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Bar Kochba · 1921-03-01 · Heft 18 · p. Seite 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 18
Date
1921-03-01
Page
Seite 286 (sequence 14)
Language
German
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er sich den Herrschaften gleich. Er brachte taschentuch auf den Tisch zu seiner Rechten das silberne Recken und viele Handtücher, und begann in der hagadah zu lesen. Tr Man erwartete die Herren aus dem Vetbat die Mutter, ihm die einzelnen Errichte Hause, die auch bald erschienen. Schon von den Tellern zu reichen, auch die jüngeren beim hereintreten meiner Vaters fühlten Herren folgten seinem Beispiel. Dann füllte wir an dem Ton, mit dem er laut „Gut die Mutter auf eine besondere Ritte des Jom Tow ' lGuten Feiertag) sagte, eine Vaters hin den Recher mit Rotwein Die gewiss« Feierlichkeit, «in« wohltuende ververheirateten Schwestern füllten hieraus gnügtheit. Tr ließ meinen Bruder sämtliche auch ihren Männern die Becher, während hagadah; bringen und erteilte den Rindern unsere ältere, unverheiratete Schwester das den Segen, hierauf nahmen wir an dem Rmt des Linschenkens bei uns Rindern und Tische Platz, und zwar nach der Reihe der den anderen Tischgenossen, selbstverständlich Rlters. heute dürfte auch Schimen, der auch beim Meschores, versah. Jeder der Meschorer, an einer Lcke des Tisches sitzen, Herren bekam auf seinen Teller drei nach patriarchalischer Rrt, womit bekundet Sch'mUrah-Mazzoth, zwischen denen sich wird, daß an diesem Rbend alle gleich bereits die Seroa, ein wenig von dem sind - Herr und Diener. Das Aussehen vorbereiteten Meerrettich, ein wenig Salat, meines Vaters war würdevoll; seine großen, Lharoßeth, ein gebratenes Ti, ein Radiesklugen Rügen, die edlen Gesichtszüge chen befanden. Das alles war mit einer drückten eine innere Zufriedenheit und weißen Serviette bedeckt. Der Vater nahm Seelenruhe aus. Die mächtige, Stirn den Recher Wein in seine rechte Hand, sagte zeugte von rastloser Gedankenarbeit, das Ridduschgebet und leerte das Glas. Der lange, gut gepflegte Rart oerooll- Rlle Tischgenossen folgten seinem Beispiel, ständigte das ehrwürdige, patriarchalische nachdem sie Rmen gesagt hatten. Meine Russehen, und sein Verhalten den Rindern Mutter füllte von neuem die Recher, die sowie allen anderen gegenüber flößte, anderen Frauen taten es wieder für ihre obwohl er erst vierzig Jahre zählte, Ehr- Männer, während die Lecher der anderen furcht ein, als wäre er ein Greis von Tischgenossen mit süßem Rysinenwein gefüllt achtzig Jahren. Mein Vater war auf wurden. Dann nahm der Vater das Gedeck äußeres sehr bedacht, ohne eitel zu sein, mit allen darauf befindlichen Dingen in Der Trust der jüdischen Erziehung schützte die rechte Hand, hob es in die höhe und gegen solchen Leichtsinn. Seine Festtagssprach dabei laut das Rapitel ha lachma Kleidung bestand aus einem langen, anja. Die männlichen Tischgenossen wiederschwarzen Rtlaskaftan. Tr war der Länge holten den Satz bis zum zweiten Rapitel »ach von beiden Seiten mit zwei Samt- Mah nischtanah, den sogenannten vier streifen besetzt, neben denen eine Reihe Fragen, welche das jüngste Rind bei Tische kleiner schwarzer Rnöpfe angebracht waren, zu fragen hat . Der Vater antwortete mit Die Rleidung vervollständigte eine teure bewegter Stimme aus der hagadah lesend: pelzverbrämte Mütze fStreimel genannt) „Rwadim hajinu." ... „Rnechte waren und ein breiter Rtlasmantel um die Lenden, wir hei Pharao in Mizrajim, und hätte von dem weißen Leinenhemd war bloß uns damals Gott der RUgütige in seiner der Rragen sichtbar, der vorteilhaft den Allmacht nicht erlöst, .wären wir nicht von schwarzen Rnzug hervorhob. Ruch das dort ausgezogen, wären wir, unsere Rinder rote Zoulardtaschentuch fehlte nicht. und Riydeskinder, bis jetzt noch Sklaven Mein Vater ließ sich gemütlich auf gewesen, wenn wir auch alle kluge Schriftseinen Sitz nieder, legte eine prächtige gelehrte wären, so ist es dennoch unsere Pflicht, Schnupftabaksdose mit dem roten Foulardvom Auszug aus Reghpten zu erzählen.« 286

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