Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 8
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 116 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Karmtl hinüber nach den schneebedeckten hineingetan werden, damit es sich kläre ckipfeln des Hermon, nach den Gebirgen und gekocht werden konnte. Schon lange jenseits der Jordan bis zum hauran und hatte man die großen Abwaschungen von den Anfängen der judäischen Serge. Ts . Haus und Hof. die in jedem Hause an. grüßt den MeromunddenRinereth-See.den jedem Freitag vorgenommen würden, ein- Tabor, und weiter führt uns die Phantasie stellen müssen. Und der Schrei nach Wasser den Jordan entlang über Jerusalem hinerschallte im ganzen Lande, von überall weg bis zum Toten Meer. brachte man die Runde, daß die Menschen Jeder Stein, jeder Fels erzählt uns und di« Natur nach Regen lechzten und i eine Geschichte, von Sased Kommt auch der vergehen mutzten, wenn Gott sich nicht Maschiach. In Merom, der Grabstätte erbarme. „ Rabbi Simon bar Jochais, steht sein Thron ' Und es war wieder an einem Donnerstag, in einen Fels gehauen, dessen Spitze, alle Tief betrübt wanderten Scharen von Män- Serge überragend, weit in den Himmel nern, Frauen und Rindern am frühen hineinreicht. Ringsherum unt die Stadt Morgen in die Synagogen, vergebens liegen die Gräber der Weisen und Großen hatte man nach den Ruppen der Serge Israels, deren Andenken noch so lebendig geschaut, kein Wölkchen wollte sie ein« ini Volke jst, daß man zu ihnen geht mir hüllen Da hörte man plötzlich den Pauker alle» Sorgen, mit jedem Rümmer und der in der Straße/bie „Rlesmer" (Musikanten) Gewißheit, daß diese Toten, dank ihrer und dazwischen die durchdringende Stimme Werke, ihres große» Lebens, Fürsprecher eines arabischen Ausrufers. Alles stürzte bei Golf sind für die armen, lebende» auf die Dächer, guckte hinunter auf die vruder. Tr war im Jahre Ich 10, schon kurz Straße. Ts war ein Magistratsbeamter, vor Thanukah und noch immer fiel kein der einen Sefehl vom Raimakam (tür« Regen JmMer noch strahlte die Sonne, kischer Sürgermeister) ausrief: „Allesollten immer »och Hobe» sich die schwarzen, langsofort die Läden schließen, hinaufziehen zu gestreckten Sergesketten scharf von dem den Gräbern und um Regen bitten. Tin blauen Himmel ab. Die Erde, die bereits Fasttag sei der heutige Tag für alle." gepflügt worden war, wartete auf Rege», Und dieses rufend, zog der Mann, be« daßsie de» Samen empfange und Frucht gleitet von dem Pauker und den „Rlesmern", gebe zur rechten Zeit Die Quellen, die durch die ganze Stadt, um diese Zeit fröhlich plätschernd dahin- Alsbald schlossen sich alle Läden, man sprudelten, rieselten langsam und träge zog sich Schabbathkleider an und pilgerte lief drinnen im Herzen der Serge. Und zu dem Grabe Sems und Ewers, der das Wasser i» den Zisternen ging zur Neige. Söhne Noahs. Diese Stätte gehört den Nlontäg und Donnerstag, die Fasttage Arabern liegt inmitten des^ arabischen der Woche, die nur noch von den Aller- Friedhofes neben einer Mosch". Rein Anders« frömmsten gehalten wurden, sie galten jetzt gläubiger darf sie betreten, auch die Araber für die ganze Gemeinde in Sased. Und nur in ganz außergewöhnlichen Fällen. Tag für Tag wurde Tehillim (Psalmen) Für die Juden war sie das lehtemal vor gesägt. Der Regen fiel nicht. Die Wasser, sieben Jahren geöffnet, als Menschen. Trer« behalter waren leer!-bis auf einige ganz und Felder nach Regen schmachteten und große, die tüchtigen hausverwalterinnen umzukommen drohten, so wie an dem gehörten, die auch zur Zeit der Fülle spar« heutigen Tage. sam mit diesem kostbaren Naß umgegangen Und Scharen von Männern, Frauen waren In dieses Wasser mußte Alaun und Rindern zogen durch die engen Gassen 116