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Bar Kochba · 1920-10-01 · Heft 8 · p. Seite 114

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 8
Date
1920-10-01
Page
Seite 114 (sequence 2)
Language
German
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Bilder aus der jüdischen Vergangenheit Var Nochba wenn die Rot esnes Volkes am grötzten /ihm den Namen „Var Rochba," d.h. i.lt, «rjJfljl iljm manchmal aus seiner eigenen „Sternensvhn" und viele Meinten, er sei Mine ei» Helfer und Netter, kein Fürst -er Maschiach aus dem Hause David, der oher Priester, sondern ein Unbekannter, gekommen sei, dar jüdische Volk für alle der plötzlich da ist, niemand weiß woher, Ewigkeit zu befreien, und der seitdem im Andenken seines Volkes Die Berichte aus jener Zeit schildern und der ganzen'Welt weilerlebt als ein ihn uns als einen herrlich schönen Mann Held. Ein solcher Held des j ü dis ch e n von furchtbarer Stärke. Die Sage berichtet, Volkes war Var Rochba, dessen Namen er habe die gewaltigen Steine, welche die diese Blatter tragen, und der deshalb auch . Römer mit ihren Schleudermaschinen m die der Erste sein soll in der Reihe jüdischer belagerten Städte schossen, mit den Rnien MänNer und Frauen, die wir schildern aufgefangen und mit der Hand zurückwollen. geschleudert. Ruch von seiner Streitschar Sei» der Eroberung Jerusalems durch verlangte er Mut und Rraft< wer ins Eilus i. 3. 70 stand Erez Israel unter Heer eintreten wollte, muhte sich selbst römischer Herrschaft. Rber die Juden ergaben einen Finger abhauen, um seinen Mut zu sich nicht so schnell in ihr Schicksal. Israel beweisen. Rls 5ie Weisen das verboten, war geschlagen, aber es fühlte sich noch nicht ließ er die Freiwilligen auf ein ungebesiegt. Und von Jahr zu Jahr stieg die sattelles Pferd setzen und sie muhten im Unzusriedenheit. der Zorn, der Freiheits- Galopp einen iunaen Baum aus der drang, immer stärker wurde der lvunsch, Erde reißen. ' zu den Waffen greifen zu dürfen, um den Das ganze Volk schenkte ihm volles Feind aus dem Lande zu jagen. Der vertrauen, ja, selbst die Samaritaner und geachtetste Lehrer, der berühmte Rabbi sogar Heiden strömten herbei, um an dem Rkiba, zog von Stadt zu Stadt und Rampf gegen Rom teilzunehmen, — nur von Dorf zu Dorf, weit über die Grenzen die zum Christentum Uebergetretenen stan- Lrez Israels hinaus, um die Juden zur den abseits. Lr hatte bald ein so ge- - Empörung gegen Rom aufzustacheln. Die wattiges Heer um sich, datz er das Hoch- Sage berichtet von 24000 Jüngern, die mütige Wort gesprochen haben soll: „Gött, ihm folgten. Ueberall im Lande bereitete wenn Du uns nicht helfen willst, so hilf man sich vor. In Felshöhlen wurden nur auch unseren Feinden nicht, dann Waffen- und proviantlager angelegt, und wollen wir mit ihnen schon fertig werden." die jüdischen Waffenschmiede, die für die Die Römer sahen bald zu ihrem römischen Soldaten arbeiten mutzten, sorgten Schrecken, datz sie in die Flucht geschlagen dafür, datz deren Schwerter schwächer und wurden. Im Jahre 132 begann der Rrieg, schlechter wurden als die, welche sie für schon ein Jahr später waren 50 Festungen die Juden schmiedeten. und fast 1000 offene Städte und Dörfer Rber noch fehlte der Führer. Rls jedoch vom Feinde befreit. Kaiser Hadrian die Stunde der Entscheidung gekommen schickte von Rom immer neue Truppen war. stand er plötzlich an der Spitze des ■ und seine besten Feldherren, — aber größer Volker. Rein Buch erzählt, wer er gewesen als sie alle war Bar Rochba! Der und woher er gekommen. Das Volk gab fühlte sich seines Sieges so sicher, datz er 114

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