Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 18
- Date
- 1921-03-01
- Page
- Seite 283 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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pe hach - Cr i n n eru n g e n eine r Groh m u tter von pauline ws^geroff. Die Zeit vor peßach verging in «Mosen ,BifSauf Öer Sti^i buttes fjaus oor- Vorbereitungen für die Wirtschaft, für gesunden wurd< gesammelt und verbrannt Kleiber und Putzsachen. Endlich nahte der MM. Nachdem diese Handlung vollbracht wichtige Tag de? Lrew-Peßach heran: Da war, speiste man etwas früher zu Abend erreichte die Arbeit ihren Höhepunkt! Km als sonst. ./Das inzwischen verborgene Brot Abend vorher wird auch eine fromme Handdurste nun zwar auf den Tisch kommen! lang vollzogen: das v'dikäth Thamez, d. h. die:-gesammelten vrotkrümel im Löffel das Fortschaffen des gesäuerten Brotteiges aber wurden mit dem wachskerzchen und aus dem Hause. Da begab sich meine den Zedern in einen Lappen gebunden und Mutter in die Küche, ließ sich von der auf dem Hängeleuchter im Speisezimmer Köchin eilten hölzernen Löffel und einige recht hoch befestigt, damit es keine Maus Gänsefedern geben, wickelte um beides erreiche, welche die Krümel sonst wieder einen weißen Lappen, nahm em wachszerstreuen könnte. Man ging zeitig schlafen, kerzchen dazu, band das ganze mit einem um am nächsten Morgen recht früh auf- Bindfaden fest und brachte es in das zustehen. denn um 9 Uhr morgens darf Zimmer des Vaters, wo sie es auf das sich kein Bissen Brot oder sonstiger Thamez Zensierbrett legte. Diese scheinbar Hedenim Hause eines religiösen Juden vorfinden, tungslosen Gegenstände sollten abends her wir Kinder wurden sehr früh geweckt und, einer religiösen Handlung verwendet werden, mutzten Frühstück und Mittagessen auf Mein Vater nahm, nachdem er zu Abend einmal verzehren. Das Nationalgericht gebetet hatte, das Bündel, steckte das für diesen Morgen ist heiß gesottene Milch Wachskerzchen an und übergab es meinem mit Weißbrot. Doch war meist zu dieser Bruder, dessen Hand ihm als Leuchter Stunde schön ein Braten fertig, an dem dienen sollte, und nun ging der Zeldzug sich mancher Hausgenosse gütlich tat. „Und gegen den Thamez durch das ganze Haus, nun rasch, rasch!", trieb Meine Muster alle Jedes Fensterbrett, jeder Winkel, in dem im Hause an, auch die Dienerschaft aß man Speisen vermutete, würde von meinem doppelt soviel als sonst, denn 'es durfte Vater untersucht und von meinem Bruder doch nichts vom Thamez Zurückbleiben, mit dem wachskerzchen erleuchtet. Die wir Kinder mackten allerhand Späße und aufgefundenen Krümel wurden mit den verabschiedeten uns dann für volle acht Federn in den Löffel gescharrt, nachdem Tage vom Brote. Das Geschirr wurde mein Vater das dazu bestimmte Gebet rasch gewaschen, und die Mutter befahl gesprochen hatte, wir Kinder machten dem , Diener, alle? ins Speisezimmer zu uns manchmal den Spaß, vorher überall bringen, von dem teuren Porzellanservice Krümel anzuhäufen, worüber sich der Vater bis zur letzten Kupferkasskrole wurden alle wunderte, da doch an diesem Tage die Stücke bunt durcheinander auf die Diele, Fensterbrettchen gewöhnlich mit besonderer den Tisch, die Fenster gestellt und dann Aufmerksamkeit gesäubert wurden. So mußte alles in große Kisten gepackt und untersuchte er nun gründlich die Fenster, aus den Boden gebracht werden, woher und die Mutter mußte sich beeilen, das sodann die gefüllten Kisten mit dem petzachnoch vorhandene Brot aus dem Hause zu gesHirr herunter getragen wurden. Dar räumen, denn das Gesetz gebot, daß alles Speisezimmer wurde wieder gründlich 283