte indessen einen neuen Bundesgenossen. Zuerst ging er zum Wolf und sprach zu ihm: „Wir wollen uns zusammen tun, Mit einander leben." „Es soll mir recht sein," antwortete der Wolf, „Komm in meine höhle, da kannst du bei mir schlafen." Als es nun Nacht war, da Hörte der Hund plötzlich das Getrappel anderer Tiere in der Nähe der höhle. Er rüttelte den Wolf und rief: „Wolf, Wolf, wach auf, Feinde kommen." Der Wolf gähnte und sprach: „So spring heraus und verjage sie," Dann legte er sich auf die andere Seite und schnarchte weiter. Der Hund aber sprang aus der höhle, griff die fremden Tiere an und wurde von ihnen jämmerlich zerschunden. Da entfloh er. Am andern Tage ging er zum Affen und fragte den, ob er sein Bundesgenosse werden wolle. Der Affe saß auf einem Ast und aß Uirschen, dje Uerne spuckte er dabei den Hund vor die Füße. Als der Hund ausgeredet hatte, sagte er: „Wenn du zu mir auf den Baum klettern kannst und dich von Uirschen und Nüssen nähren willst, so will ick dein Uamerad werden." Da sah der Hund ein, daß der Affe kein Genosse für ihn war und er ging traurig weiter. 179

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