Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 18
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 284 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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gereinigt, die Zeniterbretichen mit weißem auch wenn es „Nutzen oder Vergnügen" Papier bedeckt. Ver große Speisetisch brächte. wurde auseinander gezogen, mit einem Dir Kinder sprangen von da in das weißen Tuch oder mit Papier bedeckt und Eßzimmer. wo Schimen, der „Meschores" dann der zu «einer ganzen Länge aus- (der Diener), mit dem Nuspacken des gezogene Tisch mit dickem Filz, einer peßachgeschirrs beschäftigt war. wir wollten Schicht Heu und vieler grauen Leinwarrbm auch hier helfen und von unseren Kossoth bedeckt, die mit kleinen Nägeln befestigt (DeinVecherchen) vesitz ergreifen, da schmunwerden dar wir Kinder mit so großer zelte der Diener schalkhaft, und meinte, daß Neugierde erwarteten, weil jedes von uns. wir dazu noch nicht gehörig vorbereitet darunter/seinen bestimmten Kos (kleines feien. Dir waren verblüfft und sahen ihn Decher von hübscher Form) hatte. Aber fragend und bestürzt an. Mit gleichgültiger damit nicht genug! Ts gab um diese Zeit Miene erklärte er, daß wir noch nicht auch an allen Grten und in allen Zimmern gescheuert und gekaschert seien. „Wieso viel Interessantes für uns zu sehen, besonders gekaschert?" fragten wir „Ja. ja," oerim Hof, wo alle Holztische und -bänke zum setzte unser Peiniger, „ihr müßt heiße Käschern aufgestellt waren. Man goß die glühende Steindelach (Steinchen) in den Sank oder den Tisch mit siedendem wasser^ ^Mund nehmen, sie dort herumkollern, strich mit einem zum Glühen gebrachten hernach mit kaltem Wasser ausspülen, aus- Eisen darüber hin und her und schüttete dann spucken, dann erst dürft ihr dieses Geschirr gleich kaltes Wasser auf die Gegenstände.,^ anrühren." wir fanden keine Antwort Außer diesem Schauspiel gab es aber- und stürzten weinend in die Küche, wo noch etwas Großartigeres: der Vater erschien, meine Mutter in voller Arbeit war. Sie nämlich in der Kücheütür mit dem Thame^ beriet eben mit der Köchin die vereitung von gestern in der Aechte» und ließ Zeiwele, des Indianvogels, eines riesigen Truthahns, : den alten Wächter, Ziegelsteine und trockene.der bereits geschlachtet, gerupft, gesengt. Holzstücke bringen. Oer Alte besorgte das gesalzen und dreimal mit Wasser adgespült blitzschnell, errichtete aus den Ziegeln einen war. Jetzt lag er auf dem Brett, und die kleinen Herd und legte die holzstücke darauf. Köchin hielt ihn mit beiden Händen fest. Mein valsr legte den Löffel mit den darin als wenn er daoonfliegen wollte, während befindliche» Krümeln auf den Scheiterhaufen die Mutter, mit einem großen Küchenmesser und ließ da; Holz in Vrand setzen, wir// verpaffnet, den hauplschnitt äusführte. Kinder liefen hin und her, um uns, wenn Unweit von diesem Schauplatz, rechts von irgend möglich, dabei nützlich zu, machen. - der Lank, lag auf einem abgehobelten Dar trockene Holz fing joforl Zeuer, und.Breti in seiner ganzen Länge ein silberein Zlämmchen nach dem andern züngelte schuppiger Hecht aus dein Zlusse Lug, noch aus dem Scheiterhaufen hervor. Und wir./ der kunstgerechten vehandlung harrend. Kinder schrie»: ..Seht, seht, die Zedern sind/- Auf der linken Seite stand der sauber schon versengt! Der Lappen.brennt schon. .AN" /gescheuerte Küchentisch, auf dem sich ver- Tndlich verschlangen die vereinten Zlammen schiedene Schüsseln, Teller, Gabeln, Löffel auch den Löffel, und es dauerte nicht länger befanden, ferner ein großer Korb Tier, als zehn Minuten, jo war das Autodafä .ein Topf Mazzothmehl, das meine Schwester des Thamez vollzogeii. Mein Vater verließ eben siebte und aus dem später die schmacknichi eher den Schauplatz, als bis alle hafte» Torten. Mandelkuchen usw. bereitet Ueberbleibsel des Scheiterhaufens wegwurden, wir wollten nun. die Mutter geräumt waren, denn nach der Vorschrift fragen, ob Simon recht hätte. Aber wir darf man selbst nicht auf die Asche treten.^, blieben, von der Mutter reger Arbeit 284