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Bar Kochba · 1921-02-01 · Heft 15 · p. Seite 229

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 15
Date
1921-02-01
Page
Seite 229 (sequence 5)
Language
German
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entlang. Rechts stehen in schnürgraben Reihen Hunderte von jungen Säumen, links dehnen sich Leider, auf denen in bunten Reihen Blumen und Gemüse angepflanzt sind, „Besonders schön ist es hier, wenn die Nelken blühen und ein großes riesiges Feld mit tausenden ihrer roten und zartrosa vlütenköpfen übersät. ist. Dann duftet es weit über den Rhlemer Bezirk hinaus nach Nelken, und wenn die Leute aus Hannover eben über die Kanalbrücke gekommen sind, dann schnuppern sie schon in der Luft und sagen, ah, die Rhlemer Nelken blühen wieder!" Lind die Blumen eine Weide für die Rügen, so freut sich der Magen, wenn wir all die guten Zachen sehen, die dicht daneben angepflanzt sind. Da sind weite Llüchen, aus denen sich die lustigen vohnenranken um ihre Stöcke ringeln. Daneben stehen tausende von Rohlköpfen.Rn anderen Stellen wieder sieht man die eigentümlich geformten Beete, in denen Spargel gezogen wird. Ruf der (vbstplantage finden wir alle Sorten von Repsein, Birnen. Rirschen Und Pflaumen. Und überall wie in den Treibhäusern, so auch auf den Feldern, in der 'Baumschule sind junge, kräftige Menschen bei der Rrbeit. hier wird mit dem Pfluge die Erde durchwühlt, um Gemüse zu pflanzen, das in tiefe Furchen gelegt werden mutz. Dort stehen ein paar in den Rosenkulturen, schneiden mit scharfen Gärtnermessern Schößlinge von dem edlen Stammen Und pflanzen sie aus w wilde, um diese zu veredeln. Rn andern Stellen wieder wird gegraben, gehackt, gewalzt, ein paar Jüngere streichen 'die Stämme >der Gbstbäume mit Ralk an. damit kein Ungeziefer an ihnen hochklettern kann, wo wir hinkommen, werden wir freundlich begrüßt, und bereitwillig und mit großem Stolz erklärt uns jeder seine Rrbeit. was uns aber vor allem auffällt, das ist, wie ganz anders diese Jungen alle aussehen als ihre Rltersgenossen in der Stadt. Groß und breitschultrig, mit braunen Gesichtern und blitzenden Rügen, mit Händen, an denen der ehrlich erworbene Schmutz der Rrbeit sitzt, die aber auch Kräftig zugrei« fen können, scheinen sie ein ganz anderes Geschlecht zu sein, als wir selbst. Und doch waren sie alle einmal genau so klein und genau so un. geschickt wie wir. Schließlich , r i. ji « 1 1 Zeigt uns der Direktor auch noch das Haus, wir sehen zunächst eine riesige Rüche. Drei große Dampfkessel sorgen für das Essen, und alles ist hier wie im ganzen Hause blitzsauber und rein, lich. Das Rnabenhaus stammt noch aus der ersten Zeit Rhlems. Es ist aber durch. Neubauten vergrößert worden und im nächsten Jahre soll ein ganz neues und modernes errichtet werden, wir sehen uns den Speisesaal an und kommen in zwei Schlafsäle, die nicht so unfreundlich, aber genau so musterhaft ordentlich aussehen wie eine Rasernenstube Ruf den Waschtischen sind Ramm, Bürste, Wasserglas 229

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