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Bar Kochba · 1920-10-01 · Heft 7 · p. Seite 107

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 7
Date
1920-10-01
Page
Seite 107 (sequence 11)
Language
German
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unsichere Leben in der $reil)eil dem geerinnert: durch die Ssukkah und durch de» sicherten Dasein in der Knechtschaft vorzieht, tulaw Die Ssukkah ist eine Hütte aus Holz, Die zweite vedeutung diejes Fester liegt die im Freien, meistens in einem Hof oder in dem Namen „Lhag ha'assif", dar „Fest Garten, oft aber auch auf einem Valkon der Einsammelns". also dar Erntefest, errichtet wird. Ihr Vach ist ein Geflecht „Dar hüttenfest sollst Du feiern sieben aus Laub und Zweigen, durch welches die Tage lang, wenn Dü einheimsest von Lonne hindurchscheinen kann. Man schmückt Deiner Tenne und von Deiner Kelter, und sie mit allerlei Decken und Teppichen aus, Du sollst fröhlich' sein an Deinem Feste, und viele Leute hängen in das Laubdach Du, Dein Sohn, Deine Tochter. Dein Knecht Früchte und Süßigkeiten aller tlrt. die und Deine Magd, der teoite, der Fremde, sieben Tage hindurch hängen bleiben die Waise und die Witwe, wer von ihnen und erst am letzten Tage des Festes in Deinen Toren weilt." Um die Zeit des der Plünderung durch die Kinder preishüttenfestes ist in Palästina die zweite gegeben werden. In dieser Ssukkah nimmt Kornernte und die Weinlese beendet, — man während des ganzen Festes jede jene Tage sind gekommen, an denen bei Mahlzeit ein. In früheren Zeiten aber allen Völkern der Welt eine Fröhlichkeit aßen die frommen Juden nicht nur in der und Freude herrscht, wie sonst im ganzen Ssukkah, sondernfielebten vollkommen darin. Jahre nicht. Die Hoffnungen des Land- Der Gebrauch des Lulaw ist ebenfalls mannes haben sich erfüllt. Scheuer und Faß bereits in der Thora geboten. Lulaw heißt find voll, der Winter oder wie in Palästina Palmzweig, denn aus einem palnizweig, die Regenzeit steht vor der Tür. die letzten um den Mqrrthen und lZachweiden <\cschönen Tage des Jahres werden zu frühwunden sind, besteht dieser „Feststrauß Iichen Festen. Und wohl kein Gebot aus Bei jedem Morgengottesdienst der beide» den Gesetzbüchern der ganzen Welt ist so ersten Hauptfeiertage und während der gern erfüllt worden, wie das jüdische: „Du. Halbfeiertage (Thal hatnoed) wird dieser sollst Dich an Deinem Feste freuen!" Strauß in der Rechten, und ein ..Ethrog ' Durch zweierlei Dinge werden wir heute in der Linken Hand gehalten und bei noch an die beiden vedeutungen dieses Festes den bestimmten Gebetsstücken nach allen Himmelsrichtungen bewegt Man neünt das „Lulaw schütteln'. Der Ethrog ist eine Südfrucht, die einer Zitrone sehr ähnlich sieht. In früheren Zeiten, als es noch keine Eisenbahnen und Dampfschiffe gab, war es den Juden oft sehr schwer, Ethrogim zu erhalten, und diele waren mehrere Dukaten teuer. Deshalb begnügte sich manchmal eine ganze Gemeinde mit einem Ethrog, und jedermann mußte zu der Kaufsiimme beisteuern, damit er auch sein Eigentum sei. Gegen Ende des Morgengotlerdienste; I 0 1 d (i n c a n r> > ch „ f , wird ein Gesang gesungen, in dem 107

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