Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 2 (1920-1921)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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eines „hergelaufenen Maschinenwärters" arbeiten Da warb Stephenson Huf- und Grobschmiede an und ließ von ihnen die Maschine bauen. Äm 25. Zuli 1814 machte sie ihre erste Fahrt. Sie machte dabei furchtbaren Spektakel und fuhr nicht schneller als ein Pferd läuft, über die Bergleute waren von ihr begeistert und nannten sie „Blücher", nach dem Feldherrn, der grade die Schlacht bei Waterloo geschlagen hatte und in England' sehr beliebt war. über erst 1825 erhielt Stephenson die Gelegenheit, ganz England zu zeigen, was er zu leisten vermochte. Inzwischen war ihm ein Sohn Robert herangewachsen, der, glücklicher als sein Vater, Schule und Universität besuchen konnte und ebenfalls Ingenieur geworden war. Nun hatte man beschlossen, zwischen den Städten Stockton und varlington eine Eisenbahn zu bauen. Darunter verstand man damals aber nur, daß die Wagen, die von Pferden gezogen wurden, auf eisernen Schienen liefen. Da ging Stephenson zu dem Leiter der Vahngesellschaft und bat ihn, sich seinen „vlücher" anzusehen. Der veamte war so erstaunt, daß er sofort Stephenson den Bau der Bahn übertrug. Nun baute er in Gemeinschaft mit seinem Sohn Robert in Newcastle die erste Lokomotivenfabrik der Welt, aus der auch die ersten Lokomotiven stammten, die später in Deutschland fuhren, üm 27. September 1825 fuhr der erste von einer Lokomotive gezogene Zug zwischen Stockton und varlington, der nicht nur Güter, sondern auch Menschen beförderte. Vas war der Geburtstag des modernen Verkehrs! Einige Zeit später sollte die für England sehr wichtige Bahn von der Industriestadt Manchester zu dem Hafen Liverpool gebaut werden und keinem anderen als Stephenson wollte man den Bau anvertrauen. Es war auch schwierig genug, denn die Bauern, über deren Üecker die Bahn führen sollte, rebellierten. Sie hatten die abenteuerlichsten Vorstellungen und wollten den „Teufels- Dagen der Bahn Manchesler.tiverpool üL.ru ]•; um IjMiHW wagen" unter keinen Umständen dulden. Sie verprügelten die Landmesser, welche die Bahn abstecken sollten, sodatz diese nur noch bei Mondschein arbeiten konnten oder — am Sonntag, wenn die Bauern in der Kirche waren. Nicht viel vernünftiger benahmen sich die Üdgeordneten des Parlamentes, die den Vau zu bewilligen hatten und vorher an Stephenson die dümmsten Fragen stellten. „Nehmen wir an," sagte einer von ihnen, „es komme eine Kuh der Maschine in den Weg. Glauben Sie nicht, datz das sehr peinlich wäre?" „Ja," antwortete Stephenson, „für die Kuh?" „Werden die Pferde auf der tandstrahe nicht scheu werden, wenn sie den rotglühenden Schornstein sehen?" fragte ein anderer. „Nein," war die Üntwort, „sie werden glauben, der Schlot sei rot angestrichen. " üls es ihm gar zu bunt wurde, rief Stephenson: „tatzt mich in Ruhe! Ich kann nicht sagen, wie ich es machen werde - aber ich werde es machen!". Und er machte es! Er baute nicht nur die Strecke, sondern auch seine Lokomotive Räkele" die bei der Probefahrt am 8. Oktober 1829 alle andern Maschinen, die am Wettbewerb teilnahmen, besiegte. Sie erreichte eine Geschwindigkeit von 60 km in der Stunde, wenn sie allein