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Bar Kochba · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 1
Date
1920-01-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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arabische Verfasser hatten und noch viel sich die „allerkatholischsten" nannten, und mehr jüdische Gelehrte, vor allem Aerzte darin wetteiferten, den päpstlichen Willen und Philosophen, in arabischer Sprache bis in? kleinste zu erfüllen. Zu veginn schrieben. 3rt Spanien gelangten die Juden des If>. Jahrhunderts entbrannte nun in zu großem Wohlstand und entwickelten Spanien eine wahre Vekehrungswut. Eine dort eine Kultur, in der die Wissenschaft besondere Behörde, die Inquisition, wurde und die schönen Künste in hoher Blüte eingerichtet, um diese vekehrungsarbeiten standen. Wenn heute noch die Alhambra zu leiten, und um mit Falter und Tod in Granada als ein Wunderwerk aus jener diejenigen zu treffen, die nicht in den Schah Zeit gijt, als ein hoher Beweis für das der „alleinseligmachenden" Kirche sich auf. feine Kunstempfinden und die große Genehmen lassen wollten, schmackskultur des maurischen Zeitalters Für die spanischen Juden begann damit in Spanien, so sollte man nicht vergessen, eine Zeit furchtbarster Marter. Zunächst welch bedeutenden Anteil an dieser Kultur weigerten sie sich standhaft^ ihren Glauben auch jüdischer Geist gehabt hat. zu wechseln, als aber die Inquisition hun- Solange die grüne Fahne des Propheten derte von ihnen zur höheren Ehre des auf den Zinnen der Städte flatterte, kannchristlichen Glaubens auf die Folter spannte, ten die Juden davon sprechen, in Spanien oder vor den Augen des Volkes auf dem eine wirkliche zweite Heimat gefunden zu Scheiterhaufen des Autodafe verbrannte, haben. Aber die Herrschaft der Araber nahmen eine große Anzahl von ihnen das dauerte nicht länge, von Nordspanien Ehristentüm zum Schein an, um im geheimen drängten die christlichen Völker gegen den »m so treuer am Glauben der Väter fest- Süden vor und nach jahrzehntelangen zuhalten. Die Geschichte erzählt von heim- Kämpfen wurde der Halbmond besiegt uchen Gottesdiensten in höhlen und Kata- und an seiner Stelle erhob sich überkomben, welche diese „vekehrten". Mar all das Kreuz von Rom über den erranen*) genannt, unter ständiger Lebensäderten Gebieten Und hatte der Araber gefahr abhielten. Und als die Geistlichkeit den Juden , gegenüber fast brüderliches merkte, daß ihr nie mehr gelingen würde. Empfinden gehegt, wie es den Nachkommen als die Erpressung, eines Lippenbekennt- Ssmaels den Kindern Israels gegenüber nisses, daß aber die jüdischen Herzen um natürlich war, so sahen die katholischen j0 fester und inbrünstiger am Gott ihrer Spanier, im Juden nur den Sohn de? per- Väter .hängen.' würden, mitje blutigeren fluchten Volkes, das den Heiland gekreuzigt Mitteln man sie zu seiner Verleugnung hat und dafür als vogelfrei in alle Länder zu zwingen suchte, da faßten sie den Lntder Welt verstoßen worden war. Die Zeit schiuß, die Unbeugsamen ganz aus dem des freien Denkens und der schönen Künste Lande zu vertreiben. Lange sträubte sich wurde abgelöst durch eine Zeit fanatischer t>er damals regierende König Ferdinand Kirchlichkeit, in der der Mönch herrschte, gegen die Austreibung der Juden, von der und sich seinem willen nicht nur das niedre cr mit Recht für seinen Staat schwere wirt- Volk, sondern auch die Fürsten und selbst schaftliche Nachteile befürchtete. Die Königin die Könige unterwarfen. Die Welt wurde Isabella aber befand sich vollkommen in damals von Rom aus regiert Rom glaubte,. der Gewalt der Mönche, und als der Großin der von ihm beherrschten Welt nichts jnquisitor, das erhobene Kruzifir in der dulden zu dürfen, was nicht seinen Glauben Hand, vor den König trat und ihm zuries: hatte und seinen Befehlen gehorchte. Dar folgsamste Kind der Kirche war p„,„ Namc war Sp->„ ,r b,d»u„„ in damaliger Zeit Spanien, dessen Könige „Schweinksteitch".

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