Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 15
- Date
- 1921-02-01
- Page
- Seite 230 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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und Zahnbürste so scharf ausgerichtet wie Soldaten bei einer Parade. - Endlich aber werden wir noch-in das Paradies der Ahlemer Mädchen geführt. Var Mädchenhaus sieht nicht nur aus wie ein kleines Schloß, es ist auch wirklich eins. Alle liäume sind hell, geräumig und freundlich, und überall merkt man, daß fleißige Mädchen- Hände Hierselbst für die SchönheitihreSbeims sargen, ffib wir m die Küche oder auf den Boden, in die Milch-Kammer oder in den Ziegenstall, in 3 „ ö e die Waschküche ober in die Schulstube kommen, überall herrscht die aleiche Grdnuna. überall sind Blumen an den Fenstern, und vor allen Dingen finden wir.überall vergnügte Mädchengesichter, die jede Arbeit, auch ' die scheinbar schwerste und unangenehmste, gern und freudig verrichten, .weil sie es für sich selbst tun. Die Mädels, die ausder Ahlemer haushallungsschule hervorgingen, sind bisjetzt alle prächtige Hausmütterchen geworden, die einen Haushalt nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Lande zu fü hren verstehen. Seit dem Kriegsende werden eine Anzahl von ihnen auchGärtnerinnen und arbeiten mit den großen Zungen immer zusammen. Am schönsten ist es in Ahlem am Schabbos, wenn nach sechs schweren Arbeitstagen groß und klein, Zungcns und Mädels, Lehrer und Schüler sich zusammenfinden. Dann wird gespielt, geturnt, gesungen, gelacht, und draußen auf der Landstraße bleiben die Leute stehen, um zugucken zu können, wie die Ahlemer sich ihres Lebens freuen. r K ü cf> (E t n jüdisch e s 5 chattenthe a t e r z u P u r i m viele von Euch habe» nach einem Purim-Spiel gefragt. Jetzt können wir Euch mitteilen, daß ein ganzes jüdisches ächättenlheatcr erscheint und schon jetzt bestellt werden kan». Seht Euch die Anzeige auf der letzten Seite dieses Heftes an, da ist alles Nähere gesagt. Und jagt Euer» Eltern gleich, sie sollen über den Preis keinen Schreck bekommen. Venn dieses Spiel ist das Geld wirklich wert. Ihr bekommt ein richtiges Theater aus fester Pappe, alle dazugehörigen Bilder und Figuren und den Tert des purimjtückes. Das Stück ist koUossal lustig, wirklich zum Totlachen, und die Figuren find so hübsch, wie Ihr es Euch gar nicht vorjlellen könnt, vor allem aber: es werden nöch andere Stücke erscheine», die Ihr auf demselben Theater aufführen könnt, und ausdenken könnt Ihr Euch ja auch weiche. Also bittet Eure Eltern,'daß" sie Euch das Theater schenken, nicht nur Ihr, sondern auch sie selbst werden ihre belle Freude daran haben. 230