Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 17 (März 1921)
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 269 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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bestellte, indem er die Saatfrucht beschaffte, Schuhen versehen, am Feldrande von links säete und pflügte. Die Bewachung der an: der stärkste von ihnen als Vorarbeiter bestellten Bodens übernahmen dann die auf dem rechten Flügel.' Sie arbeiten nun Beduinen bis zur Ernte, und diese verin einer Linie bis zum gegenüberliegenden richtete wieder der aus Hebron zurück- Feldrand, kehren dann in den ersten zurück gekehrte Fellach. Nach beendigtem Vreschen und ernten einen neuen Streifen ab. Die wird der Ertrag geteilt: ein drittel davon Halme schneiden sie mit einer Sichel, jedoch mutz Steuern und sonstige Kosten decken, nicht so kurz über dem Boden nie bei uns, je ein drittel kommt auf Fellach und sodatz ziemlich hohe Stoppeln Zurückbleiben. Beduinen. Ist ein Rrm voll Halmen abgeschnitten, so Mit Rücksicht auf die früher schon anwird er gewöhnlich von den Frauen und gedeuteten grotzen klimatischen Unterschiede Rindern zu einer Garbe gebunden, und zu ist die Zeit der Ernte in den verschiedenen größeren Hausen zusammengetrogen : als- Gegenden des Landes-auch recht verschieden: dann aus Esel oder Maultiere, auch manchallen voran geht das Jordantal, wo die mal auf Kamele geladen, wozu viel Ge- Gerstenernte etwa am 10. Rpril beginnt: schicklichkeit gehört, und zur Dreschtenne es folgt die Rüstenebene ca. vom 15. bis geschafft. Die Tiere werden so hoch be- 25; Rpril. Ruf dem Gebirge zieht sich die packt, üatz man aus der Entfernung nur Ernte infolge der ungleichen Höhenlagen die vier Reine unter dem riesigen Garbenüber die 3eit von Ende Rpril bis Ende bündel sich bewegen sieht, was, besonders Mai hin. Etwa zwei Wochen später bewenn eine ganze Reihe solcher vierbeiniger ginnt überall der Schnitt des Weizens. Bündel übers Feld dahinläuft, sehr komisch Die Ernte ist noch jetzt eine Zeit höchster aussieht. Trotz der heitzen Rrbeit herrscht 5reude, wie wir es schon aus dem alten überall Freude. Die Schnitter singen ihre Testament kennen: Mann und Weib, Rlt Lieder, wie z. v.: und Jung ist daran beteiligt. Da dann G Ernteltreifen, o wärst du Bräche, in den Korngegenden von Gaza und in D wärst du ein Weideplatz für den Star! der Jesreelebene viele Rrbeitskräfte ge. D Erntestreifen, es hilft nichts, du mutzt braucht werden, so kommen hie Gebirgsdran! Machen oft mit Frauen und Kindern her- Ich rufe zur Hilfe die Söhne der halhal. bei, um sich zu verdingen. Ihre eigene weithin hört man diesen Gesang und Ernte wird ja später reif: auch kultivieren dazu das Jodeln der Frauen, sie aus ihren Bergen mehr Fruchtbäume Sind die Garben sämtlich vom Felde und Weinstöcke, als Getreide, während entfernt, so steht den Rrmen das Recht zu. die Männer der Schnitterarbeit obliegen, die zurückgebliebenen Rehren aufzulesen: binden und sammeln die Frauen die Garben, vorher, also zwischen den noch daliegenden bereiten autzerdem das Essen und schaffen Garben, zu lesen istverboten, vatz Ruth das Trinkwasser herbei. zwischen den Garben Rehren lesen darf, ist Mit der Ernte von Linsen und Bohnen ein ihr gewährtes Vorrecht. Immerhin wird der Rnfang gemacht: die Pflanzen sollen fleitzige Leserinnen bisweilen noch so werden ganz ausgerissen, aufgehäuft zuviel erzielen, datz sie mit Mehl für das sammengebündelt und auf die Tenne geganze Jahr versorgt sind: viel brauchen sie bracht. Ebenso verfährt man mit der bei ihrer Genügsamkeit nicht. Mancher Durra. Bei 1 dem Zusammenarbeiten lätzt wohl auch noch heute für die Rrmen mehrerer Schnitter auf einem Felde treten ein Stückchen stehen, ohne es abzuernten, diese, ein jeder mit Lederschurz bekleidet, . Uebrigens sind die Rechte der Rehrender Brust und Leine schützt, und mit leserinnen auch darin durch den Gebrauch 269