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Bar Kochba · 1920-01-01 · Heft 1 · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
2 (1920-1921)
Issue
Heft 1
Date
1920-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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De r Do t e r der Ci s e n b a h n Die Stabt nerocaftle lieg» inmitten bes großen englischen Kohlen- und Industriegebietes in der Grafschaft Northumberlanb Die Menschen, bie dort geboren werben, sind zum grüßten Teil bie Sklaven ber schwarzen Schätze, bie bort tief aus bem Schoß ber (Erbe gefördert werben. Sie fahren als Bergleute in bie Kohlengruben ein unb stehen als Arbeiter an den Dampfhämmern unb Schmelzöfen. Über einmal wuchs unter ihnen einer auf,ber nicht ein^klave, (onbern ber Hl eilt er von Kohle unb Eisen würbe, ber nicht ihnen dienstbar war, sondern vielmehr sie in den Dienst der Menschheit stellte, so. baß wir uns sein Merk aus bem lieben ber Völker gar nicht mehr fortbenke, können. Da* war <6 e org S t e p h e n son,. ber Schöpfer der Eisenbahn, geboren am 9. Juni 178t. StephensonsVater hieß der. „alte Bob" und war Heizer 7 am Pumpwerk einer Grube Bn seinem Hause führten" die Gleise der Förderbahn vorbei, mit <t> (0 r g St« pH » n s o n der die Kohlen abgefahren würben. Zwischen Schienen unb rollenben Magen wuchs Georg auf. unb fein erster Beruf war der. daß er verhüten mußte,, baß die Kühe von ber lveide auf die Gleise Hefen. Aber mehr als alle Kühe ber Melt interessierten ihn die Maschinen unb er war glücklich, als er erst hilssbursche bei einer Dampfpumpe und später Maschinen- Wörter wurde. Mit t7 Zähren kannte er olle Teile seiner Pumpe ganz genau. 3n jener Seit begann er soviel zu verdienen, baß er von feinem Gelbe den Besuch einer Abendschule erschwingen könnte. Erst mit 19 Jahren lernte er schreiben, aber in seinem Kopse lebten schon die großen Gedanken, die er später ausgesührt hat. 3u jener Seit beschäftigte die Menschen eine Frage in ganz besonderem Maß. lvie man in den letzten zwanzig Jahren vor dem Kriege größtes' Interesse für die Erfindung des lenkbaren Luftschiffes hatte, so damals für die Erfindung einer „selbstfahrenden Dampfmaschine", b. h. ber Lokomotive. versuche waren schon oorStephenson unternommen worben, aber sie waren alle nicht brauchbar. Schon 1803 fuhr in England eine Lokomotive, aber die Schienen waren für sie nicht eingerichtet und brachen^ Seither hatte es an allen möglichen Konstruktionen nicht gefehlt, aber erst Stephensons Maschine hat aller Melt gezeigt, baß die „fahrbare Dampfmaschine" eine berwichtigsten Erfindungen ist. die je gemacht würben. Er war inzwischen vom Heizer zum Ingenieur ausgestiegen. Da er bas volle Vertrauen der Besitzer der Grube besaß, konnte er es burchseßen, baß man ihm erlaubte, eine Maschine zu bauen, welche die Kohlenzüge ziehen sollte. Das war aber sehr schwer, und was sein Werk am meisten hinderte, war ~ menschliche Dummheit. Die gelernten Schlosser und Schmiede streiklen nämlich, sie wollten nicht nach den Plänen

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