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Bar Kochba · 1920-10-01 · Heft 8 · p. Seite 115

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 8
Date
1920-10-01
Page
Seite 115 (sequence 3)
Language
German
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es wagte, das kaiserliche Münzrecht zu verletzen und eigene jüdische Münzen zu prägen, die die Umschrift trugen: ,le cherut Jeruschalajiw — zur Seit der Befreiung Jerusalems.". Solche Münzen sind heute noch vorhanden. Kaiser Hadrian wußte sich schließlich keinen Rat mehr. In seiner höchsten Rot berief er seinen allerbesten Feldherrn. Juliu$ $eoerus, aus England ab und ließ ihn und seine Truppen den langen und mühseligen weg nach Palästina machen, um die Juden zu besiegen. Fast ein volles Jahr brauchten sie zu diesem Marsch. Rls sie ankamen, sah Severus sofort ein, daß er in offenem Kampf Bar Kochba nie . besiegen würde. Er führte den Krieg aus eine andere Weise, sperrte den Juden die Zufuhr von Nahrungsmitteln ab, um sie so langsam aber sicher zur Uebergabe zu zwingen. Nicht das Schwert, der Hunger sollte sie besiegen. Lange Zeit noch währte der Kampf, von dem wir nichts wissen als das traurige Ende. Mit größtem.Mut und furchtbarer Erbitterung wehrten sich die Juden, Bär Kochba und seine Helden verteidigten Stadt um Stadt bis aufs Reußerste, schließlich blieb ihnen aber nur noch die Festung Betar in der Nähe des Meeres. In . diese Stadt strömte alles Volk, und auf geheimen, unterirdischen wegen wußten die jüdischen Bauern sie trotz der Wachsamkeit der Römer, mit Lebensmitteln zu versehen. Endlich aber wurden diese Gänge doch entdeckt, und die Stadt fiel durch Hunger. Die Sage berichtet aber von einem verrat der Samaritaner, auch sagt sie, daß Betar, wie Jerusalem, am 9. Rb fiel. Geheimnisvoll, wie seine Herkunft, blieb Var Kochbas Tod. Ruch über ihn weiß nur die Sage zu berichten, die erzählt, ein römischer Soldat habe seinen Kopf gebracht und sich gerühmt er habe den größten Krieger der Welt getötet. Rber da fand man seinen Körper, den eine Schlange umwunden hielt, deren Biß er erlegen war „wenn Gott ihn nicht getötet hätte - Menschenkraft hätte ihn nie besiegt." . : Mit dem Tode Lar Kochbas war das Schicksal des jüdischen Volkes entschieden, das Galuth, die Verbannung und Zerstreuung in alle Länder der Welt begann. "Der Name des letzten jüdischen Helden aber lebt im Gedächtnis seines Volkes, und die neue jüdische Jugend, die Mut und Stärke wieder zu ihren Tugenden Machen will, nennt sich freudig mit seinem Namen. Cin Erlebnis in 5ased von hadaffa vath Mordechai Safed. die Stadt Dbergaliläas. liegt gewinnen will, muß sich sechs Stunde» hoch oben auf einem Kalksteinberge, ringslang' von einem Maulesel oder Pferd herum gleich einer Festung von Gebirgstragen lassen. ketten emgeschlossen. Keine Eisenbahn führt Safed lebt wie ein Einsiedler, fernab da hinauf, kein weg ist so breit, daß es von dem Getriebe der Städte in Judäa den Reisenden gestattet wäre, die Fährt und Samaria, weiß nichts von einem neu im Wagen zürückzulegen. Wer nach Safed emporwachsenden Geschlecht in den Kolonien, will und gleicherzeit einen Eindruck von Einsam schaut es von seiner höhe auf das dem Charakter dieser ganzen Gegend ganze Land. Vas Rüge schweift von dem 115

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