Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 7
- Date
- 1920-10-01
- Page
- Seite 108 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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immer wieder dir Kehrreim „hoschianah" veim Morgengoltesdienst wird nun das thosianna-, d H. „hilf uns doch!" vorkommt. letzte Kapitel der Thora vorgelesen .Dazu Bei diesem Gesapg wird eine Thorarolle werden, — das einzige Mal im ganzen auf den BlMemor getragen, und alle Männer, Jahr —, auch sämtliche in der Synagoge ihren Lulaw und ihren Lthrog in Händen, anwesenden Kinder unter Führung eines machen einen Umzug durch die ganze Erwachsenen aufgerufen. Derjenige, der Synagoge, klm letzten Halbfeiertag aber, zu den letzten Versen der Thora aufgeam hoschannah Üabbah, werden alle rufen wird, heißt „Thassan thorah", der Sisre Thora sThorarollen) aus ihrem „Bräutigam" der Thora. Gleich darauf liest Schrein herausgehoben, und die Gemeinde man das erste Kapitel, und den man dazu umwandelt sie sieben Mal mit den Lulawim. aufruft, nennt man „Thas'an bcreschith". Der letzte Tag des Festes heitzt Simchath Thora, d. h. wörtlich: Freude über die Thora. Damit hat es folgende Bewandtnis. C h a o Ilm Laufe eines Jahres wird an den Sab- ' ' " bathen die ganze Thora vorgelesen, und' was wir Mit „Fest" übersetzen, heißt eigentzu Simchath Thora liest man den allerlich „Umgang", nämlich z. B. jenes Umlegte» klbschnitt, um dann sofort wieder gehen, das am Ssukkoth im Tempel um mit dem Unsang, „Bereschith." zu beginnen, den BItar stattfand und heute noch in den Um Übend vorher werden alle Sifre Thora Synagogen um den kllmemor statlfindot. sieden Mal durch die Synagoge getragen. Vas Wort hat im Arabischen heute noch und jeder gibt sie dabei dem Nächsten diese Bedeutung. So heitzt ein Pilger, weiter, damit alle am Nundgang teilder nach Mekka wallfahrtet ,.chagglr‘‘ »khnien. Die Kinder aber, bekommen > (sprich: chadschir), ein ..herumgehender", Bonbons und Fähnchen, -und zu essen gibt weil er sieben Mal um den heiligen es an diesem Tage, etwas besonders Gutes. Steinl die Kaaba, herumwandcrn mutz. heute und Gestern NlNWY'QNN Cin jüdisches Volksfest - ills der Tempel noch stand, und Israel weit geöffnet, und das Volk strömte in die in seinem eigenen Lande lebte, war das Vorhöfe, denn die Dankopfer mutzten vor Ssukkoth-Fest lein großes und fröhliches Sonnenaufgang dargebracht werden. Mehr Volksfest, zu dem aus dem ganzen Lande als vierhundert Priester waren damit die Wanderer nach Jerujchalajim strömten, beschäftigt, während die Thöre der.Leviten sodatz alle Landstraßen von ihnen erfüllt dös „große Halle!" (Psalm 113 —118) waren. Jedes Haus in Israel schickte minsangen. Die Menge stand Kopf an Kopf, bestens einen klbgesandten. der für die jeder mann mit seinem Lulaw in der Hand, Familie da; Dankopfer im Tempel darwelcher bei einzelnen Stellen des Gesanges brachte, ilm Vorabend der Fester, um Mitter- Hirt-, und herbewegt wurde. Wie ein nacht, wurden alle Tore der Tempels Palmenwald war die Volksmenge von 108